Effektiv arbeiten von Zuhause

Effektiv arbeiten von Zuhause

Durch die neue „Normalität“ (ihr wisst schon…) hat sich einiges geändert. Wir gehen auf Abstand, tragen Masken, meiden große Menschenmassen, lüften ständig,  weil wir unsere Gesundheit und die unserer Nächsten schützen möchten. Diese Situation beeinflusst nicht nur unser soziales Verhalten, sondern auch unseren Arbeitsalltag. Arbeitgeber und Politik raten verstärkt zum Home Office. In einigen Unternehmen ist es sogar zur Pflicht geworden. Im Laufe der letzten Monate haben wir uns mit so einigem arrangiert, doch für viele stellt das Lernen und Arbeiten von Zuhause aus auch eine große Herausforderung dar.

Auch wenn wir dadurch mehr Flexibilität haben, ist es nicht für jeden so einfach Zuhause zu arbeiten, Ablenkung lauert überall. Und das Home Office ist mehr als nur der Aberglaube vom Arbeiten im Pyjama. Natürlich klingelt der Wecker später, weil wir uns nicht mehr „fertig“ machen mussen, aber wenn wir von Zuhause arbeiten, müssen wir konzentrierter sein und unnötige Ablenkungen vermeiden, damit wir nicht zu viel Stress haben. Damit ein effektives Arbeiten möglich ist, habe ich 10 Regeln, die eure „Arbeit von Zuhause“ aus optimieren werden.

Meine Tipps

  1. Ausstattung: Nicht jeder hat das Luxus ein Arbeitszimmer zu haben, aber auch wenn man nur ein Zimmer hat, kann man es so einrichten, dass das Mobile Arbeiten Spaß macht. Das Wichtigste ist einen festen Arbeitsplatz zu haben und sich wohl zu fühlen und einen Bereich zu haben, der nur für die Arbeit ist, damit ihr ohne Ablenkung arbeiten könnt. Am besten natürlich mit einem Tisch und einem Stuhl, denn wer im Bett arbeitet, wird sicher bald seeeehr müde.

    Mobiles Arbeiten
    Quelle: Unsplash
  2. Arbeitszeit: Das Gute am Home Office sind die flexibleren Arbeitszeiten, aber das Arbeiten wird wesentlich einfacher, wenn ihr dieselbe oder zumindest ähnliche Arbeitszeit wie im Büro einhaltet, weil ihr diesen Rythmus gewöhnt seid. Auch vermeidet man so dass man immer alles nach hinten verschiebt und dann plötzlich nachts um eins E-Mails beantwortet.
  3. Organisation: … ist die halbe Miete. Und das gilt in fast jeder Lebenslage, finde ich. Am besten notiert ihr euch im Kalender eure wichtigsten Aufgaben und habt täglich eine To-Do-Liste, damit ihr nichts vergesst und nach dem Erledigen alles abhaken könnt. Im Home Office ist die Selbstorganisation einfach noch ein Stück weit wichtiger.
  4. Kreative Pause: Ohne kleine Pausen geht es nicht. Wenn die Kaffeepausen im Büro oder in der Bib gerade nicht mehr möglich sind, dann sollte man trotzdem nicht auf sie verzichten. Wenn wir schon Team Meetings online haben, wieso dann auch nicht Kaffepausen? Einfach einen Termin mit den Arbeitskollegen/innen ausmachen und dann eine gemeinsame Pause machen. Denn wenn man 8h durcharbeitet und nur eine kurze Mittagspause hat, besteht eine Wahrscheinlichkeit, dass die Konzentration nachlässt.
  5. Regelmäßige Team Meetings: Durch den Trend des mobilen Arbeiten gibt es inzwischen viele Kommunikationsmittel, denn Teamwork ist wichtig. Nicht nur für die professionelle Arbeit, sondern auch für das Wohlergehen im Beruf. Und wenn ihr bei den Meetings die Kamera an macht, damit euch eure Kollegen sehen, erleichtert das die Kommunikation und so wirken wir auch menschlicher.
  6. Dress to impress: Wer schon seit Monaten von Zuhause aus arbeitet, muss keine Arbeitskleidung mehr tragen. Aber daher sollte man nicht gleich im Pyjama arbeiten. Wenn ihr nach dem Aufstehen in eine andere Kleidung schlüpft, steigt eure Motivation automatisch.
  7. Move it: Durch das Home Office sparen wir die Fahrt in die Arbeit. Wie wäre es die Zeit für etwas Bewegung zu nutzen? Die Versuchung sich Zuhause zu wenig zu bewegen ist zu groß, daher sollten wir mit Sport entgegenwirken. Ob mit Videos in YouTube oder einen Spaziergang in der Mittagspause, ein wenig Bewegung schade nie.
  8. Ablenkung: Durch das unabhängige Arbeiten haben wir zwar viele Freiheiten, aber diese dürfen wir nicht überstrapazieren. Wenn wir von Zuhause aus arbeiten, müssen wir Ablenkungen widerstehen, um produtiv zu sein. Daher könnt ihr persönliche Regeln aufstellen, damit ihr euch zu 100% auf die Arbeit konzentrieren könnt, beispielsweise könnt ihr nach jeder Aufgabe, kurz aufstehen, euch dehnen oder wenn ihr einen Balkon/eine Terrasse habt, kurz frische Luft schnappen und dann weiterarbeiten. Oder ihr gebt euch ein paar Stunden selber Handyverbot, das kann auch sehr hilfreich sein.

