Reisen in Corona-Zeiten: Ja oder nein?

Reisen in Corona-Zeiten: Ja oder nein?

Spanien, Italien oder doch lieber nach Asien? Wie verbringt ihr euren Sommerurlaub? In den meisten Fällen dieses Jahr wohl daheim, weil Reisen zu Zeiten von Covid-19 nicht mehr so einfach ist. 

Ins Blaue?
Bild: Ane_W / photocase.de

Anfangs des Jahres haben wir noch unsere großen Reisepläne für 2020 gemacht und wollten die Welt bereisen, aber dann brach sie ab März zusammen. Wir mussten lernen mit der neuen Normalität klar zu kommen und dabei auf vieles zu verzichten, wie beispielsweise auch auf den Urlaub. Aber auch Studierende lernen und arbeiten das ganze Jahr über hart, nicht nur um erfolgreich zu sein, sondern auch um zu vereisen und mal abzuschalten. Und das hat sich auch jeder verdient. Nun hat die Corona-Pandemie unser Leben von heute auf morgen komplett geändert. Durch die aktuelle Krisensituation, sich ständig ändernden Zahlen von Neuinfizierten und neuen Krisengebieten steht der Tourismus 2020 unter anderen Vorzeichen. Viele Reiseveranstalter und einige Fluggesellschaften sind finanziell angeschlagen und lockern daher mit verführerischen Angeboten innerhalb Europa. Aber ist es wirklich eine gute Idee, außerhalb Deutschlands zu reisen?

Wie schütze ich mich während meiner Reise?

Schon während der Anreise sollten Hygienemaßnahmen eure oberste Priorität sein. Am Flughafen und auch auf Bahnhöfen ist Maskenpflicht und es empfiehlt sich auch Handschuhe zu tragen bzw. die Hände häufig zu desinfizieren. Im Sommer ist die Toursimus-Hauptzeit und es ist nicht immer einfach, überall den Sicherheitsabstand zu halten, dennoch solltet ihr diesen wenn immer möglich einhalten. Auch wenn die meisten Orte – egal ob im In- oder Ausland – momentan weniger Urlauber haben, ist immer auf die Sicherheitsvorkehrungen vor Ort zu achten. Diese unterscheiden sich von Land zu Land und auch von Bundesland zu Bundesland. Informiert euch bitte!
Änderungen der Einreise- und Quarantänevorschriften erfolgen teilweise ohne jede Vorankündigung und mit sofortiger Wirkung. Einige Länder verlangen ein negative Testresultate für die Einreise.

Momentan unser ständiger Begleiter. Quelle: Unsplash

Ab wann gilt ein Land als Corona-Risikogebiet?

Trotz der Lage, sind die Grenzen offen und wir können reisen. Dennoch wird empfohlen, in Deutschland zu bleiben, weil es am sichersten ist. Die Ausbreitung von Covid-19 führt weiterhin in vielen Ländern zu teilweise drastischen Einschränkungen im internationalen Luft- und Reiseverkehr, Einreisebeschränkungen, Quarantänemaßnahmen und Beeinträchtigungen des öffentlichen Lebens wie z.B. Ausgangssperren. Wenn Du also aus Deutschland oder sogar außerhalb Europas reisen möchtest, solltest Du regelmäßig die Reisewarnung des Auswärtigen Amts checken. Das Amt bewertet mit dem Bundesgesundheitsministerium, welche Länder ungefährlich zum Reisen sind und von welche zur Corona-Hochburg gehören. Sie kontrollieren die Zahl der Neuinfizierte und schauen, ob selbst Länder, die unter dem Grenzwert liegen, eine Gefahr darstellen können. Diese Liste beinhaltet die derzeitigen Länder.

Worauf muss ich achten?

Zunächst natürlich auf die Einreisebestimmungen des Ziellandes und auf dessen Covid-19 Regeln. In einigen Ländern müssen Reisende vorher ein Online-Formular ausfüllen, ein Corona Test durchführen oder einen bestimmten QR Code beantragen. Daher ist es sicherlich einfacher, in Deutschland zu bleiben. Wobei natürlich auch innerhalb Deutschlands Quarantäne-Regeln gelten könnten, wenn in einem Landkreis gehäufte Corona-Fälle auftreten, und man sich dort aufhält.

Muss ich nach dem Urlaub in Quarantäne in Deutschland?

Wer von einem Land mit erhöhtem Risiko nach Deutschland einreist, muss nach Ankunft in eine 14-tägige Quarantäne und dabei das Gesundheitsamt kontaktieren, um sie über die Einreise zu informieren. Inzwischen können wir uns kostenlos am Flughafen und auch an vielen Bahnhöfen testen lassen.

Quelle:Unsplash

Gibt es attraktive Alternativen?

