Faktencheck: Der Mindestlohn für Studierende

Faktencheck: Der Mindestlohn für Studierende

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Mit der Mindestlohneinführung am 01. Januar 2015 hat sich flächendeckend etwas im Niedriglohnsektor getan: Der Startschuss für den Mindestlohn fiel mit immerhin 8,50 Euro brutto pro Stunde. Zuvor stellten Löhne von bis zu unter 5 Euro in bestimmten Branchen keine Seltenheit dar. Wem das nicht passte, der durfte gehen. Es standen schließlich genug andere Schlange für den Job. Und aus Sicht einiger Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber verdienen insbesondere Studierende ohnehin nur ein Zubrot und bestreiten davon nicht ihren Lebensunterhalt – eine völlig realitätsferne Perspektive. Inwieweit ihr als Studierende von der Einführung des Mindestlohns profitiert, erfahrt ihr im heutigen Beitrag.

Was ist der Mindestlohn?

Selbst wenn ihr politisch gänzlich uninteressiert seid: Spätestens bei der Suche nach einem Nebenjob seid ihr mit Sicherheit über den Begriff des Mindestlohns gestolpert. Doch was genau besagt er eigentlich? Werfen wir hierfür einen Blick auf seine Definition:

„Ein Mindestlohn ist ein via gesetzlicher oder tarifvertraglicher Regelung in der Höhe festgelegtes kleinstes rechtlich zulässiges Arbeitsentgelt.“

In anderen Worten: Wie der Name schon suggeriert, handelt es sich hierbei um das rechtlich abgesicherte absolute Minimum eines Gehalts und stellt damit eine Untergrenze dar. Durch die Verabschiedung des Mindestlohngesetzes (MiLoG) wurde ein wichtiger Grundstein gegen das in vielen Dienstleistungssektoren übliche Lohndumping gelegt. Womit wir beim zweiten zentralen Punkt wären.

Zu welchem Zweck wurde der Mindestlohn eingeführt?

Mit der Einführung des Mindestlohns hat sich einiges verändert.
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Der Mindestlohn ist weder Selbstzweck noch täuscht er vor, reale Gerechtigkeit in den weit auseinanderklaffenden Gehaltsspannen verschiedener Sektoren und Branchen herstellen zu wollen. Trotzdem verfolgt er im Wesentlichen zwei Ziele:

Der Mindestlohn: Schluss mit Lohndumping!
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„Erstens sollen Arbeitnehmer mit einer geringen Verhandlungs- und Vertretungsmacht vor Ausbeutung durch den Arbeitgeber und vor Lohndumping geschützt werden.“

„Zweitens soll Armut trotz bezahlter Arbeit (Working Poor) bekämpft und den Erwerbstätigen die Sicherung des Subsistenzniveaus ermöglicht bzw. ein angemessener Lebensunterhalt gewährleistet werden.“

Der Startschuss

Die Einführung des Mindestlohns wurde mit Sorge und Argwohn begleitet, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer fürchteten berechtigterweise um ihre Arbeitsplätze, angehende Praktikantinnen und Praktikanten um ihre Praktikumsplätze und Unternehmen drohten ihrerseits zum Teil mit Personalabbau. Das große Schreckensszenario blieb jedoch weitgehend aus.

Die Entwicklung des Mindestlohns.
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Vier Jahre ist seine Einführung mittlerweile her. Der ursprüngliche Betrag von 8,50 Euro hat sich mit Beginn dieses Jahres auf 9,19 Euro (brutto) pro Stunde erhöht und wird zum 1. Januar 2020 um weitere sechzehn Cent auf 9,35 Euro erhöht. Alle zwei Jahre finden Beratungen zum Anstieg des Mindestlohns statt. Dafür zuständig ist die Mindestlohnkommission. Ihr Ziel ist es dabei vor allem, den Mindestschutz von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zu sichern. Der Orientierungspunkt ist dabei die Tarifentwicklung.

Wichtig zu wissen: Trotz der rechtlichen Grundlage gibt es eine Reihe von Umständen, unter denen der Mindestlohn nicht greift.

Wann gilt der Mindestlohn und wen betrifft er?

Die gute Nachricht zuerst: Der gesetzliche Mindestlohn gilt für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer über 18 Jahren. Aber inwiefern trifft das auf Studierende zu? Dazu differenzieren wir zwei wesentliche Bereiche, in denen der Mindestlohn relevant wird: Praktika und Jobs, die neben dem Studium ausgeführt werden.

Der Mindestlohn während eines Praktikums

Vom Grundsatz her besteht im Rahmen eines Praktikums der Anspruch auf den Mindestlohn. Und nun die schlechte Nachricht: Für Pflichtpraktika während des Studiums ist dieser Anspruch hinfällig. Ebenso entfällt der Anspruch, wenn es sich um freiwillige Praktika handelt, die zwecks Berufsorientierung oder begleitend zum Studium bzw. der Ausbildung absolviert werden – unter der Voraussetzung, dass diese eine Dauer von drei Monaten nicht überschreiten. Bei Praktika, die länger als drei Monate dauern, greift der Mindestlohnanspruch unmittelbar bei Antritt des Praktikums. Zu den weiteren Ausnahmen zählen Praktika im Rahmen einer Einstiegsqualifizierung nach dem SGB III sowie des Weiteren der Berufsausbildungsvorbereitung nach dem Berufsbildungsgesetz.

Anhand der vielen Ausnahmen ist ablesbar, dass die Einführung des Mindestlohns nicht zwangsläufig auch bedeutet, dass Studierende grundsätzlich und gleichermaßen davon profitieren.

Der Mindestlohn im Fokus.
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Der Mindestlohn im Mini-, Midi- und Teilzeitjob

Auch hier gilt, dass ab Volljährigkeit (d. h. ab 18 Jahren) der Anspruch auf den Mindestlohn besteht, und zwar unabhängig davon, ob es sich um einen Mini-, Midi- oder Teilzeitjob handelt.

Wichtiger Hinweis: Der Anspruch auf den Mindestlohn hebelt nicht die Versteuerung des Einkommens aus! Ihr werdet also nach wie vor Steuern zahlen müssen, die sich aus der Höhe eures monatlichen Verdienstes ergeben. Auf welche Summe sich die Steuern belaufen, könnt ihr mithilfe des Lohn- und Einkommensteuerrechners des Bundesministerium für Finanzen berechnen.

Für viele Studierende außerdem interessant: Auf Minijob-Basis hat die Erhöhung des Mindestlohns ebenfalls eine Auswirkung: Für die Einhaltung der angesetzten 450 Euro-Grenze sinkt eure Stundenzahl von 50,90 Stunden auf 48,96 Stunden im Monat.

Und zu guter Letzt: Auch Werkstudierende profitieren vom Mindestlohn.

Was tun, wenn Unternehmen den Mindestlohn nicht bezahlen?

Auswirkungen der Einführungen des Mindestlohns auf die Unternehmen.
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In der Theorie liest sich das alles gut und schön: Dumpinglöhne gehören der Vergangenheit an, finanzielle Ausbeutung in den Dienstleistungssektoren ist passé und auch Praktika werden nur noch in bestimmten Ausnahmefällen nicht vergütet. In der Praxis sieht es jedoch häufig anders aus. Die Rechte auf seiner Seite zu wissen bedeutet nicht zwangsläufig, dass sie einem auch zugestanden werden, insbesondere dann nicht, wenn dabei viel Geld im Spiel ist.