Durch die digitale Vernetzung wird es immer einfacher, von Zuhause zu arbeiten. Diese Möglichkeit schenkt uns eine neugewonnene Flexibiliät und eine entspanntere Work-Life Balance. Das beweist, dass das Home Office viele Vorteile hat. Das Wichtigste ist die Selbstdisziplin und die Grenze zwischen Arbeit und Privatleben. Es ist nicht immer einfach, weil jetzt beides Zuhause stattfindet. Mit diesen Guidelines wird es aber einfacher sein, effektiver von Zuhause aus zu arbeiten. Seid ihr bereit?

 

Viel Erfolg,

Feven

 

 

Praktika im Studium: Pflicht oder Kür?

Praktika im Studium: Pflicht oder Kür?

Business, Baby? Bild: FemmeCurieuse / photocase.de

Neben Vorlesungen, Übungen und Tutorien sind Praktika ein fester Bestandteil des Studiums. Sie sind eine großartige Gelegenheit, um erste Kontakte zu potenziellen Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern herzustellen, Gelerntes praxisnah anwenden zu können und mögliche zukünftige Arbeitsbereiche auszuloten. Dennoch stehen Praktika immer wieder in der Kritik: Spätestens seit der Einführung des Mindestlohns schrecken immer mehr Unternehmen davor zurück, Praktikumsplätze zu vergeben, die keinen verpflichtenden Bestandteil des Studiums darstellen (und damit unvergütet sind). Stattdessen werden Praktikumsstellen auf drei Monate begrenzt oder gar nicht erst vergeben. Und das betrifft keineswegs ausschließlich die kleinen bzw. mittelständischen Unternehmen. Warum es trotzdem wichtig ist, sich einen (oder mehrere) gute Praktikumsplätze zu organisieren und wie ihr das am besten anstellt, erfahrt ihr im heutigen Beitrag.

Es war einmal …

Richtig bewerben fürs Praktikum.
Quelle: Pixabay.com

… eine Person, die die treffende Komposition „Generation Praktikum“ erfand, die in den Medien noch vor wenigen Jahren hohe Wellen schlug und vielerorts zitiert wurde. Sicher habt ihr bereits von diesem Begriff gehört. Er liefert(e) eine Beschreibung für die Beobachtung bestimmter Entwicklungen, die sich auf dem Arbeitsmarkt abspiel(t)en:

„Junge Akademiker überbrücken potentielle Lücken im Lebenslauf, indem sie eine Praktikantenstelle nach der anderen annehmen, obwohl sie eigentlich eine feste Anstellung suchen.“

„Einige Unternehmen nutzen Praktikantenverträge zur Minderung des mit Neueinstellungen verbundenen Risikos, da sie bei Praktikantenverträgen die gesetzlichen Auflagen zum Kündigungsschutz und Tarifverträge nicht umverhandeln müssen.“

„Manche Unternehmen missbrauchen hochqualifizierte Praktikanten und Hospitanten, beschäftigen sie unter- oder sogar unbezahlt, ohne Absicht, entsprechende Stellen im regulären Angestelltenverhältnis einzurichten.“ (Quelle: Wikipedia)

Kann mich mir das Praktikum leisten?
Quelle: Pixabay.com

Unter diesen Gesichtspunkten betrachtet mag das Praktikum vorrangig als eine unattraktive Pflichtleistung erscheinen, die zudem noch folgende Probleme aufwirft: Wer ein (unentgeltliches) Praktikum absolviert, kein oder kaum BAföG bezieht und/oder keine familiäre Unterstützung erhält, steht vor dem Problem, sich während dieser 3 bis 6 Monate dennoch irgendwie finanzieren zu müssen. Und obwohl der BAföG-Satz immer wieder angehoben wird, bedeutet dies noch lange nicht, dass jede/r Studierende auch bafögberechtigt ist.

Unter Umständen fallen u. a. doppelte Miete, Kosten für den öffentlichen Nahverkehr bzw. Benzinkosten für den Fahrtweg neben den Semesterbeiträgen an, die ebenfalls aus dem schmalen Studierendenbudget gestemmt werden müssen. Finanziell schlecht(er) aufgestellte Studierende werden somit in mehrfacher Hinsicht belastet, denn in der Regel sind Praktika vorgeschrieben. So viel vorab: Der Spagat zwischen finanziellen und studentischen Verpflichtungen ist schwer, aber nicht unmöglich.

Kommen wir nun aber zu den am häufigsten gestellten Fragen rund ums Praktikum.

Wie lange dauert ein Praktikum?

Wichtige Aspekte rund ums Praktikum.
Quelle: Pixabay.com

Das Wichtigste zuerst: Werft zunächst einen Blick in eure Prüfungsordnung, um die organisatorischen und prüfungsrelevanten Aspekte zu klären – und das im Idealfall, bevor ihr euch bewerbt! Je nach Universität und Studiengang kann das Praktikum mit einer Dauer von 4 bis 8 Wochen bzw. von 3 bis 6 Monaten veranschlagt sein.

Je nachdem lohnt es sich daher, in Absprache mit der Universität und dem jeweiligen Unternehmen die angesetzte Praktikumsdauer zu verkürzen bzw. zu verlängern, um auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen. Manche Unternehmen nehmen erst gar keine Praktikantinnen oder Praktikanten unter drei Monaten auf, weil sie berechtigterweise den Aufwand und die Kosten scheuen, den die Einarbeitung bedeuten: Kaum seid ihr halbwegs eingearbeitet und stellt eine Bereicherung für das Unternehmen dar, ist das Praktikum auch schon wieder um.

Ab welchem Semester sind Praktika sinnvoll und wann bewerbe ich mich?