Ja, definitiv und die Alternative heißt Deutschland. Und auch wenn ihr bereits eine Reise außerhalb Deutschlands gebucht habt, bekommt ihr normalerweise euer Geld zurückerstattet oder einen Reisegutschein, der ein Jahr gültig ist. Daher : wann wenn nicht jetzt ist es Zeit, das eigene Land besser kennenzulernen, oder? Und für diejenigen, die Deutschland schon in-und auswendig kennen sollten, ist das auch kein Problem, denn es gibt immer noch Orte, die keine Hotspots sind. Sei es eine Wanderung im Schwarzwald, chillen am Chiemsee, eine Entdeckungstour durch Schlösser, eine spannende Stadt erkunden  oder eine mehrtägige Fahrradtour. Und das Wichtigste ist, dass unsere Familie oder Freunde dabei sind, die wir vielleicht teilweise durch die Ausgangsbeschränkung der letzten Monate lange nicht gesehen haben, da wird der Ort zur Nebensache.

Fazit

Wer aufs Reisen nicht verzichten möchte, muss das nicht. Jedem ist selbst überlassen, ob er das Risiko einer Reise eingehen möchte und die leidenschaftlichen Reisefans werden sich auch auf einen Urlaub trotz Einschränkungen freuen.  Es gibt jedoch jeden Tag neue Neuigkeiten, daher ist es wichtig, immer auf dem neuesten Stand zu bleiben. Es ist natürlich ratsam Corona-Risikogebiete zu vermeiden und den Urlaub dieses Jahr in Deutschland zu verbringen, aber Fakt ist auch: wir können uns theoretisch immer und überall anstecken. Wichtig ist es daher zu 150% auf die Hygiene und Abstandsregeln zu achten.

Wenn ihr bereits Erfahrungen zum Thema Reisen zu Corona gesammelt habt, andere hilfreiche Vorschläge habt oder gerne eure Meinung dazu äußern wollt, hinterlasst einen Kommentar.

In diesem Sinne, genießt den Sommer und bleibt gesund!

 

Feven

Der Campus Falke – Ein Blick hinter die Kulissen

Der Campus Falke – Ein Blick hinter die Kulissen

Der Campus Falke ist die Studierendenzeitung an der Universität Stuttgart und existiert seit 2009. Thematisch sind der Zeitung keine Grenzen gesetzt: Die Themengebiete ziehen sich von Kultur, alles rund um die Uni, Fotostrecken, Aktuellem bis hin zu Interviews.

In der Regel erscheinen im Semester 3 Ausgaben der Studierendenzeitung: Eine am Anfang des Semester (im Wintersemester ist das die Ersti-Ausgabe, die auch per Post an alle Erstis verschickt wird), eine in der Mitte des Semesters und eine am Ende des Semesters.


Quelle: Unsplash

Von der Idee bis zur gedruckten Ausgabe

Bis zur gedruckten Ausgabe setzen viele Zwischenschritte ein. Zunächst einmal gibt es ein Treffen zur Themenfindung und es wird allgemein über die nächste Ausgabe gesprochen. Der Chefredakteur der Zeitung gibt den Autoren der Artikel einen Abgabetermin vor bis wann die Artikel fertig sein müssen. In dieser Zeit sind die Autoren ziemlich frei: Sie können sich ihre Arbeitszeit selbst einteilen, der Artikel muss aber bis zur Deadline fertig gestellt werden. Wenn alle Artikel eingereicht wurden, geht es zur nächsten Station – zum Korrekturlesen. Hier wird nach Rechtschreibfehlern und Tippfehlern gesucht und wenn nötig verbessert. Der nächste Schritt beschäftigt sich mit dem Layout der Zeitung. Die Artikel und Bilder werden so arrangiert, dass sie auf die ca. 40 Seiten, die der Campus Falke hat, passen. Danach geht die Ausgabe erneut in die Korrektur – denn beim Layouten können Fehler passieren, die gegebenenfalls ausgebessert werden müssen. Nach diesem letzten Korrekturlesen geht die Ausgabe schon in den Druck und landet in die Hände der Studierenden. Ausgelegen werden die gedruckten Ausgaben meist in der Mensa und in der Cafeteria sowie an sonstigen Infoständen. Die Studierendenzeitung ist auch online aufrufbar: Dort findet ihr alle bisher veröffentlichten Ausgaben und könnt durch die verschiedenen Artikel stöbern.


Perfekte Vorbereitung. Quelle: Unplash.de

Wie kann ich mitmachen?

Der Campus Falke eignet sich für alle, die interessiert sind erste journalistische Erfahrungen zu sammeln. Im Team werden (Chef-)Redakteure, Autoren, Lektoren und Layouter gebraucht. Bei Interesse meldet euch bei ak-zeitung@stuvus.uni-stuttgart.de .

Essen Essen Essen!

Essen Essen Essen!