Nicht jedes Unternehmen ist gewillt, den Mindestlohn zu zahlen und nutzt hierbei diverse legale und halblegale Tricks, um eine Auszahlung zu umgehen. Welche Möglichkeiten stehen euch überhaupt zur Verfügung, wenn euch von Rechts wegen Mindestlohn zustünde, ihr aber keinen erhaltet?

Ganz grundsätzlich gilt: Klärt vor dem Aufsetzen des Praktikums- oder Arbeitsvertrags die Vergütung. Dazu müsst ihr euch natürlich zunächst einmal selbst im Klaren darüber sein, ob ihr einen Anspruch auf den Mindestlohn habt oder nicht. Wenn dem so ist, solltet ihr gezielt nach Unternehmen Ausschau halten, die ihre Vergütung transparent kommunizieren und sich an das gesetzlich geforderte Minimum halten.

Mindestlohnverstöße aufseiten von Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern sind kein Kavaliersdelikt und damit ein Fall für die Zollverwaltung. Leider befasst sich diese ausschließlich mit der Ahndung, nicht aber mit der Durchsetzung des Mindestlohnanspruchs.

Wie kommt man zu seinem Recht?
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Diesen müsstet ihr zivilrechtlich selbst einklagen. Doch bevor ihr den rechtlichen Weg beschreitet, solltet ihr natürlich versuchen, euch mit eurem Wunschunternehmen außergerichtlich zu einigen. Unter Umständen ist mag es daher zunächst sinnvoll sein, das Unternehmen auf das Mindestlohngesetz (MiLoG) hinweisen. Sollte das nicht genügen, findet ihr hier kompetente Ansprechpartner: Mit euren Fragen könnt ihr euch an das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) wenden (montags bis donnerstags von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter 030/ 221911004 erreichbar).

Zudem besteht die Möglichkeit, das BMAS über die Nicht-Zahlung des Mindestlohns zu informieren (das ist auch anonym möglich). Das BMAS leitet die Anzeige dann direkt an den Zoll weiter. Ebenso könnt ihr den Verstoß gegen das Mindestlohngesetz direkt an den Zoll weitergeben.

Jedoch sollte euch bewusst sein, dass im Anschluss daran nicht mehr mit einer friedlichen Zusammenarbeit gerechnet werden kann. Deshalb lautet mein Tipp: Erst die Rahmenbedingungen abstecken, dann den Vertrag unterzeichnen!

Alles Gute!

Romy

Quellen: BMAS.de, Wirtschaftslexikon.gabler.de, Mindestlohn-Kommission.de, Blog.Minijob-Zentrale.de, Zoll.de

Praktika im Studium: Pflicht oder Kür?

Praktika im Studium: Pflicht oder Kür?

Business, Baby? Bild: FemmeCurieuse / photocase.de

Neben Vorlesungen, Übungen und Tutorien sind Praktika ein fester Bestandteil des Studiums. Sie sind eine großartige Gelegenheit, um erste Kontakte zu potenziellen Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern herzustellen, Gelerntes praxisnah anwenden zu können und mögliche zukünftige Arbeitsbereiche auszuloten. Dennoch stehen Praktika immer wieder in der Kritik: Spätestens seit der Einführung des Mindestlohns schrecken immer mehr Unternehmen davor zurück, Praktikumsplätze zu vergeben, die keinen verpflichtenden Bestandteil des Studiums darstellen (und damit unvergütet sind). Stattdessen werden Praktikumsstellen auf drei Monate begrenzt oder gar nicht erst vergeben. Und das betrifft keineswegs ausschließlich die kleinen bzw. mittelständischen Unternehmen. Warum es trotzdem wichtig ist, sich einen (oder mehrere) gute Praktikumsplätze zu organisieren und wie ihr das am besten anstellt, erfahrt ihr im heutigen Beitrag.

Es war einmal …

Richtig bewerben fürs Praktikum.
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… eine Person, die die treffende Komposition „Generation Praktikum“ erfand, die in den Medien noch vor wenigen Jahren hohe Wellen schlug und vielerorts zitiert wurde. Sicher habt ihr bereits von diesem Begriff gehört. Er liefert(e) eine Beschreibung für die Beobachtung bestimmter Entwicklungen, die sich auf dem Arbeitsmarkt abspiel(t)en:

„Junge Akademiker überbrücken potentielle Lücken im Lebenslauf, indem sie eine Praktikantenstelle nach der anderen annehmen, obwohl sie eigentlich eine feste Anstellung suchen.“

„Einige Unternehmen nutzen Praktikantenverträge zur Minderung des mit Neueinstellungen verbundenen Risikos, da sie bei Praktikantenverträgen die gesetzlichen Auflagen zum Kündigungsschutz und Tarifverträge nicht umverhandeln müssen.“

„Manche Unternehmen missbrauchen hochqualifizierte Praktikanten und Hospitanten, beschäftigen sie unter- oder sogar unbezahlt, ohne Absicht, entsprechende Stellen im regulären Angestelltenverhältnis einzurichten.“ (Quelle: Wikipedia)

Kann mich mir das Praktikum leisten?
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Unter diesen Gesichtspunkten betrachtet mag das Praktikum vorrangig als eine unattraktive Pflichtleistung erscheinen, die zudem noch folgende Probleme aufwirft: Wer ein (unentgeltliches) Praktikum absolviert, kein oder kaum BAföG bezieht und/oder keine familiäre Unterstützung erhält, steht vor dem Problem, sich während dieser 3 bis 6 Monate dennoch irgendwie finanzieren zu müssen. Und obwohl der BAföG-Satz immer wieder angehoben wird, bedeutet dies noch lange nicht, dass jede/r Studierende auch bafögberechtigt ist.

Unter Umständen fallen u. a. doppelte Miete, Kosten für den öffentlichen Nahverkehr bzw. Benzinkosten für den Fahrtweg neben den Semesterbeiträgen an, die ebenfalls aus dem schmalen Studierendenbudget gestemmt werden müssen. Finanziell schlecht(er) aufgestellte Studierende werden somit in mehrfacher Hinsicht belastet, denn in der Regel sind Praktika vorgeschrieben. So viel vorab: Der Spagat zwischen finanziellen und studentischen Verpflichtungen ist schwer, aber nicht unmöglich.

Kommen wir nun aber zu den am häufigsten gestellten Fragen rund ums Praktikum.

Wie lange dauert ein Praktikum?

Wichtige Aspekte rund ums Praktikum.
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Das Wichtigste zuerst: Werft zunächst einen Blick in eure Prüfungsordnung, um die organisatorischen und prüfungsrelevanten Aspekte zu klären – und das im Idealfall, bevor ihr euch bewerbt! Je nach Universität und Studiengang kann das Praktikum mit einer Dauer von 4 bis 8 Wochen bzw. von 3 bis 6 Monaten veranschlagt sein.

Je nachdem lohnt es sich daher, in Absprache mit der Universität und dem jeweiligen Unternehmen die angesetzte Praktikumsdauer zu verkürzen bzw. zu verlängern, um auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen. Manche Unternehmen nehmen erst gar keine Praktikantinnen oder Praktikanten unter drei Monaten auf, weil sie berechtigterweise den Aufwand und die Kosten scheuen, den die Einarbeitung bedeuten: Kaum seid ihr halbwegs eingearbeitet und stellt eine Bereicherung für das Unternehmen dar, ist das Praktikum auch schon wieder um.