Den Überblick behalten.
Quelle: Pixabay.com

Eine pauschale Antwort würde hier definitiv zu kurz greifen. Als Faustregel gilt: Ihr solltet ca. die Hälfte des Studiums bewältigt haben (das entspricht dem 3. oder 4. Semester), um euch genügend Wissen angeeignet zu haben, damit ihr die erworbenen Studieninhalte idealerweise mit Praxiserfahrung verknüpfen und sie entsprechend umsetzen könnt. Je nach Studiengang handelt es sich um reguläre Pflichtpraktika, freiwillige Praktika, Orientierungspraktika und/oder ganze Praxissemester.

Gut zu wissen: Einige Unternehmen legen von vorneherein fest, ab welchem Semster sie überhaupt erst Praktikantinnen und Praktikanten aufnehmen. Im Zweifelsfall: Beim Unternehmen anrufen und euch erkundigen!

Wann der beste Zeitpunkt zum Bewerben ist, lässt sich schwer sagen. Je nach Unternehmen (und Branche) benötigt ihr einen Vorlauf von ungefähr einem halben bis zu einem ganzen Jahr. Letzteres ist besonders dann der Fall, wenn es sich um begehrte Praktikumsstellen handelt. Je früher ihr euch darum kümmert, desto besser.

Wo finde ich einen Praktikumsplatz?

Im Grunde genommen überall. Natürlich lohnt es sich, die gängigen großen Jobportale abzugrasen. Auch das Stellenwerk Stuttgart verfügt über eine Praktikumsdatenbank. Mindestens ebenso gut – wenn nicht sogar besser – sind Praktikumsplätze, die unter der Hand vergeben werden bzw. über Empfehlungen laufen. Gerade in der Uni könnt ihr (den guten Draht zum/zur Dozierenden vorausgesetzt) nach Praktikumsstellen fragen und/oder euch vorschlagen lassen. Vor allem im Forschungsbereich werden Praktika häufig an die Studierenden vergeben, die bereits als wissenschaftliche Hilfskräfte positiv in Erscheinung getreten sind.

Eine gute Strategie: Teilt eurer Familie, euren Freunden, Freundinnen und Bekannten mit, dass ihr auf der Suche nach einem Praktikumsplatz seid. Ihr werdet überrascht sein, wie oft es vorkommt, dass ihr jemanden kennt, der/die jemanden kennt, der/die wiederum jemanden kennt, der/die eine Praktikumsstelle vermitteln kann. Offensiv sein lohnt sich!

Ausschreibung oder Initiativbewerbung?

Traumjob gesucht? Nicht ohne Praktikum!
Quelle: Pixabay.com

Ihr habt euch bereits stundenlang durch diverse Jobportale gewühlt, aber das Wunschpraktikum war noch nicht dabei. Kein Wunder, denn viele Stellen werden gar nicht erst ausgeschrieben. Auch hier gilt es, offensiv zu sein und beim Wunschunternehmen anzurufen, um euch nach einem möglichen Praktikum zu erkundigen. Manchmal gelingt es auf diese Weise sogar, Praktikumsplätze für künftige Studierende zu generieren und eine Praktikumsstruktur aufzubauen bzw. zu etablieren.

Wichtig ist natürlich, dass ihr nicht völlig planlos an die Sache herangeht, sondern von vorneherein deutlich macht, welchen Mehrwert ihr dem Unternehmen bringt. Eine gute Vorbereitung sowie aktuelle Informationen über das Unternehmen sowie seine Philosophie, Umsatzzahlen etc. einzuholen, ist obligatorisch!

Reicht ein Praktikum?

Klares Jein, wobei das Nein überwiegt. Sobald ihr das Pflichtpraktikum absolviert habt, kann es jedoch unter Umständen schwierig werden, ein weiteres Praktikum anzugehen, da viele Unternehmen exklusiv nur Pflichtpraktika vergeben, die in der Regel unvergütet sind. Vorgesehen ist in den meisten Studiengängen jedoch nur ein einziges Praktikum. Alle Informationen hierzu findet ihr grundsätzlich in eurer Prüfungsordnung.

Ist allerdings mehr als ein Praktikum möglich bzw. vorgesehen, solltet ihr euch definitiv überlegen, entweder ein weiteres zu absolvieren oder euer bisheriges zu verlängern. Die Vorteile eines längeren oder zweier unterschiedlicher Praktika liegen auf der der Hand: Ihr könnt entweder in verschiedene Bereiche hineinschnuppern oder euch im Gegenteil stärker spezialisieren. Und wenn ihr zudem einen bleibenden positiven Eindruck hinterlassen habt, kennt ihr womöglich bereits eure/n zukünftige/n Arbeitgeberin bzw. -geber!

Praktikum im In- oder Ausland?

Schwierig zu beantworten, weil auch hier viele Faktoren eine Rolle spielen. Ob ihr euer Praktikum in Deutschland oder im Ausland macht, hängt zum Beispiel auch von eurem Studiengang ab. In einigen Studiengänge etwa ist es in der Prüfungsordnung verankert, dass ihr das Praktikum im Ausland absolvieren müsst.

Natürlich ist es auch eine Frage eurer Finanzen bzw. der Finanzierung. Wirft das Praktikum genug Geld ab? Wie sieht es mit den laufenden Kosten aus? Könnt ihr ein gleichwertiges Praktikum auch im Inland absolvieren oder muss es zwangsläufig das Praktikum abroad sein? Eine sorgfältige Planung ist hier das A und O. Ihr seht also, wie realisierbar es ist, hängt stark von eurer persönlichen Situation ab.

Wie kann ich mein Praktikum finanzieren?

Wenn das Geld mal wieder nicht vom Himmel fällt.
Quelle: Pixabay.com

Der beste Tipp lautet hier: Sucht euch ein bezahltes Praktikum! Doch das ist wesentlich leichter gesagt als getan, weil es davon abhängt, was ihr letztendlich studiert und wie geläufig bezahlte Praktika in diesem Bereich sind. Gerade der soziale Sektor ist beispielsweise nicht gerade dafür bekannt, bezahlte Praktikumsplätze zu vergeben.