Ich bin Kerstin und studiere im fünften Semester empirische Politik- und Sozialforschung im Master. Nun gehe ich für ein Semester ins Erasmus nach Cluj-Napoca in Rumänien und werde euch hier einen Einblick ins osteuropäische Leben geben. Ich werde ab Oktober für ein Semester an der Fakultät für Politik-, Verwaltungs- und Kommunikationswissenschaften an der Universität Babes-Bolyai in Cluj-Napoca studieren. Ich wurde von einer Kollegin im Internationalen Zentrum der Universität Stuttgart gefragt, ob ich nicht Lust hätte, ein bisschen darüber zu berichten, da es noch sehr unbekannt ist und es kaum Erasmus-Bewerber für Rumänien gibt. Hier werde ich euch alle zwei bis drei Wochen also etwas von meinem Erasmus-Austausch in Cluj-Napoca erzählen und euch Rumänien ein wenig vorstellen. Am Ende werdet ihr dann mehr kennen als nur Dracula und Transsilvanien

Wie versprochen, erzähle ich euch in diesem Beitrag etwas über rumänisches Essen. Ist aber irgendwie langweilig, da ihr das auch einfach googlen könntet, deshalb spreche ich mal über die Koch- und Essenssituation allgemein hier im Wohnheim und in Cluj-Napoca.

Kochen im Wohnheim ist etwas langwierig, wenn man zur falschen Zeit kocht. Wir teilen uns pro Stockwerk eine Küche, da das unterste Stockwerk aber keine Küche hat, sind es quasi fünf Stockwerke à ca. 30 Leute auf vier Küchen verteilt. Die Einrichtung ist mager, es gibt nur vier Kochstellen auf dem Gasherd, keinen Backofen oder sonstiges. Geschirr, Töpfe etc gab es leider auch nicht, also bringt euch das mit, falls ihr ins Wohnheim ziehen wollt, oder ihr macht hier erstmal einen Großeinkauf am ersten Abend und deckt euch mit den wichtigsten Sachen ein. Kocht man zu den Stoßzeiten, also ab 20 Uhr, kann es schon mal ein wenig voller sein und man muss warten, aber meistens bekommt man recht schnell einen Kochplatz. Um 23 Uhr wird die Küche abgeschlossen, wer sich also eine heiße Milch zum Schlafen gehen machen will, muss das vorher tun.

Wem das aber zu blöd ist mit dem Kochen, der kann in der Stadt essen. Die Stadt ist ein einziges Schlemmerparadies. Man könnte wahrscheinlich jeden Abend auswärts wo anders essen und hätte erst nach Monaten alles durch. Man läuft keine 50 Meter, ohne dass einem mindestens ein bis zwei Gelegenheiten, Essen zu kaufen, begegnen. Es gibt sehr viele Restaurants, von sehr schick bis Fast Food-Bude, und unzählige kleine Verkaufsfenster, in denen man Snacks kaufen kann. Ganz häufig vertreten sind hierbei Palaneți, das sind Teigtaschen, die aus Hefeteig gemacht sind und gefüllt sind mit Kraut (varză), Kartoffeln (cartofi), Pilzen (ciuperci), Käse (brânză), oder auch „süßem Käse“ (brânză dulce), also Quark. Man findet noch weitere Füllungen wie Schokolade oder Quark mit Rosinen, allerdings sind die besten Sachen immer schnell ausverkauft. Diese kleinen Taschen sättigen gut und kosten weniger als ein Euro.

Papanasi: lecker!

Häufig findet man auch „Fornetti“, das ist eine ungarische Marke, die kleine Blätterteigtaschen und Croissants für wenig Geld verkauft. Dadurch, dass sie so klein sind, kann man mehrere Füllungen probieren und sich eine Tüte zusammenstellen, die man dann nach Gewicht bezahlt.

Fast Food gibt’s auch in Cluj: Tatsächlich habe ich bisher nur einen McDonald’s entdeckt und einen Subway. Burger King gibt’s nicht. Dafür aber Shaorma an jeder Ecke. Ein beliebter Anlaufpunkt nach dem Club ist Sultans Döner, wo die Mitarbeiter gerne Scherze mit den Betrunkenen machen und die Musik extra laut aufdrehen für eine kleine After-Party oder Mama Manu, wo man super leckere Pommes mit Knoblauchsoße bekommt, rund um die Uhr. Es gibt auch einen 24h Supermarkt, in dem war ich mal nachts um 3 Uhr nach dem Club drinnen, weil eine meiner Bekannten unbedingt Apfelsaft wollte. Das war total neu, so spät nachts in einem Supermarkt zu sein. Die meisten Läden und Shopping Malls haben auch sonntags auf, auch das ist für mich immer noch faszinierend.

Um zurück zum Thema Essen zu kommen, muss ich die Food Courts in den Shopping Malls erwähnen. Es gibt zwei riesige Einkaufszentren (sie sind wirklich unglaublich riesig und man verläuft sich genauso leicht wie im Milaneo in Stuttgart). Die Food Courts sind riesig und sonntags ist es wirklich schwer, einen Platz zu ergattern, man hat das Gefühl die halbe Stadt macht einen Ausflug zum Shoppen und Essen.

In der ersten Woche haben wir einen Imbiss namens „La Piadina“ entdeckt und uns sofort verliebt. Man nimmt Piadina-Brot (sieht aus wie ein Wrap, ist aber etwas dicker), belegt es mit allerhand Zutaten und viel Käse, klappt es einmal zusammen und steckt es dann in einen Kotaktgrill – fertig ist das Piadina. Als ich zuhause dann ganz begeistert meiner italienischen Mitbewohnerin von meiner neuen Liebe erzählt habe, hat sie mir erklärt, dass Piadina aus Italien kommt und dass sie sie hasst, weil sie jahrelang in der Gastronomie gearbeitet hat und diese verkauft hat.