Ab welchem Semester sind Praktika sinnvoll und wann bewerbe ich mich?

Den Überblick behalten.
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Eine pauschale Antwort würde hier definitiv zu kurz greifen. Als Faustregel gilt: Ihr solltet ca. die Hälfte des Studiums bewältigt haben (das entspricht dem 3. oder 4. Semester), um euch genügend Wissen angeeignet zu haben, damit ihr die erworbenen Studieninhalte idealerweise mit Praxiserfahrung verknüpfen und sie entsprechend umsetzen könnt. Je nach Studiengang handelt es sich um reguläre Pflichtpraktika, freiwillige Praktika, Orientierungspraktika und/oder ganze Praxissemester.

Gut zu wissen: Einige Unternehmen legen von vorneherein fest, ab welchem Semster sie überhaupt erst Praktikantinnen und Praktikanten aufnehmen. Im Zweifelsfall: Beim Unternehmen anrufen und euch erkundigen!

Wann der beste Zeitpunkt zum Bewerben ist, lässt sich schwer sagen. Je nach Unternehmen (und Branche) benötigt ihr einen Vorlauf von ungefähr einem halben bis zu einem ganzen Jahr. Letzteres ist besonders dann der Fall, wenn es sich um begehrte Praktikumsstellen handelt. Je früher ihr euch darum kümmert, desto besser.

Wo finde ich einen Praktikumsplatz?

Im Grunde genommen überall. Natürlich lohnt es sich, die gängigen großen Jobportale abzugrasen. Auch das Stellenwerk Stuttgart verfügt über eine Praktikumsdatenbank. Mindestens ebenso gut – wenn nicht sogar besser – sind Praktikumsplätze, die unter der Hand vergeben werden bzw. über Empfehlungen laufen. Gerade in der Uni könnt ihr (den guten Draht zum/zur Dozierenden vorausgesetzt) nach Praktikumsstellen fragen und/oder euch vorschlagen lassen. Vor allem im Forschungsbereich werden Praktika häufig an die Studierenden vergeben, die bereits als wissenschaftliche Hilfskräfte positiv in Erscheinung getreten sind.

Eine gute Strategie: Teilt eurer Familie, euren Freunden, Freundinnen und Bekannten mit, dass ihr auf der Suche nach einem Praktikumsplatz seid. Ihr werdet überrascht sein, wie oft es vorkommt, dass ihr jemanden kennt, der/die jemanden kennt, der/die wiederum jemanden kennt, der/die eine Praktikumsstelle vermitteln kann. Offensiv sein lohnt sich!

Ausschreibung oder Initiativbewerbung?

Traumjob gesucht? Nicht ohne Praktikum!
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Ihr habt euch bereits stundenlang durch diverse Jobportale gewühlt, aber das Wunschpraktikum war noch nicht dabei. Kein Wunder, denn viele Stellen werden gar nicht erst ausgeschrieben. Auch hier gilt es, offensiv zu sein und beim Wunschunternehmen anzurufen, um euch nach einem möglichen Praktikum zu erkundigen. Manchmal gelingt es auf diese Weise sogar, Praktikumsplätze für künftige Studierende zu generieren und eine Praktikumsstruktur aufzubauen bzw. zu etablieren.

Wichtig ist natürlich, dass ihr nicht völlig planlos an die Sache herangeht, sondern von vorneherein deutlich macht, welchen Mehrwert ihr dem Unternehmen bringt. Eine gute Vorbereitung sowie aktuelle Informationen über das Unternehmen sowie seine Philosophie, Umsatzzahlen etc. einzuholen, ist obligatorisch!

Reicht ein Praktikum?

Klares Jein, wobei das Nein überwiegt. Sobald ihr das Pflichtpraktikum absolviert habt, kann es jedoch unter Umständen schwierig werden, ein weiteres Praktikum anzugehen, da viele Unternehmen exklusiv nur Pflichtpraktika vergeben, die in der Regel unvergütet sind. Vorgesehen ist in den meisten Studiengängen jedoch nur ein einziges Praktikum. Alle Informationen hierzu findet ihr grundsätzlich in eurer Prüfungsordnung.

Ist allerdings mehr als ein Praktikum möglich bzw. vorgesehen, solltet ihr euch definitiv überlegen, entweder ein weiteres zu absolvieren oder euer bisheriges zu verlängern. Die Vorteile eines längeren oder zweier unterschiedlicher Praktika liegen auf der der Hand: Ihr könnt entweder in verschiedene Bereiche hineinschnuppern oder euch im Gegenteil stärker spezialisieren. Und wenn ihr zudem einen bleibenden positiven Eindruck hinterlassen habt, kennt ihr womöglich bereits eure/n zukünftige/n Arbeitgeberin bzw. -geber!

Praktikum im In- oder Ausland?

Schwierig zu beantworten, weil auch hier viele Faktoren eine Rolle spielen. Ob ihr euer Praktikum in Deutschland oder im Ausland macht, hängt zum Beispiel auch von eurem Studiengang ab. In einigen Studiengänge etwa ist es in der Prüfungsordnung verankert, dass ihr das Praktikum im Ausland absolvieren müsst.

Natürlich ist es auch eine Frage eurer Finanzen bzw. der Finanzierung. Wirft das Praktikum genug Geld ab? Wie sieht es mit den laufenden Kosten aus? Könnt ihr ein gleichwertiges Praktikum auch im Inland absolvieren oder muss es zwangsläufig das Praktikum abroad sein? Eine sorgfältige Planung ist hier das A und O. Ihr seht also, wie realisierbar es ist, hängt stark von eurer persönlichen Situation ab.

Wie kann ich mein Praktikum finanzieren?

Wenn das Geld mal wieder nicht vom Himmel fällt.
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Der beste Tipp lautet hier: Sucht euch ein bezahltes Praktikum! Doch das ist wesentlich leichter gesagt als getan, weil es davon abhängt, was ihr letztendlich studiert und wie geläufig bezahlte Praktika in diesem Bereich sind. Gerade der soziale Sektor ist beispielsweise nicht gerade dafür bekannt, bezahlte Praktikumsplätze zu vergeben.

Im Idealfall gelingt es euch, einen kleineren Betrag anzusparen, den ihr fürs Praktikum beiseite legt. Womöglich greifen euch auch eure Eltern unter die Arme. Unter Umständen kommt auch die Aufnahme eines Kredits infrage, allerdings sollte das gut überlegt sein.

Besser wäre es, wenn ihr euch mit dem Unternehmen zumindest auf eine Übernahme der Fahrtkosten einigen könnt, wenn sie eine Vergütung ausschließen. Informiert euch allerdings zusätzlich, ob ihr nicht doch mindestlohnberechtigt seid – manche Unternehmen sind diesbezüglich entweder nicht ausreichend informiert oder versuchen pauschal, gerechtfertigte Bezahlungen zu umgehen.

Leider sind viele Unternehmen auch heute noch weit davon entfernt, nur noch bezahlte Praktikumsplätze zu vergeben, aber eine Besserung scheint zumindest langfristig in Sicht.