Im Idealfall gelingt es euch, einen kleineren Betrag anzusparen, den ihr fürs Praktikum beiseite legt. Womöglich greifen euch auch eure Eltern unter die Arme. Unter Umständen kommt auch die Aufnahme eines Kredits infrage, allerdings sollte das gut überlegt sein.

Besser wäre es, wenn ihr euch mit dem Unternehmen zumindest auf eine Übernahme der Fahrtkosten einigen könnt, wenn sie eine Vergütung ausschließen. Informiert euch allerdings zusätzlich, ob ihr nicht doch mindestlohnberechtigt seid – manche Unternehmen sind diesbezüglich entweder nicht ausreichend informiert oder versuchen pauschal, gerechtfertigte Bezahlungen zu umgehen.

Leider sind viele Unternehmen auch heute noch weit davon entfernt, nur noch bezahlte Praktikumsplätze zu vergeben, aber eine Besserung scheint zumindest langfristig in Sicht.

Weiterführende Informationen rund um das Praktikum an der Universität Stuttgart findet ihr unter diesem Link: Praktikum. Eine Übersicht zu den Praktikumsrichtlinien der einzelnen Studiengänge an der Universität Stuttgart findet ihr hier. Und zu guter Letzt: Wenn ihr konkrete Ansprechpersonen sucht, wendet euch an das Praktikantenamt eures Studiengangs.

Alles Gute für die Praktikumsbewerbungen!

Romy

Quellen: Zeit.de, FR.de, BMAS.de, Wikipedia.com

Semesterferien: Oh du fröhliche, vorlesungsfreie Zeit?

Semesterferien: Oh du fröhliche, vorlesungsfreie Zeit?

 

Semesterferien und Weihnachten – was gibt es Schöneres?
Quelle: Pixabay.com

Da ist sie wieder, die liebe Vorweihnachtszeit. Das Semester ist halb überstanden! Semesterferien und Weihnachten fallen zusammen, Heimatbesuche sind fest eingeplant. Alte Freundschaften wiederbeleben, schmausen und die Seele baumeln lassen ist alles, wonach den meisten der Sinn steht. Und wann geht das besser, als zum Jahreswechsel? Eine kurze Verschnaufpause vor der Klausurenphase scheint also genau richtig. Aber: Was ist jetzt wirklich sinnvoller… einfach mal fünf gerade sein lassen – oder lieber am Ball bleiben und die Zeit zum Vor- bzw. Nachbereiten nutzen? Im heutigen Beitrag teile ich meine Gedanken mit euch und verrate, womit ich mich motiviere. 

 

Oh du fröhliche, vorlesungsfreie Zeit

Der große Vorteil – und gleichzeitige Nachteil – des Wintersemesters ist die Tatsache, dass an den meisten Universitäten zwischen Weihnachten und kurz nach dem Jahreswechsel vorlesungsfreie Zeit herrscht.

An  einigen Unis bedeutet das gerade mal eine Woche, an anderen anderthalb und manche haben sogar bis zu 2 Wochen am Stück frei. An der Universität Stuttgart betrifft das den Zeitraum vom Samstag, den 22. Dezember 2018 bis Sonntag, den 6. Januar 2019.

Aber auch diese Zeit wird in der Regel von Dozierenden nicht als Freizeit angesehen, sondern als eine Gelegenheit, sich intensiver mit dem Vorlesungsstoff zu befassen, Übungen durchzuführen und/oder Lücken aufzuarbeiten bzw. zu schließen. Was also tun? Dem Nichtstun frönen oder noch einmal voll durchstarten, während der Rest der Welt das Gegenteil zu tun scheint?

Erst Lernstand checken, dann Koffer packen

Bevor ihr der Uni den Rücken zukehrt, die Lernunterlagen in die Ecke pfeffert, euren Koffer (oder Rucksack) packt und euch schleunigst per Bus, Bahn oder Auto auf den Weg in die ferne (oder nahe) Heimat verabschiedet, solltet ihr einen kurzen Moment innehalten und eine ehrliche Bestandsaufnahme machen. Auf diese Weise erspart ihr euch eine Menge Stress im neuen Jahr.

Voll im Stress!
Quelle: Pixabay.com

Wie seid ihr bislang im Semester mit dem Vorlesungsstoff, den Übungen und Tutorien zurechtgekommen? Könnt ihr euch den Luxus, einfach gar nichts zu tun, überhaupt leisten? Dabei können euch folgende Fragen helfen:

  • Habe ich Vorlesungen und Übungen versäumt, die es spätestens für die Klausurvorbereitung nachzuarbeiten gilt?
  • Komme ich mit dem Vorlesungsstoff grundsätzlich zurecht?
  • Muss ich Übungsaufgaben, Essays und/oder Kurzseminararbeiten nach der Winterpause einreichen?
  • Ist der Lernstoff bis zum Beginn der Klausurenphase bewältigbar, wenn ich über die vorlesungsfreie Zeit nichts tue?
  • Wie viel neuer Lernstoff kommt nach Neujahr noch hinzu?
  • Wo stehe ich lerntechnisch gerade?

So banal euch die Fragen erscheinen mögen, so sehr neigen wir doch alle dazu, unserer inneren Stimme zu folgen, die uns gerne einflüstert, dass nach Neujahr noch genug Zeit ist. Und wer weiß, womöglich hat sie sogar recht. Das wisst aber nur dann mit Sicherheit, wenn ihr euch tatsächlich mit der unbequemen Frage auseinandersetzt, ob Nichtstun in eurer Situation wirklich angebracht ist.

