Barkeeper mixt auf dem Campus Beach Cocktails

Campus Beach, Kalender und Partys: Das ist stuvus

Im Interview erzählt Isabell, warum sie bei der Studierendenvertretung stuvus mitmacht und warum alle Studierenden von stuvus profitieren.

Als Studentin oder Student an der Uni Stuttgart profitieren wir jeden Tag, egal ob bewusst oder unbewusst, von der Arbeit der Studierendenvertretung, kurz stuvus. Egal, ob wir uns Notizen in unseren Studikalender machen, den Campusfalken lesen oder die neuen Menstruationsprodukte auf den Toiletten benutzen…das alles haben wir stuvus zu verdanken!

Isabell studiert Englisch und Geschichte auf Lehramt und wirkt seit 2019 aktiv bei stuvus mit. Hierbei übernimmt sie die Öffentlichkeitsarbeit und ist Vorstandsbeisitzerin und Mitglied des Studierendenparlaments. In folgendem Interview stellt sie uns stuvus ein bisschen besser vor. Wusstest du zum Beispiel, dass wir als Studierende alle ganz automatisch Mitglied bei stuvus sind?

Hallo liebe Isabel! Erzähl doch mal, warum hast du dich dazu entschieden, bei stuvus mitzumachen?

Campus Beach 2018

Isabell: Ganz zu Beginn bin ich über die UNO 2019 bei stuvus gelandet. Ich fand es cool, eine Party mit zu organisieren. Danach sind mir einige Dinge aufgefallen, die mich an stuvus gestört haben, wie zum Beispiel die zu diesem Zeitpunkt eher fehlende Repräsentation der Stadtmitte. Da ich mich nicht nur beschweren, sondern auch etwas ändern wollte, bin ich dann aktiver geworden und habe einige Ämter übernommen.

Wer seid ihr? Also wie setzt sich stuvus zusammen und wer kann mitmachen?

Isabell: Alle Studierenden sind automatisch Mitglied der Studierendenvertretung. Natürlich sind nicht alle Studierenden auch bei uns aktiv, aber die stuvus-Aktiven kommen aus fast allen Studiengängen. Wir sind auch offen für alle! Nur bei einem Bereich von uns gibt es Einschränkungen: Die Fachgruppen sind nach Studiengängen sortiert, sodass man nicht einfach Mitglied einer anderen Fachgruppe werden kann, ohne den Studiengang zu wechseln.

stuvus besteht aus verschiedenen Bereichen. Die Fachgruppen sind dezentral angeordnet. Sie kümmern sich vor allem um Belange auf Studiengangsebene. Zentral gibt es neben dem Vorstand auch Referate, die sich mit verschiedenen Themen wie Veranstaltungen, Nachhaltigkeit und Öffentlichkeitsarbeit beschäftigen, und Arbeitskreise wie zum Beispiel den AK Campus Beach, der in nicht-Pandemie-Jahren im Sommer eine Strandbar auf dem Campus Vaihingen veranstaltet. Der Akademische Studierendenrat beschäftigt sich mit Themen der Lehre.

Einmal im Jahr, üblicherweise im Sommer, dürfen alle Studierenden die studentischen Vertretungen im Senat und in den Fakultätsräten sowie das gesamte Studierendenparlament wählen. Das Studierendenparlament kennen manche vielleicht unter dem Namen "StuPa". Dort werden offizielle Positionierungen der stuvus und teure Anschaffungen oder Projekte besprochen. Die Sitzungen des StuPas sind öffentlich und alle können Anträge stellen. Schaut also gerne mal vorbei!

Was sind eure Aufgaben?

Isabell: Die Aufgaben der Studierendenvertretung sind im Landeshochschulgesetz definiert. Zusammengefasst sind wir für die Vertretung der Studierenden gegenüber der Universität, der Politik, dem Studierendenwerk und dem VVS zuständig. Wir bieten Veranstaltungen an und helfen Studierenden beim Einstieg in das Uni-Leben. Seit März 2020 passiert das den Umständen entsprechend eher eingeschränkt, da große Veranstaltungen leider nicht möglich sind.

Welche Ziele verfolgt ihr? Und was für Projekte habt ihr aktuell?

Isabell: Unser Ziel ist es, das Studium für alle besser zu machen. Damit meinen wir nicht nur die Lehre und Lernräume, sondern auch alles andere, was so zum Studium dazugehört.

Der Campus Beach in vor-Corona-Zeiten.

Bei stuvus laufen sehr viele Projekte gleichzeitig, deshalb hier ein kurzer Einblick: Aktuell läuft noch die Testphase unseres Projekts für kostenlose Menstruationsprodukte auf den Uni-Toiletten. Es werden verschiedene Veranstaltungen wie zum Beispiel ein WinterBeach (die Winterversion der Strandbar mit einem Verkaufswagen, in dem zum Beispiel Glühwein und Punsch verkauft werden) geplant, die hoffentlich noch stattfinden können.

Seit einiger Zeit läuft auch unser Projekt "Infoscreens", bei dem wir Bildschirme in verschiedene Uni-Gebäude hängen möchten, auf denen Studierende dann zum Beispiel die aktuellen Bahn-Abfahrtszeiten, den Mensa-Plan und wichtige Termine rund ums Studium sehen können. Vor Corona wurde zudem ein Campus-Festival geplant, das dann leider Opfer der Pandemie wurde. 