Weiterführende Informationen rund um das Praktikum an der Universität Stuttgart findet ihr unter diesem Link: Praktikum. Eine Übersicht zu den Praktikumsrichtlinien der einzelnen Studiengänge an der Universität Stuttgart findet ihr hier. Und zu guter Letzt: Wenn ihr konkrete Ansprechpersonen sucht, wendet euch an das Praktikantenamt eures Studiengangs.

Alles Gute für die Praktikumsbewerbungen!

Romy

Quellen: Zeit.de, FR.de, BMAS.de, Wikipedia.com

Semesterferien: Oh du fröhliche, vorlesungsfreie Zeit?

Semesterferien: Oh du fröhliche, vorlesungsfreie Zeit?

 

Semesterferien und Weihnachten – was gibt es Schöneres?
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Da ist sie wieder, die liebe Vorweihnachtszeit. Das Semester ist halb überstanden! Semesterferien und Weihnachten fallen zusammen, Heimatbesuche sind fest eingeplant. Alte Freundschaften wiederbeleben, schmausen und die Seele baumeln lassen ist alles, wonach den meisten der Sinn steht. Und wann geht das besser, als zum Jahreswechsel? Eine kurze Verschnaufpause vor der Klausurenphase scheint also genau richtig. Aber: Was ist jetzt wirklich sinnvoller… einfach mal fünf gerade sein lassen – oder lieber am Ball bleiben und die Zeit zum Vor- bzw. Nachbereiten nutzen? Im heutigen Beitrag teile ich meine Gedanken mit euch und verrate, womit ich mich motiviere. 

 

Oh du fröhliche, vorlesungsfreie Zeit

Der große Vorteil – und gleichzeitige Nachteil – des Wintersemesters ist die Tatsache, dass an den meisten Universitäten zwischen Weihnachten und kurz nach dem Jahreswechsel vorlesungsfreie Zeit herrscht.

An  einigen Unis bedeutet das gerade mal eine Woche, an anderen anderthalb und manche haben sogar bis zu 2 Wochen am Stück frei. An der Universität Stuttgart betrifft das den Zeitraum vom Samstag, den 22. Dezember 2018 bis Sonntag, den 6. Januar 2019.

Aber auch diese Zeit wird in der Regel von Dozierenden nicht als Freizeit angesehen, sondern als eine Gelegenheit, sich intensiver mit dem Vorlesungsstoff zu befassen, Übungen durchzuführen und/oder Lücken aufzuarbeiten bzw. zu schließen. Was also tun? Dem Nichtstun frönen oder noch einmal voll durchstarten, während der Rest der Welt das Gegenteil zu tun scheint?

Erst Lernstand checken, dann Koffer packen

Bevor ihr der Uni den Rücken zukehrt, die Lernunterlagen in die Ecke pfeffert, euren Koffer (oder Rucksack) packt und euch schleunigst per Bus, Bahn oder Auto auf den Weg in die ferne (oder nahe) Heimat verabschiedet, solltet ihr einen kurzen Moment innehalten und eine ehrliche Bestandsaufnahme machen. Auf diese Weise erspart ihr euch eine Menge Stress im neuen Jahr.

Voll im Stress!
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Wie seid ihr bislang im Semester mit dem Vorlesungsstoff, den Übungen und Tutorien zurechtgekommen? Könnt ihr euch den Luxus, einfach gar nichts zu tun, überhaupt leisten? Dabei können euch folgende Fragen helfen:

  • Habe ich Vorlesungen und Übungen versäumt, die es spätestens für die Klausurvorbereitung nachzuarbeiten gilt?
  • Komme ich mit dem Vorlesungsstoff grundsätzlich zurecht?
  • Muss ich Übungsaufgaben, Essays und/oder Kurzseminararbeiten nach der Winterpause einreichen?
  • Ist der Lernstoff bis zum Beginn der Klausurenphase bewältigbar, wenn ich über die vorlesungsfreie Zeit nichts tue?
  • Wie viel neuer Lernstoff kommt nach Neujahr noch hinzu?
  • Wo stehe ich lerntechnisch gerade?

So banal euch die Fragen erscheinen mögen, so sehr neigen wir doch alle dazu, unserer inneren Stimme zu folgen, die uns gerne einflüstert, dass nach Neujahr noch genug Zeit ist. Und wer weiß, womöglich hat sie sogar recht. Das wisst aber nur dann mit Sicherheit, wenn ihr euch tatsächlich mit der unbequemen Frage auseinandersetzt, ob Nichtstun in eurer Situation wirklich angebracht ist.

Je nachdem, wie eure Antworten ausfallen, könnt ihr euch anschließend bewusst für das eine oder andere entscheiden. Wozu bewusst? So könnt ihr einem notorisch schlechten Gewissen vorbeugen, statt euch im Hintergrund mit der Frage zu plagen, ob ihr nicht doch besser mehr getan hättet, als ihr noch die Zeit dazu hattet.

Kein böses Erwachen

Ein Kater der etwas anderen Art.
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Aber hey, es sind schließlich Feiertage! So verlockend es auch sein mag, nichts, aber auch wirklich gar nichts zu tun, das böse Erwachen kommt spätestens am 2. Januar, zumindest war das meine persönliche Erfahrung.

Die Zeit zwischen den Feiertagen zerrinnt unbemerkt zwischen den Fingern und ehe wir es uns versehen, sind die Festtage vorbei, untergegangen in Familien- und Freundesbesuchen, Filmsessions, langen Partynächten und/oder einem Kurzurlaub.

Was zurückbleibt ist das Gefühl, das einem verspäteten Silvesterkater ähnelt: Ein schaler Nachgeschmack, ein nagendes schlechtes Gewissen und lähmende Kopfschmerzen bei dem Gedanken an die knappe Zeit bis zu den Klausuren. Kein schönes Gefühl. Wirklich nicht.

Sparflammenmodus: An!

Um es gar nicht erst so weit kommen zu lassen, möchte ich euch den sogenannten Sparflammenmodus ans Herz legen. Dieser ist keine Neuerfindung und ebenso wenig neumodischer Schnickschnack, sondern folgt einer simplen Regel: Es dem Gewohnheitstier in uns so leicht wie möglich machen.

Hier ein Beispiel zur Veranschaulichung: Wir alle betreiben tagtäglich Hygiene in der einen oder anderen Weise (spätestens dann, wenn wir uns in die Öffentlichkeit begeben). Der Aufwand mag sich nach Anlass und Gelegenheit unterscheiden, aber das Minimum – wie die Zähne zu putzen und das Gesicht zu waschen – halten die meisten Menschen auch in stressigen Phasen ein.

Alles auf Sparflamme.
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Wenden wir das nun auf unsere Lernroutine an, so bedeutet das Folgendes: Statt stundenlanger Lernsessions und/oder Vor- bzw. Nachbereitungen nehmt ihr euch einen Zeitraum von 5 bis 15 Minuten täglich vor, den ihr ausschließlich dem Studium widmet. Sei es, um Vorlesungen nachzubereiten und Lücken zu schließen, sei es um bereits für die Klausuren zu lernen. Wichtig ist nur, dass ihr am Ball bleibt und euch trotz zahlreicher Ablenkungen diesen kleinen Zeitraum freischaufelt, um im (Lern-) Fluss zu bleiben. Sich nach einiger völligen Lernabstinenz wieder zum Lernen aufzuraffen erfordert erheblich mehr Energie, als kontinuierlich und konsequent jeden Tag ein wenig zu tun. Ihr wisst schon, steter Tropfen höhlt den Stein (der Unwissenheit).