Je nachdem, wie eure Antworten ausfallen, könnt ihr euch anschließend bewusst für das eine oder andere entscheiden. Wozu bewusst? So könnt ihr einem notorisch schlechten Gewissen vorbeugen, statt euch im Hintergrund mit der Frage zu plagen, ob ihr nicht doch besser mehr getan hättet, als ihr noch die Zeit dazu hattet.

Kein böses Erwachen

Ein Kater der etwas anderen Art.
Quelle: Pixabay.com

Aber hey, es sind schließlich Feiertage! So verlockend es auch sein mag, nichts, aber auch wirklich gar nichts zu tun, das böse Erwachen kommt spätestens am 2. Januar, zumindest war das meine persönliche Erfahrung.

Die Zeit zwischen den Feiertagen zerrinnt unbemerkt zwischen den Fingern und ehe wir es uns versehen, sind die Festtage vorbei, untergegangen in Familien- und Freundesbesuchen, Filmsessions, langen Partynächten und/oder einem Kurzurlaub.

Was zurückbleibt ist das Gefühl, das einem verspäteten Silvesterkater ähnelt: Ein schaler Nachgeschmack, ein nagendes schlechtes Gewissen und lähmende Kopfschmerzen bei dem Gedanken an die knappe Zeit bis zu den Klausuren. Kein schönes Gefühl. Wirklich nicht.

Sparflammenmodus: An!

Um es gar nicht erst so weit kommen zu lassen, möchte ich euch den sogenannten Sparflammenmodus ans Herz legen. Dieser ist keine Neuerfindung und ebenso wenig neumodischer Schnickschnack, sondern folgt einer simplen Regel: Es dem Gewohnheitstier in uns so leicht wie möglich machen.

Hier ein Beispiel zur Veranschaulichung: Wir alle betreiben tagtäglich Hygiene in der einen oder anderen Weise (spätestens dann, wenn wir uns in die Öffentlichkeit begeben). Der Aufwand mag sich nach Anlass und Gelegenheit unterscheiden, aber das Minimum – wie die Zähne zu putzen und das Gesicht zu waschen – halten die meisten Menschen auch in stressigen Phasen ein.

Alles auf Sparflamme.
Quelle: Pixabay.com

Wenden wir das nun auf unsere Lernroutine an, so bedeutet das Folgendes: Statt stundenlanger Lernsessions und/oder Vor- bzw. Nachbereitungen nehmt ihr euch einen Zeitraum von 5 bis 15 Minuten täglich vor, den ihr ausschließlich dem Studium widmet. Sei es, um Vorlesungen nachzubereiten und Lücken zu schließen, sei es um bereits für die Klausuren zu lernen. Wichtig ist nur, dass ihr am Ball bleibt und euch trotz zahlreicher Ablenkungen diesen kleinen Zeitraum freischaufelt, um im (Lern-) Fluss zu bleiben. Sich nach einiger völligen Lernabstinenz wieder zum Lernen aufzuraffen erfordert erheblich mehr Energie, als kontinuierlich und konsequent jeden Tag ein wenig zu tun. Ihr wisst schon, steter Tropfen höhlt den Stein (der Unwissenheit).

Wenn es dann an einem oder zwei Tagen doch nicht klappen sollte, ist das kein Beinbruch, denn ihr habt immer noch mehr getan, als wenn ihr euch fürs Nichtstun entschieden hättet. Und darauf kommt es an! Ein bisschen ist immer noch besser als gar nichts.

Ab in die wohlverdiente Pause

Ein kleiner Nachtrag für diejenigen unter uns, die genau das Gegenteil von Faulenzen und Prokrastination betreiben: Das ganze Semester durchzupowern mag für einige Semester funktionieren, aber irgendwann erreicht ihr den Punkt, an dem ihr ausgebrannt seid. Wortwörtlich: Ausgebrannt. Leer. Erschöpft.

Weihnachtlicher Genuss.
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Deshalb gönnt euch einige Tage Auszeit, nehmt bewusst weder Laptop noch Buch oder Lernmaterialien in die Hand, sondern erholt euch – körperlich wie geistig. Euer Körper wird es euch danken, und selbstverständlich auch euer Gehirn.

Wir benötigen beides, Zeiten, in denen wir Energie in Projekte investieren, aber ebenso auch Zeiten, in denen wir uns wieder regenerieren.

In diesem Sinne, frohe Festtage, gemäßigtes Lernen und einen guten Rutsch!

Romy

 

Weil der erste Eindruck zählt – Bewerbung mit Motivationsschreiben

Weil der erste Eindruck zählt – Bewerbung mit Motivationsschreiben


Quelle: Pixabay.com

Bewerben, bewerben und nochmal bewerben. Ob vor, während oder nach dem Studium: Bewerbungen begleiten uns – vor allem in den jungen Jahren – fast das ganze Leben. Hier lest ihr, wie ihr mithilfe eines Motivationsschreiben punkten könnt.

„Hiermit bewerbe ich mich für die Stelle…“ Eine klassische Bewerbung beinhaltet ein Standard-Anschreiben mit Lebenslauf und Zeugnis. Das reicht doch, oder? Wieso dann also noch ein Motivationsschreiben?

Die oder der Personalverantwortliche, bekommt eine Bewerbung auf den Tisch: Innerhalb höchstens einer Minute entscheidet er oder sie, ob es sich lohnt die ganze Bewerbung zu lesen und im weiteren Schritt dann auch, ob Du zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wirst. Hast Du einen 0815-Text oder einfach insgesamt eine Standardbewerbungen eingereicht, verringerst Du Deine Chance deutlich.