Wenn man aber doch mal mehr Zeit hat, dann kann man ausgiebiger essen gehen. Cluj ist für rumänische Verhältnisse eine teure Stadt, da hier so viele rumänische und internationale Studierende leben. Neben den vielen Erasmus-Studierenden gibt es auch viele internationale Studierende, die hier Medizin oder Tiermedizin studieren und länger bleiben. Verglichen mit deutschen Preisen ist es hier aber doch billiger. Ich habe z. B. mit meinem Freund hier mal in einem der etwas teureren Restaurants gegessen und für Suppe, zwei Hauptgerichte, Getränke und ein Glas Wein nur 30 Euro bezahlt.

Mein absoluter Favorit ist die Vărzărie. Varză heißt Kraut, das Restaurant heißt also übersetzt „Krauterie“. Hier gibt’s für wenig Geld sehr leckere Gerichte. Ein typisch rumänisches Essen sind Sarmale, das sind Krautwickel gefüllt mit Hackfleisch und Reis. Ähnliche Gerichte gibt’s auch in anderen Ländern, ich weiß. Die besten Krautwickel gibt’s aber nur in Rumänien, nämlich bei meiner Oma. Meine Freunde waren ganz begeistert von den Sarmale in der Vărzărie, nachdem ich aber einmal meine Oma besucht habe und ihre Sarmale mitgebracht habe, waren die Mädels beim nächsten Mal in der Vărzărie etwas ernüchtert. Für Vegetarier gibt es übriges Sarmale gefüllt mit Pilzen, es ist also für jeden was dabei.

Sarmale

Das typische Essen für Cluj besteht aus denselben Zutaten wie Sarmale, jedoch schneidet man das Kraut hier ganz klein und mischt es mit dem Fleisch und dem Reis. Das Ganze kommt dann in eine Auflaufform und wird überbacken. Das Gericht ist wirklich klasse und man sollte es unbedingt probieren, wenn man in Cluj ist. Ich habe bisher jeden meiner Besucher in die Vărzărie geführt und alle waren begeistert vom Varză à la Cluj.

Überall zu finden ist auch Ciorbă, so heißen hier die Suppen. Es sind keine klaren Suppen wie in Deutschland, sie basieren meist auf einer Mehlschwitze und haben viel Inhalt. Es gibt Ciorbă de Burtă, eine Suppe mit Schweinemägen, Ciorbă de Boabe (Bohnensuppe) oder Ciorbă de Perişoare, Suppe mit Hackfleischknödel (der Alptraum meiner Kindheit; ich war gar nicht begeistert, wenn es die zuhause gab). Ja, selbst in die Suppen kommt Hackfleisch hinein.

Eins der vegetarischen Gerichte hier ist ein Pilzeintopf mit Mamaliga (Polenta), die gibt’s hier auch in allen möglichen Varianten, z. B. Polenta geschichtet mit Käse, Polenta als Beilage zu den Sarmale und anderen Gerichten.

Maroni

Und wer gerne Süßes ist, der sollte unbedingt kommen. In der Cofetărie, also der Konditorei, gibt es massig Torten und Kuchen und das Stück kostet zwischen einem und zwei Euro. Auf den Fotos seht ihr die große Auswahl. Ein landestypisches Dessert ist Papanași, das ist Schmalzgebäck, welches wie ein Donut aussieht und frittiert wird und anschließend mit saurer Sahne und Marmelade übergossen wird. Und Esskastanien sind hier auch sehr beliebt, in jeder Konditorei findet man Kastanienpüree und auf der Straße kann man heiße Maronen kaufen (um einiges günstiger als auf deutschen Jahrmärkten).

In der Konditorei

So, das war jetzt nur ein kleiner Einblick in die rumänische Küche. Extra für diesen Blog habe ich mich manchmal dazu aufgerafft, mein Essen zu fotografieren. Normalerweise mache ich das nicht, weil es mir wirklich peinlich ist. Die rumänische Küche ist deftig und sehr lecker. Und wer Lust auf anderes hat, der findet hier auch sehr viele italienische Restaurants und einige asiatische Restaurants. Als Vegetarier hat man in den traditionellen rumänischen Restaurants zwar nicht die riesige Auswahl, aber man wird immer fündig. Es gibt aber auch mehrerer Restaurants oder Imbisse in Cluj, die nur vegetarische Gerichte anbieten. Man wird also in Cluj wirklich immer fündig und muss niemals hungrig ins Bett.

 

Viele Grüße von Kerstin!

Vegan sein – Der neue Trend?

Vegan sein – Der neue Trend?