Wenn es dann an einem oder zwei Tagen doch nicht klappen sollte, ist das kein Beinbruch, denn ihr habt immer noch mehr getan, als wenn ihr euch fürs Nichtstun entschieden hättet. Und darauf kommt es an! Ein bisschen ist immer noch besser als gar nichts.

Ab in die wohlverdiente Pause

Ein kleiner Nachtrag für diejenigen unter uns, die genau das Gegenteil von Faulenzen und Prokrastination betreiben: Das ganze Semester durchzupowern mag für einige Semester funktionieren, aber irgendwann erreicht ihr den Punkt, an dem ihr ausgebrannt seid. Wortwörtlich: Ausgebrannt. Leer. Erschöpft.

Weihnachtlicher Genuss.
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Deshalb gönnt euch einige Tage Auszeit, nehmt bewusst weder Laptop noch Buch oder Lernmaterialien in die Hand, sondern erholt euch – körperlich wie geistig. Euer Körper wird es euch danken, und selbstverständlich auch euer Gehirn.

Wir benötigen beides, Zeiten, in denen wir Energie in Projekte investieren, aber ebenso auch Zeiten, in denen wir uns wieder regenerieren.

In diesem Sinne, frohe Festtage, gemäßigtes Lernen und einen guten Rutsch!

Romy

 

Weil der erste Eindruck zählt – Bewerbung mit Motivationsschreiben

Weil der erste Eindruck zählt – Bewerbung mit Motivationsschreiben


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Bewerben, bewerben und nochmal bewerben. Ob vor, während oder nach dem Studium: Bewerbungen begleiten uns – vor allem in den jungen Jahren – fast das ganze Leben. Hier lest ihr, wie ihr mithilfe eines Motivationsschreiben punkten könnt.

„Hiermit bewerbe ich mich für die Stelle…“ Eine klassische Bewerbung beinhaltet ein Standard-Anschreiben mit Lebenslauf und Zeugnis. Das reicht doch, oder? Wieso dann also noch ein Motivationsschreiben?

Die oder der Personalverantwortliche, bekommt eine Bewerbung auf den Tisch: Innerhalb höchstens einer Minute entscheidet er oder sie, ob es sich lohnt die ganze Bewerbung zu lesen und im weiteren Schritt dann auch, ob Du zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wirst. Hast Du einen 0815-Text oder einfach insgesamt eine Standardbewerbungen eingereicht, verringerst Du Deine Chance deutlich.

Ich habe gute Erfahrungen damit gemacht, freiwillig ein Motivationsschreiben zu verfassen und beizulegen. Diesen Tipp gebe ich gerne weiter und daher habe ich die wichtigsten Fragen rund um das Thema Motivationsschreiben hier zusammengefasst.

Was ist ein Motivationsschreiben?

Ein Motivationsschreiben wird oft als die dritte Seite einer Bewerbung gezeichnet.

Ein Motivationsschreiben kann eure Bewerbung retten. Quelle: Unsplash

Der Inhalt basiert auf Schwerpunkte in eurem Werdegang. Während ein Anschreiben eure beruflichen Stärken präsentiert, wird bei einem Motivationsschreiben der Fokus auf eure persönlichen Stärken gesetzt. Hier hast Du sozusagen eine Extra-Chance deine Fähigkeiten darzustellen.

Wieso ein Motivationsschreiben? 

Hierfür gibt es einige Gründe.

  1. Großes Unternehmen: Gerade große Unternehmen erhalten unzählige Bewerbungen. Um in der großen Masse nicht unterzugehen, bietet sich ein Schreiben an. Ein Schreiben ist besonderes dann sinnvoll, wenn ihr wisst, dass sich viele für die Stelle bewerben werden. Also müsst ihr erklären, wieso ihr euch für dieses Unternehmen entschieden hat und könnt Bezug dazu nehmen.
  2. Kokurrenz: Wenn es etwas gibt, dass euch von anderen abhebt, kann ein Motivationsschreiben ausschlaggebend sein. Was habt ihr, was andere Bewerber nicht haben? Und wie könnt ihr es einsetzen, damit das Unternehmen davon profitiert?
  3. Ausland: Ein Letter of motivation ist für ein Auslandsstudium– oder Stipendium oftmals Pflicht. Hier müsst ihr eure Gründe für das Ausland und den Studiengang aufzählen. Wieso gerade diese Stadt? Oder genau dieser Master? Bei einem Stipendium solltet ihr aufzeigen, wieso ihr gefördert werden solltet. Welche schulischen Preise habt ihr gewonnen?

    Mit einem Motivationsschreiben zum Ziel. Quelle: Unsplash

  4. Details: Ein normales Anschreiben stellt den ersten Eindruck dar. Wir versuchen so individuell wie möglich zu klingen, obwohl in Theorie die meisten Anschreiben sich ziemlich ähneln, zu lang oder schlecht geschrieben sind. Um dies zu verhindern und einen guten ersten Eindruck zu hinterlassen, eignet sich ein Motivationsschreiben. Am besten eines, in dem Du originell, vielleicht etwas von der Norm abweichend die wichtigen Stellen in deiner Vita genauer beleuchtest.
  5. Fehlender Beruf: Nach dem Studium haben wir meistens viel Theorie, aber leider zu wenig Praxis auf dem „Lebenslaufkonto“. Wenn die in der Stellenausschreibung eingeforderte Berufserfahrung fehlt, kannst Du im Motivationsschreiben Punkte aus Deinem Hobby-Leben hervorheben, die Dich für die Stelle qualifizieren..
  6. Initiativbewerbungen: Wenn ihr bei eurem Traumunternehmen keine freie Stellenausschreibung findet, könnt ihr euch initiativ bewerben. Ein Motivationsschreiben verbessert eure Chance.

Was unterscheidet ein Anschreiben von einem Motivationsschreiben?

Ein Motivationsschreiben …

  1. ist persönlicher und behinhaltet mehr Motivationsfaktoren
  2. kann eure Hobbys und Interessen beinhalten
  3. hat Platz, um über eure Ehrenämter zu reden
  4. setzt Schwerpunkte und geht über Fakten hinaus
  5. zieht einen Bezug zur Stelle

Der wesentliche Unterschied liegt beim Fokus des Inhaltes. Bei einem Anschreiben geht es um die Frage, wieso ihr die Stelle wollt, während bei einem Motivationsschreiben, wieso ihr der richtige Kandidat seid.

Wie verfasst man ein Motivationsschreiben?