Ich habe gute Erfahrungen damit gemacht, freiwillig ein Motivationsschreiben zu verfassen und beizulegen. Diesen Tipp gebe ich gerne weiter und daher habe ich die wichtigsten Fragen rund um das Thema Motivationsschreiben hier zusammengefasst.

Was ist ein Motivationsschreiben?

Ein Motivationsschreiben wird oft als die dritte Seite einer Bewerbung gezeichnet.

Ein Motivationsschreiben kann eure Bewerbung retten. Quelle: Unsplash

Der Inhalt basiert auf Schwerpunkte in eurem Werdegang. Während ein Anschreiben eure beruflichen Stärken präsentiert, wird bei einem Motivationsschreiben der Fokus auf eure persönlichen Stärken gesetzt. Hier hast Du sozusagen eine Extra-Chance deine Fähigkeiten darzustellen.

Wieso ein Motivationsschreiben? 

Hierfür gibt es einige Gründe.

  1. Großes Unternehmen: Gerade große Unternehmen erhalten unzählige Bewerbungen. Um in der großen Masse nicht unterzugehen, bietet sich ein Schreiben an. Ein Schreiben ist besonderes dann sinnvoll, wenn ihr wisst, dass sich viele für die Stelle bewerben werden. Also müsst ihr erklären, wieso ihr euch für dieses Unternehmen entschieden hat und könnt Bezug dazu nehmen.
  2. Kokurrenz: Wenn es etwas gibt, dass euch von anderen abhebt, kann ein Motivationsschreiben ausschlaggebend sein. Was habt ihr, was andere Bewerber nicht haben? Und wie könnt ihr es einsetzen, damit das Unternehmen davon profitiert?
  3. Ausland: Ein Letter of motivation ist für ein Auslandsstudium– oder Stipendium oftmals Pflicht. Hier müsst ihr eure Gründe für das Ausland und den Studiengang aufzählen. Wieso gerade diese Stadt? Oder genau dieser Master? Bei einem Stipendium solltet ihr aufzeigen, wieso ihr gefördert werden solltet. Welche schulischen Preise habt ihr gewonnen?

    Mit einem Motivationsschreiben zum Ziel. Quelle: Unsplash
  4. Details: Ein normales Anschreiben stellt den ersten Eindruck dar. Wir versuchen so individuell wie möglich zu klingen, obwohl in Theorie die meisten Anschreiben sich ziemlich ähneln, zu lang oder schlecht geschrieben sind. Um dies zu verhindern und einen guten ersten Eindruck zu hinterlassen, eignet sich ein Motivationsschreiben. Am besten eines, in dem Du originell, vielleicht etwas von der Norm abweichend die wichtigen Stellen in deiner Vita genauer beleuchtest.
  5. Fehlender Beruf: Nach dem Studium haben wir meistens viel Theorie, aber leider zu wenig Praxis auf dem „Lebenslaufkonto“. Wenn die in der Stellenausschreibung eingeforderte Berufserfahrung fehlt, kannst Du im Motivationsschreiben Punkte aus Deinem Hobby-Leben hervorheben, die Dich für die Stelle qualifizieren..
  6. Initiativbewerbungen: Wenn ihr bei eurem Traumunternehmen keine freie Stellenausschreibung findet, könnt ihr euch initiativ bewerben. Ein Motivationsschreiben verbessert eure Chance.

Was unterscheidet ein Anschreiben von einem Motivationsschreiben?

Ein Motivationsschreiben …

  1. ist persönlicher und behinhaltet mehr Motivationsfaktoren
  2. kann eure Hobbys und Interessen beinhalten
  3. hat Platz, um über eure Ehrenämter zu reden
  4. setzt Schwerpunkte und geht über Fakten hinaus
  5. zieht einen Bezug zur Stelle

Der wesentliche Unterschied liegt beim Fokus des Inhaltes. Bei einem Anschreiben geht es um die Frage, wieso ihr die Stelle wollt, während bei einem Motivationsschreiben, wieso ihr der richtige Kandidat seid.

Wie verfasst man ein Motivationsschreiben?

  1. Interesse und Motivation: Mit einem Motivationsschreiben zeigt ihr am Unternehmen ein hohes Interesse, Fachliche Qualifikation, persönliche und berufliche Kompetenzen. Am besten anhand von Beispielen. Natürlich zählen hier auch eure Gründe der Motvation, warum ihr es machen wollt. Warum und wieso seid ihr geeignet?
  2. Berufliche Ziele: In einem Schreiben müssen eure Intentionen klar werden. Ihr solltet klar und deutlich argumentieren, was ihr wollt und wieso ihr euch gerade dieses Unternehmen oder Uni ausgesucht habt.
  3. Soft skills: Heutzutage zählt nicht nur Theorie. Soft skills gehören auch zum A&O einer Bewerbung, die ihr beispielsweise an der Uni Stuttgart durch Schlüsselqualifikationen erworben habt.
  4. Form: Die Form eines Motivationsschreiben gleicht die eines Anschreiben. (Datum, Empfänger- und Absendeadresse sowie eine Unterschrift). Das Schreiben sollte nicht länger als eine Seite sein.
  5. Kreavtivität: Bei einem Motivationsschreiben könnt ihr den ersten Satz als kreativeren Einstieg nutzen. Hier ist Individualität gefragt. Ihr wollt ja keine 0-8-50- Bewerbung und gut auffallen, um zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden.
  6. Erfahrungen: Besonders Erfahrung im In -oder Ausland oder ausserschulische Aktivitäten. Mit diesen Extras könnt ihr punkten und zeigen, dass ihr die Anforderungen mitbringt, die benötigt werden.
  7. Korrektur lesen: Wie auch beim Anschreiben und Lebenslauf muss ein Motivationsschreiben naturlich von einer zweiten Person durchgelesen und gegebenfalls verbessert werden. Wichtig ist, dass ihr Wiederholungen im Anschreiben und Motivationsschreiben vermeiden müsst. Keine reine Aufzählung von Stärken oder Erfahrungen, ohne Bezug zum Unternehmen oder Beispiele.

