Traum oder Alptraum? Studieren in Zeiten von Corona

Felix Röttgermann studiert Französisch und Sport auf Lehramt.
Felix Röttgermann studiert Französisch und Sport auf Lehramt – derzeit von Zuhause aus.

Auf Grund der aktuellen Corona-Krise steht unser Leben Kopf. Die Geschäfte haben geschlossen, Restaurants sind zu und sogar der Unistart wurde um zwei Wochen verschoben. Jetzt stehen wir alle vor der Herausforderung von zu Hause aus unser Studium oder unsere Arbeit zu organisieren. In diesem Blogbeitrag berichten zwei Studierende der Uni Stuttgart wie sie die ersten Tage im Homeoffice erlebt haben, und wo ganz besondere Herausforderungen lagen.

Felix Röttgermann, studiert Französisch und Sport:

„Nach einer Woche Vorlesungen und Seminare wurde schnell deutlich, dass das gar nicht so einfach ist. Entweder bricht das Netz zusammen und das geplante Meeting fällt somit ins Wasser oder unsere Dozenten machen es sich eher einfach und laden ohne jeglichen Kommentar oder Anmerkung ihre Folien ins Netz. Dadurch ist es schwierig, den Stoff nachzuvollziehen und manch einer ist kurz vor dem Verzweifeln. Trotz allem hat die erste Woche im Homeoffice auch positives mit sich gebracht. Ich selber studiere Französisch und Sport auf Lehramt und viele Dozenten geben sich wirklich viel Mühe uns zu unterstützen. Es gibt viele Meetings in Kleingruppen, in denen ich im Moment das Gefühle habe deutlich mehr als im normalen Studienbetrieb zu lernen. Außerdem haben wir viele Videos mit guten Erläuterungen bekommen. Nur mein Sportstudium gestaltet sich eher schwierig…Veranstaltungen wie Schwimmen oder Volleyball können leider schlecht zu Hause am Schreibtisch abgehalten werden. (wenn ihr das Bild meines Arbeitsplatzes anschaut, muss man leider lange nach Schwimmbrille und Badehose suchen…). Ich habe schnell gemerkt, dass Organisation und Selbstdisziplin dieses Semester noch wichtiger als normalerweise sind. Ich versuche auch zu Hause meinen Stundenplan zu verfolgen und nichts auf die nächste Woche aufzuschieben. Da für mich im Moment fast zwei Stunden Fahrtweg am Tag wegfallen, kann ich sogar einen zusätzlichen Sprachkurs belegen. Studieren am eigenen Schreibtisch bringt mir also auch Vorteile!“

Ronja Rippel, studiert Kunstgeschichte und Germanistik:

„Bei mir teilen sich die Lehrveranstaltungen in synchrone und asynchrone Veranstaltungen auf. Die synchronen finden bei mir in Form eines Webex-Meetings statt, bei dem wir uns mit dem Dozenten austauschen, was bisher auch immer gut geklappt hat. Bei den anderen Veranstaltungen stellen meine Dozenten Videos oder Texte in Ilias und wir können selbst entscheiden wann wir uns das Video anschauen, was sehr praktisch ist, da man sich alles im persönlichen Tempo anhören kann und ggf. zurückspulen kann. Die Seminare laufen bei uns anders als normal ab, beispielsweise fallen die Referate weg, da die Bibliotheken nicht offen haben und wir daher nicht recherchieren können. Es gibt natürlich noch viele Unklarheiten, zum Beispiel wie und wann Klausuren stattfinden können oder wann wir wieder in den Bibliotheken für unsere Hausarbeiten arbeiten können, aber ich denke, dass wird sich in den nächsten Wochen hoffentlich klären.“

 

 

 

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