  1. Interesse und Motivation: Mit einem Motivationsschreiben zeigt ihr am Unternehmen ein hohes Interesse, Fachliche Qualifikation, persönliche und berufliche Kompetenzen. Am besten anhand von Beispielen. Natürlich zählen hier auch eure Gründe der Motvation, warum ihr es machen wollt. Warum und wieso seid ihr geeignet?
  2. Berufliche Ziele: In einem Schreiben müssen eure Intentionen klar werden. Ihr solltet klar und deutlich argumentieren, was ihr wollt und wieso ihr euch gerade dieses Unternehmen oder Uni ausgesucht habt.
  3. Soft skills: Heutzutage zählt nicht nur Theorie. Soft skills gehören auch zum A&O einer Bewerbung, die ihr beispielsweise an der Uni Stuttgart durch Schlüsselqualifikationen erworben habt.
  4. Form: Die Form eines Motivationsschreiben gleicht die eines Anschreiben. (Datum, Empfänger- und Absendeadresse sowie eine Unterschrift). Das Schreiben sollte nicht länger als eine Seite sein.
  5. Kreavtivität: Bei einem Motivationsschreiben könnt ihr den ersten Satz als kreativeren Einstieg nutzen. Hier ist Individualität gefragt. Ihr wollt ja keine 0-8-50- Bewerbung und gut auffallen, um zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden.
  6. Erfahrungen: Besonders Erfahrung im In -oder Ausland oder ausserschulische Aktivitäten. Mit diesen Extras könnt ihr punkten und zeigen, dass ihr die Anforderungen mitbringt, die benötigt werden.
  7. Korrektur lesen: Wie auch beim Anschreiben und Lebenslauf muss ein Motivationsschreiben naturlich von einer zweiten Person durchgelesen und gegebenfalls verbessert werden. Wichtig ist, dass ihr Wiederholungen im Anschreiben und Motivationsschreiben vermeiden müsst. Keine reine Aufzählung von Stärken oder Erfahrungen, ohne Bezug zum Unternehmen oder Beispiele.

Fazit

Ein Motivationsschreiben ist sehr nützlich. Gerade bei einer begehrten Stelle wird es zahlreiche Bewerber geben. Da eignet sich ein Motivationsschreiben, um positiv aufzufallen. Mit einem guten Motivationsschreiben bleibt ihr nicht lange arbeitssuchend. Grundsätzlich gilt aber, ein Motivationschreiben immer nur dann, wenn es einen Mehrwert liefert. Schließlich ist der Zweck einer Bewerbung zu zeigen, dass ihr der richtige Kandidat seid und einen guten ersten Eindruck hinterlaesst. Viel Erfolg! 🙂

 

Feven

SOS – Wenn das Studium zur Belastung wird

SOS – Wenn das Studium zur Belastung wird

Prüfungen, Nebenjob, private Probleme, wer kennt das nicht, wenn das Leben zur Überforderung wird? Gerade Studierende müssen sich um mehrere Angelegenheiten gleichzeitig kümmern. Da kann das Studium leicht zur Beslastung werden.

Psychische Probleme als Studierender kommen heutzutage immer öfter vor. Wir wollen mit jedem mithalten und kommen an unsere Grenzen. Aus reiner Verzweiflung greifen einige Studierende zu Tabletten, um noch leistungsfähiger zu werden. Das ist aber nicht die richtige Lösung. So wird die Gesundheit gefährdet. Einige Studierende schämen sich, Hilfe zu suchen, weil sie keine Schwäche zeigen wollen. Daher leiden manche heimlich an Depression. Dabei ist Schwäche menschlich und bei einem anstrengenden Lifestyle verständlich. Gerade persönliche Probleme und Prüfungsstress sind für Studierende am größten.

Und wenn Probleme zum Alltag werden, macht sich die Frustration breit. Im schlimmsten Fall führen sie zu psychischen Erkrankung. Um solche Krisensituationen zu bewältigen, bietet das Studierendenwerk Stuttgart Hilfe mit der psychotherapeutischen Beratungsstelle. Eine psychotherapeutische Beratung fördert eure Genesung und hilft euch, mit euren Problemen auseinanderzusetzen.

Petra Kucher- Sturm ist Diplom-Psychologin und arbeitet in der psychotherapeutischen Beratungsstelle des Studierendenwerk Stuttgart (Info: Das Studierendenwerk Stuttgart betreut 14 Hochschulen im Großraum Stuttgart, eine davon ist die Universität Stuttgart. Die Leistungen können aber alle Studierenden dieser 14 Hochschulen in Anspruch nehmen). Sie hat mir wichtige Fragen zum Thema beantwortet.

Interview mit Frau Petra Kucher-Sturm

Petra Kucher-Sturm und Rainer Sturm. Quelle: Studierendenwerk Stuttgart

Warum erkranken Ihrer Meinung nach immer Studierende?

Wir haben sehr wenig mit kranken Studierenden zu tun. Unsere Ratsuchenden sind meist psychisch belastet, nicht krank. Wie der Barmer Arztreport zeigt, ist es aber durchaus richtig, dass sich junge Menschen generell belasteter fühlen als früher. In dieser Altersgruppe fühlen sich jedoch gerade Studierende weniger belastet als berufstätige junge Menschen.

Das spiegelt sich bei uns auch in der Beratung wider. In den letzten drei Jahren ist die Zahl der Ratsuchenden in etwa konstant geblieben.

Was sind die typischen Symptome junger Menschen, die an psychischen Problemen leiden?

Das ist schwer im Allgemeinen zu beantworten. Es hängt von der Art der Belastung ab. Unsere Ratsuchende kommen mit ganz unterschiedlichen Problemen und mit den zur Problematik gehörenden Symptomen. Jemand der Beziehungsprobleme hat, hat andere Symptome als jemand, der unter Depressionen leidet. Depressive Studierende beispielsweise leiden vor allem an Traurigkeit und Antriebslosigkeit.

Bei welchen Problemen können die Studierenden zu Ihnen kommen?

Sie können sich mit jeder psychischen Belastung an uns wenden – egal ob es sich um Studien- oder Motivationsprobleme handelt, Prüfungsängste, Schlafstörungen oder private Probleme.

Was genau bieten Sie in Ihrer psychologischen Beratung an?

Wir bieten Einzelgespräche an. Die Studierenden rufen an und wir vereinbaren telefonisch einen Termin. Beim ersten Treffen schildern sie ihre Problematik. Während eines persönlichen Gespräches wird geklärt, welche Maßnahmen erforderlich sind und welche Möglichkeiten es gibt. Dabei zeigt sich, Ob eine Sitzung ausreicht oder mehrere benötigt werden. In unserem Rahmen können wir keine Therapieangebote machen. Falls eine Therapie erforderlich sein sollte, besprechen wir welche Optionen es gibt.

Wie gehen Sie mit den Daten der Studierenden um?

Die Gespräche sind streng vertraulich. Wir kommen der gesetzlichen Pflicht zur Dokumentation und Aufbewahrung nach und unterliegen der Schweigepflicht, d.h. dass die Studierenden sicher sein können, dass ihre Daten bei uns sicher sind.

Ist eine regelmäßige Beratung erforderlich? 

Eine
psychotherapeutische Beratung. Quelle: Studierendenwerk Stuttgart

Das ist abhängig vom Einzelfall. Manchmal genügt eine Sitzung, in anderen Fällen sehen wir die Ratsuchenden öfter. Im Schnitt kommen die Ratsuchenden zwei bis dreimal zu uns.

Es gibt Studierende, die Hilfe brauchen, sich aber schämen und daher heimlich leiden. Was
raten Sie ihnen?

Wir hören immer wieder von Studierenden, dass es nicht leicht ist sich Hilfe zu suchen. Einige berichten, dass sie mehrere Semester „Anlauf“ gebraucht haben bis sie sich dazu durchringen konnten zu uns zu kommen. Es fällt ihnen schwer sich einzugestehen, dass sie alleine nicht weiterkommen.
In den meisten Fällen ist es besser, schnell auf eine Veränderung der Situation hinzuarbeiten und nicht zu warten bis die Schwierigkeiten größer geworden sind. Erfahrungsgemäß ist es mühsamer alte Gewohnheiten zu verändern.