Bildnachweis: Eliza / photocase.de

Wer viel arbeitet und studiert, braucht viel Energie. Und woher bekommen wir die Energie? Natürlich aus unserer Ernährung. Sich gesund zu ernähren ist eine der Voraussetzungen für eine starke Performance. Aber was ist gesund? Da ist sich sogar die Wissenschaft nicht immer ganz einig. Ein Ernährungstrend, der in den letzten Jahren stark an Aufmerksamkeit gewonnen hat, ist Veganismus. 

Reist man nach New York oder Sydney, sieht man überall vegane Restaurants. Es scheint dort ziemlich „in“, vegan zu essen. Viele – überwiegend junge – Menschen entscheiden sich inzwischen für den veganen Lifestyle, auch in Deutschland. Eine Studie der Universitäten Göttingen und Hohenheim zum Fleischkonsum in Deutschland kam 2013 zu dem Ergebnis, dass der Anteil vegan lebender Menschen in Deutschland unter 0,5 % und damit unter 400.000 Personen liege. Da dem Thema inzwischen aber eine größere öffentliche Aufmerksamkeit zuteil wurde, sind die Zahlen seitdem deutlich angestiegen. Laut Statista lebten 2019 knapp 1 Millionen Veganerinnen und Veganer in Deutschland. Und mit ihnen ist natürlich auch das vegane Angebot in Supermärkten und Restaurants gewachsen.

Das Referat für Nachhaltigkeit der Studierendenvertretung stuvus hat ebenfalls das Thema „vegan sein“ auf dem Zettel und bereits mehrere Aktionen zu dem Thema angestoßen. So gab es im Oktober 2019 eine Info-Aktion zum Thema Veganismus an die Uni Stuttgart. Mitten auf dem Campus Vaihingen gab es neben einem Infotisch einen „Circle of Reality“ sowie eine „Ich bin vegan, weil …“-Aktion.

Wieso vegan?

Vegan oder nicht vegan, das ist die große Frage. Fleischesser und Nicht-Fleischesser streiten sich seit Jahren. Aber wer hat Recht? Wer ernährt sich gesünder? Darauf gibt es sicher keine letztgültige Antwort. Aber vielen Veganern geht es nicht (nur) um die Gesundheit. Vegan lebende Menschen nennen daneben als mögliche Motive für ihre Lebensweise Argumente aus den Bereichen Tierschutz, Klimaschutz, Umweltschutz, Verteilungsgerechtigkeit, Welternährungsproblematik oder auch Religion.

Was essen Veganer?

Eine vegane Ernährung ist komplett tierfrei. Das heißt konkret, dass Veganer kein Fisch, kein Fleisch, keine Milchprodukte, Eier und Honig essen. Ganz grob gesagt, besteht die Ernährung der meisten Veganerinnen und Veganer überwiegend aus Gemüse, Obst, und Hülsenfrüchte. Außerdem vermeiden Veganer auch Produkte, die tierische Bestandteile enthalten, sogar kleine Mengen. Ethisch motivierte Veganer achten zumeist auch bei Kleidung und anderen Waren darauf, dass diese frei von Tierprodukten sind und ohne Tierversuche hergestellt wurden 

„Ich bin ein empathischer Mensch“

Um noch besser zu verstehen, was Veganerinnen und Veganer antreibt, wo ihre Motive liegen, habe ich mit Derya, einer überzeugten Veganerin gesprochen. Derya hat ist eine Bachelor-Absolventin (Sozialwissenschaften) der Uni Stuttgart.

Lifestyle Vegan
Derya Dogan. Quelle: Privat

Seit wann bist du Veganerin?

Seit knapp 6 Jahren und Vegetarierin seit fast 10 Jahren.

Und wieso hast du dich dafür entschieden?

Ich bin ein sehr empathischer Mensch und habe schon immer darauf geachtet niemandem Schaden zuzufügen. Insbesondere Tiere liegen mir sehr am Herzen, da sie sich nicht wehren können. Da ich schon seit ich denken kann diese Einstellung habe, war es nur eine Frage der Zeit bis ich die logische Konsequenz daraus ziehe und die Ausbeutung der „Nutztiere“ in meinem persönlichen Kaufverhalten nicht mehr unterstütze.

Wirkt sich dein veganer Lifestyle auf dein Umfeld aus?

So gut wie gar nicht. Ich kann dazu nur sagen, wenn man von einem Konzept so überzeugt ist, wie ich vom Veganismus, steckt man kleine Nachteile, die mal auftreten können (z.B. Restaurants ohne veganes Menü) locker weg.

Welche Frage war bisher die nervigste, die du als Veganerin beantworten musstest?

Das sind sehr viele. Ich glaube, es gibt irgendwo eine „Was ich eine Veganerin sofort fragen muss“-Liste, auf die jeder Zugriff hat. Aber mit Abstand: „Wieso trinkst du keine Kuhmilch? Die Kühe platzen doch sonst“ … ich erinnere dann gerne an den Biologie-Unterricht und wie die Milchproduktion bei Säugetieren so abläuft, beziehungsweise warum eine Kuh überhaupt Milch „gibt“.

Wie geht dein Umfeld mit deiner Entscheidung so zu leben um?