Fazit

Ein Motivationsschreiben ist sehr nützlich. Gerade bei einer begehrten Stelle wird es zahlreiche Bewerber geben. Da eignet sich ein Motivationsschreiben, um positiv aufzufallen. Mit einem guten Motivationsschreiben bleibt ihr nicht lange arbeitssuchend. Grundsätzlich gilt aber, ein Motivationschreiben immer nur dann, wenn es einen Mehrwert liefert. Schließlich ist der Zweck einer Bewerbung zu zeigen, dass ihr der richtige Kandidat seid und einen guten ersten Eindruck hinterlaesst. Viel Erfolg! 🙂

 

Feven

Berufsbegleitend studieren mit der Master: Online-Akademie

Berufsbegleitend studieren mit der Master: Online-Akademie

Berufsbegleitendes Studium mit der Master: Online-Akademie
Quelle: innovative-entrepreneurship.de

Arbeiten und Studieren in einem? Das ist bislang oft nur aus dualen Studiengängen bekannt, bei denen sich Theorie- und Praxisphasen abwechseln und aufgrund der räumlichen Distanz in der Regel zwei Wohnsitze erforderlich machen. Das Konzept der Master: Online-Akademie hingegen ermöglicht es Studierenden, beides miteinander zu verknüpfen: Beruf und Studium – und zwar parallel, nicht nacheinander. Wie das im Einzelnen funktionieren soll, erfahrt ihr im Interview mit dem Geschäftsführer Herrn Dr.-Ing. Ulrich Eggert der Master: Online-Akademie.

Studieren im digitalen Zeitalter: Jederzeit, ohne lästige Anwesenheitspflicht und bequem von zu Hause aus. Klingt utopisch und zu gut, um wahr zu sein? Nun, nicht ganz. Zumindest dann nicht, wenn ihr euch für ein berufsbegleitendes Studium entscheidet, wie es beispielsweise das Angebot der Master: Online-Akademie ermöglicht.

Wieso eigentlich Fern- oder berufsbegleitendes Studium?

Doch warum sollte man sich überhaupt für ein Fern- oder berufsbegleitendes Studium interessieren? Wo liegen die Vorteile gegenüber einem regulären Präsenzstudium? Die Schlagworte lauten Flexibilität, Wissenserweiterung und lebenslanges Lernen. Anwesenheitspflichten existieren nur in einem geringen Umfang, da das Studium weitgehend ortsunabhängig stattfindet und somit damit der Vereinbarkeit von Studium und Beruf eher entgegenkommt.

Man kann nicht nur in seinem eigenen Tempo studieren, sondern profitiert zeitgleich auch von der Erfahrung, im virtuellen Hörsaal Erlerntes unmittelbar und praxisnah in seinen Beruf einbringen zu können. Dieser Aspekt ist besonders für bereits im Berufsleben stehende Bachelor-Absolventinnen und Bachelor-Absolventen von Bedeutung: Anstelle den Arbeitsplatz endgültig gegen einen Hörsaal einzutauschen, wird der Master berufsbegleitend absolviert – und zwar oft mit Unterstützung des Unternehmens. Eine Win-win-Situation also.

Aber auch weniger karriereorientierte Gründe können die Entscheidung gegen ein Präsenzstudium beeinflussen: Die Pflege nahestehender Angehöriger, eigene (chronische) Erkrankungen, die Kindererziehung im Studium und/oder die Notwendigkeit eines oder mehrerer Nebenjobs zur Finanzierung desselben.

Im Interview mit Herrn Dr. Ulrich Eggert, Geschäftsführer der Master: Online-Akademie

Ulrich Eggert, Geschäftsführer der Master: Online-Akademie
Was unterscheidet die „Master: Online-Akademie“ von anderen universitären Anbietern? Was ist ihr „Alleinstellungsmerkmal“?

Eggert: Bei der Organisationsform geht es weniger um die Alleinstellung (Universitäten und Hochschulen sowie private Anbieter haben sehr verschiedene Formen, die sich an den Bedarfen der jeweiligen Hochschule ausrichten). Und was die Angebote betrifft, spiegeln diese in etwa das Profil der Universität wider. Dabei geben wir die Möglichkeit eines sog. ‚Blended Learning‘ (80% online, 20% Präsenzstudium), was die zeitliche und örtliche Souveränität der Studierenden vergrößert. Lediglich im Bereich der Architektur wird Weiterbildung in Präsenz angeboten – weil es die Studierenden so möchten! Neben der Universität Freiburg hat Stuttgart die meisten weiterbildenden Studiengänge in Baden-Württemberg im Angebot (soweit das als Alleinstellung gelten kann).

Wie sieht das Geschlechterverhältnis in den Studiengängen der „Master: Online-Akademie“ aus? Wird daran gearbeitet, mehr Frauen für die Masterstudiengänge zu gewinnen und wenn ja, wie erfolgt die Umsetzung?

Eggert: Ähnlich wie in grundständigen Studiengängen, ist der Anteil weiblicher Studierender eher gering. Wobei das Verhältnis in der Weiterbildung etwas ausgeglichener ist. Je nach Studiengang aber sehr variierend: Integrierte Gerontologie > 50% Frauen, Logistikmanagement ~ 20%, die anderen zwischen diesen Werten.