Wo liegen die Grenzen von psychologischer Beratung?

Leider gibt es kein Allheilmittel, das bei Problemen zu 100% und sofort wirkt. Jeder Fall und jeder Mensch ist anders. Wir können aber in den meisten Fällen helfen. Wer Probleme hat, soll sich daher wirklich trauen einen Beratungstermin zu vereinbaren. Oft hilft es einfach einmal über alles zu reden – gemeinsam finden wir eine Lösung. Unser Angebot ist vertraulich und für Studierende selbstverständlich kostenfrei.

Danke!

Wenn ihr einen Termin vereinbaren wollt, dann montags bis donnerstags von 13.30 Uhr bis 14.30 Uhr

Telefon: +49 711 / 95 74-480

Weitere Infos bekommt ihr hier.

Fazit

Heutzutage ist ein stressfreies Leben selten, da ein gewisser Leistungsdruck zum Leben junger Menschen gehört. Wichtig ist zu wissen, w¡e man damit umgeht. Überwindet eure Angst und sucht euch Hilfe. Es ist sinnvoll über die Probleme zu reden, um Lösungen zu finden. Die Beratung im Studierendenwerk Stuttgart unterstüzt euch dabei und weist euch den Weg.

 

 

Und wo wohnst du? – Das Studierendenwerk Stuttgart

Und wo wohnst du? – Das Studierendenwerk Stuttgart

Neues Studium, neue Stadt, neue Wohung? So einfach geht das leider nicht immer. Die derzeitige Wohnsituation in Stuttgart ist für die meisten ein großes Problem – natürlich auch für Studierende. Good news! Das Studierendenwerk Suttgart hilft.

Durch die hohe Nachfrage steigen die Miet-Preise. Gerade zu Semesterbeginn ist es schwieriger eine Wohnung oder ein Zimmer zu finden, weil natürlich jeder gerade sucht. Ein bezahlbares Zimmer oder gar eine Wohnung in Stuttgart ist ein nervenaufreibende Herausforderung. Und das mit kleinem Budget? Fast unmöglich. Da wird die Vorfreude aufs Studium ziemlich klein.

 

Interview mit Jasmin Mauser 

Frau Mauser arbeitet für das Studierendenwerk Stuttgart und unterstützt Studierende zum Thema Wohnen. Sie war so freundlich und hat sich für ein paar Fragen Zeit genommen.

Jasmin Mauser. Quelle: Studierendenwerk.

Frau Mauser, wieso glauben Sie, dass es in Stuttgart immer schwieriger wird, eine Wohnung zu finden?

Die Region Stuttgart ist wachstumsstark und ein anerkannter Wissenschaftsstandort. Das macht sie für Studierende und Beschäftigte sehr attraktiv, führt aber gleichzeitig auch dazu, dass es immer mehr Interessenten als Angebote auf dem Wohnungsmarkt gibt. Und natürlich sind dadurch die Mietpreise der letzten Jahre kontinuierlich angestiegen. Da die meisten Studierenden keinen dicken Geldbeutel haben, wird es leider oft dementsprechend schwierig für sie eine bezahlbare Wohnung oder ein Zimmer zu finden.

Wie kann das Studierendenwerk Stuttgart helfen? 

Stuttgart wird immer beliebter. Quelle: Pixabay.

Indem wir Studierenden günstigen Wohnraum in Hochschulnähe zur Verfügung stellen. In unseren 35 Wohnanlagen bieten wir mehr als 7.200 Zimmer an. Da ist von Zimmern in Flurgemeinschaften über Zimmer in Zweier- bis Zehner-WGs bis zu Einzimmer-Appartements alles dabei. Gerade zu Beginn des Wintersemesters reichen diese Wohnplätze aber bei Weitem nicht aus. Wir haben auf unserer Homepage daher eine Privatzimmervermittlung eingerichtet. Vermieter, die Studierenden Zimmer oder Wohnungen anbieten möchten, können ihre Anzeige dort kostenlos einstellen. Die Studierenden, die sich für ein Zimmer interessieren, können die Angebote einsehen und sich dann direkt mit dem Vermieter in Verbindung setzen. Und das alles ohne Provision oder Vermittlungsgebühr.

 Was bietet das Studierendenwerk Stuttgart?

Natürlich helfen wir auch telefonisch weiter – gerade wenn die Zeit drängt und man darauf angewiesen ist eine Unterkunft zu finden, weil man nicht aus  der Region kommt und extra für das Studium nach Stuttgart zieht. Dann geben wir Tipps zur Wohnungssuche, schlagen Alternativen vor oder  vermitteln Adressen von Hostels im Raum Stuttgart. Studierenden, die sich auf einen Platz in unseren Wohnanlagen bewerben, raten wir dringend dazu sich rechtzeitig darum zu kümmern. Die Wartezeit liegt aktuell bei sechs bis acht Monaten. Man kann sich bei uns auch ohne Immatrikulationsbescheinigung bewerben, wenn man schon weiß, dass man in Stuttgart studieren wird. Erst beim Einzug muss man die Immatrikulationsbescheinigung dann vorzeigen.

Wie bewirbt man sich für ein Zimmer in einer Wohnanlage des Studierendenwerk Stuttgart? 

Wohnraum Studierendenwerk Stuttgart. Quelle: Studierendenwerk.

Ganz einfach auf unserer Homepage per Online-Bewerbung. Dort sieht man alle Wohnanlagen auf einer Karte. Das kann praktisch sein – wenn man weiß, an welcher Hochschule oder Uni man studieren wird, kann man sich ein Wohnheim in Hochschulnähe aussuchen und sich auf dieses bewerben. Im Online-Formular wählt man drei favorisierte Wohnanlagen aus und hinterlegt alle notwendigen Daten. Wenn man die Bewerbung abgeschickt hat, bekommt man eine Eingangsbestätigung per E-Mail. Einmal im Monat mailen wir einen Link an die Bewerberinnen und Bewerber, über den sie uns regelmäßig bestätigen müssen, dass sie noch Interesse an einem Zimmer in unseren Wohnanlagen haben. Ansonsten müssen wir sie von der Warteliste nehmen.

Sollte die Stadt Stuttgart Ihrer Meinung nach mehr machen? 

Wohnungsnot in Stuttgart Quelle: Unsplash.

Genau wie wir ist auch die Stadt auf günstige Bauplätze oder Immobilien angewiesen, um bezahlbaren Wohnraum anbieten zu können. Es liegt mehr an der großen Nachfrage, dass die Immobilienpreise angestiegen sind. Daher haben die Städte und Gemeinden die gleichen Schwierigkeiten wie wir auch. Wir können keine teure Immobilie ankaufen und dann günstig vermieten, weil wir die Differenz nicht tragen können.

Wie sehen die aktuellen Mietpreise in Stuttgart aus? 

Das ist sehr unterschiedlich. Die Mieten im Umland sind günstiger als mitten in der Stadt. In unseren Wohnanlagen liegt die Durchschnittsmiete aktuell bei 285 Euro monatlich, inklusive Betriebskosten. Der Mietpreis ist dabei abhängig von Wohnform, Größe und Ausstattung.

Was für Alternativen schlagen Sie vor, wenn Studierende zu Semesterbeginn noch keine Unterkunft haben?