Veganer Lifestyle
Veganer Lifestyle. Quelle:Pixabay

Viele versuchen ihren Fleischkonsum vor mir zu rechtfertigen oder behaupten sehr wenig davon zu essen, obwohl ich nie danach gefragt habe. Es ist mir relativ egal, was andere so konsumieren, das muss jeder für sich selbst entscheiden. Umso mehr freut es mich aber, wenn ich jemanden zumindest zum Nachdenken anregen kann.

Geht es dir durch deine Ernährungsumstellung besser?

Ich fühle mich tatsächlich besser, wenn ich frisches Obst und Gemüse esse. Ich denke das liegt daran, dass ich meinen Körper nicht mit zusätzlichem Cholesterin durch die Ernährung belaste und meine Verdauung sehr viel besser funktioniert. Dadurch fühlt man sich fitter und aktiver.

Gibt es etwas, das du vermisst?

Es ist natürlich bequemer Allesfresser zu sein, da man alles ohne Einschränkungen kauft. Aber nach einer kurzen Eingewöhnungszeit weiß man welche Produkte und Rezepte vegan sind und kann fast genauso einkaufen wie vorher. Ich muss gar nicht mehr darüber nachdenken.

Ist es aufwendig vegan zu kochen?

Wirklich gar nicht. Eher einfacher. Es kommt auch auf die Schwierigkeit des Rezeptes an, egal ob vegan oder nicht.

Ist es teurer vegan zu leben?

Es kommt darauf an, ob man eher von Grundnahrungsmitteln lebt oder mehr Ersatzprodukte und Bio einkauft. Im ersten Fall ist es sogar günstiger und so mache ich es größtenteils auch.

Was ist dein Lieblingsessen?

Ich liebe Sushi, gebratenen Reis oder Nudeln mit Gemüse und Tofu oder auch Rotes Curry. Und generell so gut wie alles aus der türkischen, italienischen und asiatischen Küche. Das hat sich auch seit meiner veganen Lebensweise nicht geändert, da ich alle meine Lieblingsrezepte einfach „veganisiert“ habe.

Vielen Dank für deine Zeit!

 

Fazit

Vegan oder nicht vegan, es ist natürlich jedem selbst überlassen, wie man sich ernährt und mit welcher Ernährungsform man sich gut fühlt. Vermutlich ist eine totale Umstellung von omnivor auf reine Pflanzenkost nicht von heute auf morgen zu bewerkstelligen. Wer sein Bewusstsein für Nachhaltigkeit ändert, der wird mit Sicherheit auch die Ernährung in den Blick nehmen. Ich hoffe, ihr greift nach diesem Artikel nach einem Apfel.

 

Feven

Maramu’Trip

Maramu’Trip

Kerstin studiert im fünften Semester empirische Politik- und Sozialforschung im Master. Sie ist momentan für ein Semester im Erasmus und zwar in Cluj-Napoca in Rumänien. Hier im Blog gibt sie uns einen Einblick in ihre Erfahrungen. Die ersten beiden Beiträge sind hier und hier

„Der krönende Abschluss der Intro Days war der zweitägige Trip in die Region Maramureș. Dies ist eine Region nördlich von Cluj-Napoca, die an die Ukraine grenzt. Die Region hat eine lange Geschichte hinter sich, sie war unter anderem Teil des ungarischen Königreichs bzw. von Österreich-Ungarn und wurde erst nach dem Zweiten Weltkrieg wieder ein Teil von Rumänien und der Ukraine.

Die Anmeldung für den Trip verlangte Durchhaltevermögen. Zunächst musste man sich in ein Google-Docs Formular eintragen, das war der erste, einfache Schritt. Die Begrüßung der Erasmus-Studierenden fand am Mittwoch um 15 Uhr statt. Um 18 Uhr öffnete das ESN-Büro und jeder, der sich bereits in das Formular eingetragen hatte, sollte sich anstellen. Die ersten 54, die bezahlten, bekamen einen Platz. So kam es also, dass wir bereits um 17 Uhr dort standen (bzw. ich, andere warteten bereits länger). Irgendjemand kam auf die Idee, eine Liste zu erstellen mit der genauen Reihenfolge der Personen, sodass es sinnlos war, sich vorzudrängeln. Ich stand auf Platz 43. Da aber jeder für eine weitere Person bezahlen konnte, war das noch keine Garantie für einen sicheren Platz. Das Büro öffnete etwas später (natürlich, Warten waren wir ja schon gewohnt) und es dauerte eine weitere Stunde, bis ich drankam. Ich hatte Glück und konnte mir einen Platz sichern. Glücklicherweise hatten wir diese Liste erstellt, denn es gab viele, die versuchten sich vorzudrängeln, die Leute des ESN nahmen uns aber der Liste nach dran.

