How to BAföG

Die Studierendenzeitung Campus Falke der Universität Stuttgart hat Tipps und Tricks für den BAföG-Antrag zusammengestellt.

Zu Beginn des Studiums ist es leicht, im Papierkrieg zu versinken und dann kommt auch noch das Thema Finanzierung hinzu, da kann man schnell mal verzweifeln. Doch nicht verzagen, BAföG (Bundesausbildungsförderungsgesetz) beantragen und das am besten so früh wie möglich!

Kurzantrag

BAföG wird frühestens ab dem Monat der Antragsstellung gewährt. Zur Fristwahrung reicht bereits ein Kurzantrag. Den vollständigen Antrag könnt ihr dann problemlos zu einem späteren Zeitpunkt nachreichen. Das heißt, sobald ihr die Zulassung habt, schnell den Kurzantrag einreichen, dann wird BAföG ab dem Zeitpunkt des Kurzantrags nachträglich ausgezahlt. Den Kurzantrag findet ihr auf der Seite des Studierendenwerks. Zur Prüfung des Anspruchs werden jedoch schnellstmöglich die erforderlichen Formulare und Nachweise benötigt, also zügig den Erstantrag stellen.

Erstantrag

Wir alle haben schon die Horrorgeschichten über BAföG-Anträge gehört, hier ist die beste Strategie: Alles step by step! Alle für den Erstantrag erforderlichen Formulare finden sich auf der Website des Studierendenwerks, schaut euch alles in Ruhe an, es steht immer dabei, welche Nachweise beizulegen sind. Ihr könnt euch erstmal alles ausdrucken und alle Infos sammeln, die ihr braucht, um einen besseren Überblick zu bekommen. Oder ihr stellt direkt den Online-Antrag, es geht nämlich mittlerweile so gut wie papierlos, hierzu finden sich detaillierte Anleitungen, ebenfalls auf der Seite des Studierendenwerks. Wenn hier Fragen offen bleiben, wendet euch an einen Ansprechpersonen des Studierendenwerks.

Ansprechpersonen

Das Studierendenwerk bietet umfangreiche Beratung in Bezug auf den BAföG-Antrag an. Nicht nur das Wie, sondern auch das Ob kann hier geklärt werden. Wenn ihr euch nicht sicher seid, ob sich ein Antrag für euch lohnt, ist es eine gute Idee, einen Termin zu machen. Im Moment sind wegen der Corona-Pandemie die üblichen persönlichen Termine leider nicht möglich, aber es gibt ein Infotelefon für allgemeine Auskünfte, eine kostenlose BAföG Hotline und Sprechstunden per Chat. 

Pros von BAföG

Das Bundesausbildungsförderungsgesetz regelt die finanzielle Unterstützung von Studierenden und Schüler*innen durch die Bundesrepublik Deutschland und bietet viele Vorteile: Der Höchstsatz beträgt bis zu 735 Euro im Monat. Die maximale Rückzahlung beträgt 10.000 Euro. Die Rückzahlung beginnt erst fünf Jahre nach Ende der Regelstudienzeit. Und vieles mehr!

Apropos Regelstudienzeit

Die finanzielle Unterstützung endet normalerweise mit dem Ende der Regelstudienzeit, hier gibt es jedoch Ausnahmen, die eine Verlängerung möglich machen, diese wären zum Beispiel: Krankheit, Verschulden der Hochschule, Mitwirkung in gesetzlich vorgeschriebenen Hochschulgremien (z.B. Stuvus), etc. Hierzu muss man allerdings sagen, dass es schwierig ist, bei Selbstverschulden eine Verlängerung zu erwirken.

Auch bei einem Studienfachwechsel ist es möglich weiterhin finanziell unterstützt zu werden, wenn man einen wichtigen Grund hat (in den ersten Semestern wird bei einem Wechsel immer von einem wichtigen Grund ausgegangen).

Piece of Advice

Wenn ich für jedes Mal, wenn mir jemand „ich bekomme doch eh kein BAföG“ gesagt hat, einen Euro bekommen hätte, bräuchte ich definitiv kein BAföG mehr, aber oft lohnt es sich, es einfach mal zu versuchen! Mehr als ablehnen können sie euren Antrag nicht und wer weiß, vielleicht klappt es ja überraschend. Auf jeden Fall lohnt es sich aber, sich beraten zu lassen, das kostet nichts und nimmt nicht viel Zeit in Anspruch.

Nicole Bitter 
(Dieser Artikel erschien zuerst im Campus Falken.)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Alle Eingabefelder, die mit einem Stern (*) versehen sind, sind Pflichtfelder.



Zum Seitenanfang