Wie kann ich mich einbringen? Seid ihr aktuell auf der Suche nach motivierten Helfer*innen?

Isabell: Wir sind immer auf der Suche nach motivierten Helfer*innen! Unsere Projekte leben davon, dass sich Studierende beteiligen. Wenn zum Beispiel niemand den StudiKalender erstellen und verpacken würde, könnten wir diesen nicht mehr anbieten. Durch die Pandemie gibt es leider weniger Veranstaltungen, bei denen Studierende auf uns aufmerksam werden und sich selbst beteiligen. Das merken wir leider in allen Bereichen der Studierendenvertretung. Dementsprechend freuen wir uns immer über interessierte Personen!

Man kann sich ganz unverbindlich bei uns melden, am besten einfach via Mail an kontakt@stuvus.uni-stuttgart.de oder via Instagram (@stuvus.unistuttgart). Entweder sagst du direkt, für welches Projekt du dich interessierst, oder du darfst gerne nach mehr Infos zu stuvus fragen. Wir helfen gerne weiter! Vorkenntnisse braucht man bei uns nicht. Wichtig ist eigentlich nur, dass man Interesse an einem Thema hat.

Wenn man eure Homepage anschaut, bekommt man das Gefühl, dass ihr unglaublich viel Arbeit in eure Projekte steckt. Bleibt da überhaupt noch Zeit zum Studieren?

Isabell: Bei uns gilt generell, dass man nur so viel Zeit reinstecken "muss", wie man möchte. Da wir alle studieren, ist klar, dass das Studium vorgeht. Im Normalfall lassen sich die Aufgaben bei uns auch gut mit dem Studium vereinbaren. Es kann auch ziemlich hilfreich sein, bei stuvus aktiv zu sein, da man viel mehr Einblicke in die Uni bekommt und davon teilweise im Studium profitiert. Der Akademische Studierendenrat besetzt zum Beispiel die Senatsausschüsse, in denen viele interessante Themen auch rund um die Lehre besprochen werden. 

Es gibt aber durchaus auch Posten, bei denen das Studium klar in den Hintergrund gerückt wird. Wer in den Vorstandsvorsitz möchte, sollte vorsichtshalber mindestens ein weiteres Semester einplanen. Die Posten dort sind aber auch die große Ausnahme.

Was macht euch bei eurer Mitarbeit in der Studierendenvertretung am meisten Spaß?

Isabell: Da bei stuvus sehr viele Studierende aus verschiedenen Fachbereichen und mit unterschiedlichen Interessen aktiv sind, lässt sich die Frage gar nicht so pauschal beantworten. Manche haben am meisten Spaß daran, eine Party zu organisieren, andere freuen sich darüber, ihren eigenen Artikel in einer Ausgabe der Studierendenzeitung zu lesen. Wenn ich versuche, für alle stuvus-Aktiven zu sprechen, würde ich sagen: Uns macht am meisten Spaß, dass wir unsere Interessen ausleben und Projekte umsetzen können, die man privat oder im Studiengang niemals hätte umsetzen können.

Mir persönlich macht es am meisten Spaß, dass ich Studierenden helfen kann. Das merke ich sowohl in meiner Arbeit im Referat für Öffentlichkeitsarbeit als auch bei sozialen Veranstaltungen wie der UNO 2019 und der diesjährigen Erstsemestereinführung. Gerade Erstis haben viele Fragen. Mit der Pandemie kamen aber auch bei Studierenden aus höheren Semestern viele Fragen und Probleme dazu. Gerade wenn man nette Nachrichten bekommt, stellt man gerne auch mal am Wochenende einen Lernraum um oder steht während einer Party in der Garderobe.

Warum lohnt es sich, bei stuvus mitzumachen?

Isabell: Auch hier könnte ich wahrscheinlich wieder endlos viele Punkte nennen. Zusammengefasst würde ich sagen:
Bei stuvus lernt man automatisch sehr viele nette Menschen kennen und schließt so neue Freundschaften. Die Arbeit in der Studierendenvertretung hat auch einen großen sozialen Aspekt. Man sieht ganz andere Bereiche der Universität und hat die Möglichkeit, die Universität zum Positiven zu verändern. Viele Projekte könnte man ohne stuvus gar nicht umsetzen. Die wenigsten Studierenden haben vermutlich die Möglichkeit, in ihrem Privatleben eine Zeitung zu veröffentlichen, eine Party oder gar ein Festival zu organisieren und einen Copy-Shop zu betreiben. Durch stuvus kann man sich hier aber einbringen und sogar eigene Projekte auf die Beine stellen.

Zusammengefasst: Die Organisation von Partys oder Festivals, das Mitwirken in einer Zeitschrift und das Verwirklichen von eigenen Ideen…das alles ist stuvus! Das Interview hat dir Lust zum Mitwirken gemacht? Dann melde dich gerne bei Isabell und ihrem Team! Und du weißt ja, eigentlich sind wir alle schon Mitglieder… :D

Ein großes Dankeschön an Isabell, die sich die Zeit genommen hat, meine Fragen zu beantworten und uns allen einen kleinen Einblick in die Studierendenvertretung zu geben!

Bis Bald!

Vanessa

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