Die Reise begann Samstagmorgen um 7.30 Uhr, früh aufstehen war also angesagt. Wir fuhren knapp vier Stunden mit einem Reisebus an unser erstes Ziel: den Pferde-Wasserfall (cascada cailor) in Borșa. Wir fuhren zunächst mit einem etwas in die Jahre gekommenen Sessellift den Berg hinauf. Die Aussicht war fantastisch! Es war zwar schon Mitte Oktober, aber wir hatten super Wetter und Sonnenschein. Oben angekommen konnte man ins Tal und die anderen Berge sehen. Nach einer kurzen Pause teilten wir uns in zwei Gruppen auf, die eine blieb erstmal unten, die andere begann den Anstieg zum Wasserfall, welcher knapp eine halbe Stunde dauerte. Der Wasserfall war auch sehr hübsch anzusehen, wer wollte kletterte noch ganz nach oben, was eine ziemlich rutschige Angelegenheit war. Es lohnte sich aber für den Ausblick.

Dann ging es runter zum Verschnaufen und Mittagessen, während die zweite Gruppe zum Wasserfall lief. Es gab auch eine kleine Hütte, in der typisch rumänische Pfannkuchen mit verschiedenen Füllungen verkauft wurden und heiße Getränke. Da man nach der kleinen Wanderung ins Schwitzen gekommen war und ein kalter Wind wehte, sodass es nun recht frisch war, machten wir davon Gebrauch. Nachdem auch die zweite Gruppe wieder unten war, fuhren wir mit dem Sessellift wieder ganz nach unten und stiegen erneut in den Bus.

Als nächstes ging es nach Bârsana zum Kloster. Hier steht mit 57 Metern Höhe eine der höchsten Kirchen Rumäniens. Die Klosteranlage war sehr hübsch, wir hatten einen Guide, der uns herumführte und durften dann noch ein paar Minuten alleine umher schlendern. Es gab ein kleines Museum mit traditionellen rumänischen handgemachten Produkten, bereits erwähnte Kirche und einen tollen Sonnenuntergang.

Zum Ende des Tages fuhren wir in unsere Pension. Hier wurden wir mit einem typisch rumänischen Abendessen empfangen: Es gab eine Suppe zur Vorspeise, Fleisch, Kartoffeln und Krautsalat und traditionelle Live-Musik.

Ich hatte mich auf Sarmale gefreut, das beste rumänische Essen überhaupt. Es gab auch für jeden einen Shot Palinka, den landestypischen Schnaps. Ein Highlight war es, als der Raum abgedunkelt wurde und eine Geburtstagstorte mit Wunderkerzen hineingebracht wurde, da eine meiner Freundinnen Geburtstag hatte und es jemand gepetzt hatte. Sie war nicht ganz begeistert, als sie von 60 Menschen angestarrt wurde und ihr alle gratulierten, jedoch ist es ein unvergesslicher Geburtstag.

Da es weit und breit keine Bar oder einen Club gab, da wir in einem kleinen Dorf waren, sorgte die Pension für Unterhaltung, indem sie ein riesiges Lagerfeuer anzündete. Wer wollte konnte noch mehr Palinka käuflich erwerben, da wir aber am nächsten Morgen schon früh raus mussten, gingen wir zeitig ins Bett. Die Pension war kein Luxushotel, aber nach zwei Wochen im Wohnheim freuten wir uns wie verrückt über die bequemen Betten, dass man duschen konnte ohne das ganze Bad unter Wasser zu setzen (im Wohnheim gibt’s eine Badewanne ohne Duschvorhang) und die Vorhänge (gibt es auch nicht im Wohnheim).

Am nächsten Morgen gab es bereits um 8 Uhr Frühstück, statt Kaffee gab es stark gezuckerten Früchtetee, die Rumänen mögen es süß. Solchen Tee bin ich bereits von meiner rumänischen Oma gewöhnt, die mir gerne zwei bis vier Würfelzucker in eine kleine Tasse Tee schmeißt.

Nach einer kurzen Busfahrt gingen wir ins Muzeul Satului Maramureșan. Es ist ein Freilichtmuseum, in dem traditionelle Häuser aus verschiedenen Epochen ausgestellt sind. Manche kann man auch betreten und von Innen angucken, das Inventar ist teilweise noch original von früher. Ein Markenzeichen von Maramureș ist, dass die Tore, welche die Häuser bzw. Höfe umgeben, aus Holz sind und reich verziert sind mit Schnitzereien. Der Guide von gestern war wieder da und erklärte uns die Bedeutung einiger Symbole. Auch hier im Freilichtmuseum stand eine Holzkirche.

Anschließend fuhren wir in die Stadt Sighetu Marmației, wo wir Zeit zum Mittagessen hatten. Wir fanden einen Dönerläden, der auch Pizza verkaufte und alle waren glücklich. Nach dem Essen ging es weiter nach Săpânța zum Fröhlichen Friedhof (Merry Cemetery). Dieser Friedhof ist wirklich einmalig, er ist bunt und nicht so bedrückend wie manch andere Friedhöfe. Es gibt statt den klassischen Grabsteinen Holzplatten, die bunt bemalt sind mit einem Foto des Verstorbenen sowie einem Text, der von seinem Leben erzählt. Manche Leute verstanden wohl nicht, dass es ein Friedhof ist und posierten fröhlich neben den Gräbern, ist schließlich ein gutes Motiv für Instagram. Ich habe keine Fotos gemacht, die müsst ihr googlen. Auch hier stand eine sehr schöne Holzkirche. Außerhalb des Friedhofs war alles auf Tourismus ausgelegt, man konnte auf einem kleinen Markt rumänische Produkte kaufen (inklusive dem selbstgebrannten Palinka aus Plastikflaschen).