Wie sehen die Abschlussstatistiken hinsichtlich Absolventinnen und Absolventen aus? Wie viel Prozent der Masterstudierenden erwerben tatsächlich ihren Masterabschluss?
Studiengänge für alle Geschlechter.
Quelle: Pixabay.com

Eggert: Den Abschluss erwerben nahezu alle Studierenden! – Aufgrund der Tatsache, dass die Studiengänge gebührenpflichtig sind, eine sehr intensive Betreuung stattfindet, und berufsbegleitend Studierende sich sehr genau überlegen, was sie leisten können, kommt es so gut wie nie zu Abbrüchen.

Wie wird das Qualitätsmanagement umgesetzt (Zufriedenheit der Studierenden mit den Studienbedingungen, Ausstattungs-Aspekte und Service-Angebote)?

Eggert: Als Teil einer systemakkreditierten Universität gelten sämtliche Maßnahmen der Qualitätssicherung auch für die weiterbildenden Studiengänge. Dabei sind die Rückmeldungen kontinuierlich sehr gut. Auch die Reviews der Akkreditierungsgremien bestätigen die gute Arbeit.

Wie sieht die Vernetzung zwischen der „Master: Online-Akademie“ und Firmen/Unternehmen zum einen im Allgemeinen und zum anderen als konkrete Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber der Masterstudierenden aus?

Eggert: Hier ist keine pauschale Antwort möglich, da je nach Studienfach sehr unterschiedliche Gegebenheiten (Selbständige, Firmenangehörige, WiedereinsteigerInnen, …) vorliegen. Immer mehr ist zu beobachten, dass Firmen die Weiterbildung zeitlich oder finanziell unterstützen. Darüber hinaus ist die Akademie in Kontakt mit Firmennetzwerken, dem Bildungswerk des Arbeitgeberverbands Südwestmetall und anderen.

Auch wenn das Studium berufsbegleitend angeboten wird, besteht sicherlich ein Interesse daran, Unternehmen dafür zu gewinnen, ihre Angestellten entsprechend zu fördern (finanziell, zeitlich etc.). Oder greift hier das universitäre Selbstverständnis der Universität als ein Ort der Forschung und Lehre ohne Berücksichtigung der anschließenden beruflichen Umsetzung?

Eggert: Die Weiterbildung erfolgt mit dem Fokus auf Bedürfnisse der Studierenden. Da diese im Berufsleben stehen, werden Inhalte entsprechend vermittelt und haben entsprechenden Bezug zur Praxis. Die Lehrenden schätzen zudem den Austausch mit der Praxis. Die letztendlich erlangten Kompetenzen entsprechen dann allerdings denen eines grundständigen Studiums, so dass der Master-Abschluss genauso zur Promotion berechtigt und entsprechende Kenntnisse und Fähigkeiten voraussetzt.

Wie sehen die Möglichkeiten für Studierende aus, die eine Promotion anstreben? Inwieweit unterstützt die „Master: Online-Akademie“ ihre Absolventinnen und Absolventen dabei, zu promovieren? Und wie viele Absolventinnen und Absolventen promovieren tatsächlich?
Master: Online Logistikmanagement
Quelle: uni-stuttgart.de

Eggert: Diese Daten liegen nicht vor – es dürften auch nicht allzu viele sein, die die wissenschaftliche Karriere anstreben. Wenn dieser Wunsch besteht, unterstützen wir soweit möglich. Allerdings setzt eine Promotion immer die Betreuung durch eine Professorin oder einen Professor eines Instituts voraus, den die Promotionswilligen meist bereits kennen bzw. gefunden haben.

Wie steht die „Master: Online-Akademie“ zur Einführung von (Online-/Präsenz-) Mentorinnen und Mentoren, die interessierte Studierende bis zur Entscheidung für einen Studiengang der „Master: Online-Akademie“ begleiten? Es kann durchaus hilfreich sein, Kontakte zu fortgeschrittenen Semestern aka Mentorinnen und Mentoren zu knüpfen, die ihrerseits ihre Erfahrungen weitergeben können und so dazu beitragen, dass Studierende ihr Studium tatsächlich beenden.

Eggert: Diese Funktion (eher Beratung als Mentoring) erfüllen die Kolleginnen und Kollegen des jeweiligen Studiengangsmanagements. Sie kümmern sich um Interessierte ab dem Zeitpunkt der ersten Kontaktaufnahme und präsentieren den jeweiligen Studiengang auch bei Veranstaltungen, Messen, …

Das Nicht-Beenden kennen wir im Prinzip nicht. Dazu ist die fachliche und überfachliche Betreuung durch das Studiengangsmanagement zu intensiv. Sollte sich zeigen, dass jemand zeitlich oder inhaltlich überfordert wäre, wird in der Regel vereinbart, zunächst nur ein oder zwei Einzelmodule im Rahmen eines sog. Kontaktstudiums zu belegen und so zu sehen, ob ein berufsbegleitendes Studium der geeignete Weg ist.

Master: Online Bauphysik
Quelle: uni-stuttgart.de
Was möchten Sie persönlich Interessierten, Bewerberinnen und Bewerbern an der „Master: Online-Akademie“ mit auf den Weg geben?

Eggert: Dass lebenslanges Lernen kein Schlagwort ist, sondern gelebte Kultur. Sei es in Form eines ganzen Studiengangs oder auch in kleinen, speziell ausgewählten Maßnahmen. Die Kunst dabei ist, aus der Vielzahl der Angebote das Passende zu finden.

Folgende Master-Studiengänge werden derzeit angeboten:

Drei Fragen an Herrn Dr. Eggert: 

 

Weitere Informationen zur Master: Online-Akademie findet ihr hier. Und falls ihr euch persönlich beraten lasst wollt: Kontakt. Für eine direkte Bewerbung hilft euch dieser Link weiter.

Alles Gute für euer Studium!

Romy