Living the American Dream: Auslandssemester in San Diego

Ein Auslandssemester in Amerika, der Traum vieler Studierender. Hoch im Kurs: Das sonnige Kalifornien. Surfparadies, Meer und viel Sonne…. so lässt es sich leben. Wär das nicht ein Traum? Aber es muss kein Traum bleiben. 

Mehtap: „Hoch hinaus“ in San Diego. Quelle: privat

San Diego liegt im Südwesten von Kalifornien und ist mit seinen rund 1,3 Millionen Menschen die zweitgrößte Stadt des US-Bundestaat Kalifornien. Durch die vielen Sehenswürdigkeiten ist San Diego ein Reiseziel vieler Touristen. Ob Natur, Shopping oder Kultur, in “America’s Finest City” gibt es einiges zu sehen. Kein Wunder also, dass sich viele Studierende für eine Uni in San Diego bewerben.

Die Masterstudentin Mehtap Taspinar studiert Wirtschaftspädagogik im 5.tem Semester an der Uni Hohenheim. Sie hat sich für ein Auslandssemester in Amerika entschieden. Von August 2014 bis Januar 2015 war sie sechs Monate in San Diego. Ich habe mit ihr darüber gesprochen

Ein Interview mit Mehtap

Feven: Wieso hast du dich für San Diego entschieden?

Mehtap: Nachdem ich in Asien war, wollte ich noch während meiner Studienzeit einen anderen Kontinent besuchen. Die USA sind ja ein Ziel für viele Studis – nicht zuletzt wegen der Sprache. Und San Diego hat mich angesprochen, weil ich dort Sonne, Strand und Spaß erwartet habe.

Hast du dir deinen Aufenthalt selbst organisiert oder hast du dir von der Uni bzw. von anderen Organisationen Unterstützung geholt?

Ich habe mich durch Collage Contact dort beworben. So wurde alles durch diese Organisation geklärt, nachdem ich meine Unterlagen vollständig eingereicht habe.

Wie hast du dich darauf vorbereitet?

Vorbereitet? Hmm… ich habe mein Visum aus Frankfurt geholt, mein Koffer gepackt und bin einfach losgeflogen.

Was hast du alles mitgenommen? Bereust du etwas mitgenommen zu haben?

Klamotten, Pflege-Artikel und natürlich meinen Laptop usw. Etwas bereue ich, ich habe zu viele Klamotten mitgenommen, weil man kauft dort zu viel ein. (lacht)

Das ist ja nicht dein erster längerer Auslandsaufenthalt, oder?

Nein, ein Jahr zuvor habe ich ein Auslandspraktikum in Malaysia gemacht.

Auf was muss man sich einstellen, wenn man nach Amerika reist?

Man sollte, wenn man nach Amerika reist, nicht so viel erwarten, um am Ende nicht enttäuscht zu werden. In Kalifornien kann man sich auf Sonne und EISKALTES Wasser im Meer einstellen- im wahrsten Sinne des Wortes eine Erfrischung. Die USA sind in meinen Augen ein riesen Land mit unterschiedlichen Facetten. In New York ist es komplett anders, als in San Diego oder in Miami. Wenn man einmal in Amerika war, weiß man die Rechte und Sicherheit in Deutschland  mehr zu schätzen. Auch die Möglichkeit zu studieren hat in den USA leider nicht jeder (Anm. der Redaktion: In Deutschland allerdings auch nicht!) Deshalb kann man sich darauf einstellen, dass man hinterher glücklicher sein wird hier in Deutschland zu leben. Die Nationalparks in Amerika sind definitiv sehenswert!

Drei Prüfungen pro Semester

Wie war das Studium im Ausland? Unterscheiden sich die Studienbedingungen im Vergleich zu Deutschland?

Die Studienbedingungen unterscheiden sich gewaltig. Sowohl äußere Rahmenbedingungen als auch die Art des Studiums. Die Uni ist so groß wie ein Stadtteil, es befindet sich alles auf dem Campus. Eine Bibliothek, ein großes Football Stadion, eine große Basketballarena, ein Freibad, eine Schwimmhalle, ein Fitness Center, für jeden Studiengang separate Hörsäle (eher so groß wie Klassenzimmer), eine Kantine, zusätzlich zu unterschiedlichen Restaurants, sei es ein Burgerladen, mexikanisch, Pizza und vieles mehr.  Was das Studium betrifft, habe ich mich dort in den Vorlesungen mehr wie in der Schule gefühlt. Man hat jede Stunde Hausaufgaben bekommen, musste Referate halten und mitmachen, wie im Unterricht damals, was im Vergleich zu unseren Vorlesungen an der Uni nicht mehr der Fall ist. Prüfungen gibt es auch nicht nur am Ende vom Semester, sondern in der Regel 3 mal im Semester. Vom Niveau kann ich sagen, dass die Bachelor-Fächer definitiv niedrigeres Niveau haben, als hier in Deutschland. Bei den Masterfächern kann ich eher sagen, dass man das Niveau mit Deutschland vergleichen kann.

Was war deine beste und deine schlechteste Erfahrung, die du vor Ort gemacht hast?

Beste Erfahrung war meine Reise die ich am Ende dran gehängt habe. Meine schlechteste Entscheidung war, dass ich nicht in einem Wohnheim gelebt habe.

Du warst also nicht nur in San Diego und hast mehr von Amerika gesehen?

Ja genau. Gesehen habe ich außerdem noch: New York Los Angeles, San Francisco, Las Vegas und den Grand Canyon, Miami und Key West.

Hast Du noch Tipps für Studierende, die auch ein Auslandspraktikum machen möchte?

Wenn ein Auslandsaufenthalt, dann ALLEINE! Denn nur alleine ist man wirklich für ALLES offen, lernt neue Leute kennen…und man traut sich mehr. Weil man auch muss. Ich habe den Vergleich, und alleine war es eine schönere Erfahrung, denn dann ist echt alles NEU!

Natur in San Diego. Quelle: privat
Planst du weitere längere Auslandsaufenthalte?

Bisher sind keine geplant, aber gegen eine längere Reise spricht eigentlich nichts. 

Danke für deine Zeit und ich wünsche dir viel Erfolg beim Master.

 

Falls ihr noch Fragen zum Thema „Auslandssemster“ habt, könnt ihr euch an das Dezernat Internationales der Uni Stuttgart wenden. Einfach auf der Homepage vorbeischauen und sich alle wichtigen Informationen raussuchen. Im Internet findet ihr darüber hinaus zusätzliche Informationen und bestimmte Organisationen unterstützen euch bei der Planung und Umsetzung des Auslandssemester.

Zum Beispiel: http://www.auslandssemester-usa.com/  oder http://www.studium-ratgeber.de/auslandssemester.php

Also wenn ihr die Chance habt, nutzt sie, denn so eine Auslandserfahrung ist immer eine Erfahrung wert.

 

 

Feven

Schreiben, Fitness und Reisen, das sind meine Leidenschaften. Mehr darüber auf Instagram: @supersaiyan_aroundtheworld

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