Die allerletzte Station war die Holzkirche (ja, die Holzkirchen sind überall) Poienile Izei. Sie wurde bereits im 17. Jahrhundert erbaut und gehört zum UNESCO-Kulturerbe (zusammen mit weiteren Holzkirchen aus Maramureș. Innen ist sie mit Fresken verziert und es gibt eine Glocke, die man offenbar direkt aus dem Inneren der Kirche läuten kann, da das Seil hinunterhing. Damit aber keiner von uns dran zieht, überwachte eine Nonne das Seil. Auch hier war der Guide dabei und erzählte uns viel über die Kirche.

Dies war der letzte Stopp, wir verabschiedeten den Guide und fuhren dann wieder circa vier Stunden nach Hause. Die Zeit im Bus verging aber, wie auch am Tag zuvor, sehr schnell, da alle sehr müde waren und schliefen. Bis auf die Tatsache, dass es wenig Schlaf gab, war der Trip sehr schön! Man lernte noch mehr Leute aus dem Erasmus kennen und sah einen anderen Teil Rumäniens. Maramureș unterscheidet sich doch sehr von Transsilvanien, wo Cluj-Napoca liegt. Auch hier hatte das Erasmus Student Network Cluj-Napoca tolle Arbeit geleistet.

Im Sommersemester gibt’s übrigens zum Abschluss der Intro Days einen Trip ans Schwarze Meer, das lohnt sich also auch.

Und ich hatte noch angekündigt, dass es zu Halloween einen Trip gibt, der auch vom ESN organisiert wurde. Hierzu kann ich aber leider nichts berichten, da ich keinen Platz bekommen haben. Ursprünglich sollte die Anmeldung genau wie beim Maramu’Trip erfolgen. Das Büro sollte wieder um 18 Uhr öffnen, und die ersten 100 hätten den Platz bekommen. Man muss aber dazu sagen, dass das Büro des ESN in einem Wohnheim liegt und es schon bei der Maramu’Trip Ärger und Enttäuschte gab, die mit dem System unzufrieden waren, da sie z. B. nicht zur Anmeldung kommen konnten, weil sie zur Uni mussten. Nachdem dann bereits schon um 12 Uhr über zehn Leute vor dem Büro campten und die ESN-Leute zu viel Lärm und Ärger befürchteten, änderten sie die Anmeldung kurzerhand. Es wurde um 17 Uhr ein Google Docs-Formular freigeschaltet; die ersten 100, die sich eintrugen, bekamen einen Platz. Die paar Leute, die bereits seit zwei Stunden vor dem Gebäude campten, waren natürlich sauer.

Um 17 Uhr saßen dann alle gespannt vor ihrem Laptop, einige während einer Vorlesung, andere im Wohnheim. Ich war im Wohnheim und die Aufregung war groß, es gab den ein oder anderen Freudenschrei, andere schrien aus Enttäuschung. Da ich mich zuerst in meinen Google-Account einloggen musste, füllte ich das Formular erst um 17:03 Uhr aus, da war es bereits zu spät. Bei meiner Mitbewohnerin z. B. klappte es auch nicht, da sie nicht einmal einen Google-Account besaß.

Tja, daher kann ich euch leider nichts von Halloween berichten. Die, die dort waren, waren auf jeden Fall sehr begeistert, aber auch sehr erschöpft, als sie zurückkamen. Es gab wohl jeden Abend eine Party und am nächsten Morgen ging es bereits um 8 Uhr weiter. Also habe ich nichts verpasst, dieses Pensum schafft mein Körper nicht, das sollen die jungen 21-jährigen machen.

In den nächsten Beiträge werde ich euch mal ein wenig über die Stadt Cluj-Napoca erzählen und über rumänisches Essen, auch ein guter Grund, über ein Erasmus hier nachzudenken!“

Kerstin

Ich bin Kerstin und studiere im fünften Semester empirische Politik- und Sozialforschung im Master. Nun gehe ich für ein Semester ins Erasmus nach Cluj-Napoca in Rumänien und werde euch hier einen Einblick ins osteuropäische Leben geben. Ich werde ab Oktober für ein Semester an der Fakultät für Politik-, Verwaltungs- und Kommunikationswissenschaften an der Universität Babes-Bolyai in Cluj-Napoca studieren. Ich wurde von einer Kollegin im Internationalen Zentrum der Universität Stuttgart gefragt, ob ich nicht Lust hätte, ein bisschen darüber zu berichten, da es noch sehr unbekannt ist und es kaum Erasmus-Bewerber für Rumänien gibt. Hier werde ich euch alle zwei bis drei Wochen also etwas von meinem Erasmus-Austausch in Cluj-Napoca erzählen und euch Rumänien ein wenig vorstellen. Am Ende werdet ihr dann mehr kennen als nur Dracula und Transsilvanien