Als Alternative schlage ich vor, sich in unserem bereits erwähnten Online-Portal, der Privatzimmervermittlung umzusehen. Aber natürlich sollten Studierende auch flexibel sein – sowohl beim Wohnraum, als auch beim Wohnort. Wir haben in Stuttgart ein gutes öffentliches Nahverkehrsnetz und im Umland ist es oft einfacher ein bezahlbares Zimmer zu finden als in Stuttgart direkt.

Denken Sie, dass durch den Wohnungsmangel weniger Studierende nach Stuttgart kommen
werden? 

Nach einer Unterkunft Ausschau zu halten, kann zu einer Last werden. Quelle: Unsplash.

Wir konnten da keinen Zusammenhang feststellen. Wer in Stuttgart studieren will, lässt sich nicht durch den angespannten Wohnungsmarkt davon abhalten. Andere Gemeinden wie Tübingen oder Hohenheim haben die gleiche Problematik, aber deshalb haben auch sie nicht weniger Studierende.

Wie denken Sie wird sich die Wohnsituation in den nächsten Jahren wandeln?

Das kann ich nicht so genau sagen, weil es von verschiedenen Außenfaktoren abhängig ist. Beispielsweise hat sich vor einigen Jahren durch die Abschaffung des Zivildienstes einiges geändert. Die Menschen sind direkt nach der Schule ins Studium. Ein weiterer Faktor ist die Arbeitsmarkt-Situation. Wenn sie hier gut ist, kommen natürlich mehr Studierende nach Stuttgart. Im Studierendenwerk wissen wir um die aktuelle Wohnungsnot und ergreifen entsprechende Maßnahmen um die Situation für Studierende zu entspannen. In den   kommenden Jahren schaffen wir gut 1.400 zusätzliche Wohnplätze.

Vielen Dank für Ihre Zeit! 

Das Studierendenwerk Stuttgart wird in der Zukunft mehr Wohnraum anbieten können, um den Studierenden weiterhin zu helfen. Mehr Infos bekommt ihr hier.

Fazit

Auch wenn die Wohnungssuche schwieriger wird, gebt nicht auf. Wenn ihr keine Wohnung gefunden habt, wählt als Alternative WGs oder vielleicht sogar Frenunde und Bekannte, bei denen ihr vorübergehend leben könnt. Inzwischen stellen die sozialen Netzwerke auch eine gute Möglichkeit dar,  eine Wohnung zu finden. Auf Facebook gibt es diverse Gruppen mit aktuellen Informationen zu Wohnungen. Wer aktiver sein möchte, kann eine eigene Zeitungsanzeige schalten. Weitere Alternativen findet ihr auch hier. Wie ihr euch die Wohnung finanzieren könnt, erfahrt ihr hier. Wenn das alles nicht hilft, ist pendeln eine Option, falls die Uni von der Heimat nicht zu weit weg ist. Auch wenn ihr am Anfang nicht die Traumwohnung oder das Traumzimmer gefunden habt, ist es wichtig, Kompromisse einzugehen, damit ihr euch auf das Studium konzentrieren könnt. Wenn ihr euch schließlich eingelebt habt, könnt ihr im Anschluss immer noch nach einer besseren Unterkunft suchen.

Viel Glück!

Feven

Berufsbegleitend studieren mit der Master: Online-Akademie

Berufsbegleitend studieren mit der Master: Online-Akademie

Berufsbegleitendes Studium mit der Master: Online-Akademie
Quelle: innovative-entrepreneurship.de

Arbeiten und Studieren in einem? Das ist bislang oft nur aus dualen Studiengängen bekannt, bei denen sich Theorie- und Praxisphasen abwechseln und aufgrund der räumlichen Distanz in der Regel zwei Wohnsitze erforderlich machen. Das Konzept der Master: Online-Akademie hingegen ermöglicht es Studierenden, beides miteinander zu verknüpfen: Beruf und Studium – und zwar parallel, nicht nacheinander. Wie das im Einzelnen funktionieren soll, erfahrt ihr im Interview mit dem Geschäftsführer Herrn Dr.-Ing. Ulrich Eggert der Master: Online-Akademie.

Studieren im digitalen Zeitalter: Jederzeit, ohne lästige Anwesenheitspflicht und bequem von zu Hause aus. Klingt utopisch und zu gut, um wahr zu sein? Nun, nicht ganz. Zumindest dann nicht, wenn ihr euch für ein berufsbegleitendes Studium entscheidet, wie es beispielsweise das Angebot der Master: Online-Akademie ermöglicht.

Wieso eigentlich Fern- oder berufsbegleitendes Studium?

Doch warum sollte man sich überhaupt für ein Fern- oder berufsbegleitendes Studium interessieren? Wo liegen die Vorteile gegenüber einem regulären Präsenzstudium? Die Schlagworte lauten Flexibilität, Wissenserweiterung und lebenslanges Lernen. Anwesenheitspflichten existieren nur in einem geringen Umfang, da das Studium weitgehend ortsunabhängig stattfindet und somit damit der Vereinbarkeit von Studium und Beruf eher entgegenkommt.

Man kann nicht nur in seinem eigenen Tempo studieren, sondern profitiert zeitgleich auch von der Erfahrung, im virtuellen Hörsaal Erlerntes unmittelbar und praxisnah in seinen Beruf einbringen zu können. Dieser Aspekt ist besonders für bereits im Berufsleben stehende Bachelor-Absolventinnen und Bachelor-Absolventen von Bedeutung: Anstelle den Arbeitsplatz endgültig gegen einen Hörsaal einzutauschen, wird der Master berufsbegleitend absolviert – und zwar oft mit Unterstützung des Unternehmens. Eine Win-win-Situation also.

Aber auch weniger karriereorientierte Gründe können die Entscheidung gegen ein Präsenzstudium beeinflussen: Die Pflege nahestehender Angehöriger, eigene (chronische) Erkrankungen, die Kindererziehung im Studium und/oder die Notwendigkeit eines oder mehrerer Nebenjobs zur Finanzierung desselben.

Im Interview mit Herrn Dr. Ulrich Eggert, Geschäftsführer der Master: Online-Akademie

Ulrich Eggert, Geschäftsführer der Master: Online-Akademie

Was unterscheidet die „Master: Online-Akademie“ von anderen universitären Anbietern? Was ist ihr „Alleinstellungsmerkmal“?

Eggert: Bei der Organisationsform geht es weniger um die Alleinstellung (Universitäten und Hochschulen sowie private Anbieter haben sehr verschiedene Formen, die sich an den Bedarfen der jeweiligen Hochschule ausrichten). Und was die Angebote betrifft, spiegeln diese in etwa das Profil der Universität wider. Dabei geben wir die Möglichkeit eines sog. ‚Blended Learning‘ (80% online, 20% Präsenzstudium), was die zeitliche und örtliche Souveränität der Studierenden vergrößert. Lediglich im Bereich der Architektur wird Weiterbildung in Präsenz angeboten – weil es die Studierenden so möchten! Neben der Universität Freiburg hat Stuttgart die meisten weiterbildenden Studiengänge in Baden-Württemberg im Angebot (soweit das als Alleinstellung gelten kann).

Wie sieht das Geschlechterverhältnis in den Studiengängen der „Master: Online-Akademie“ aus? Wird daran gearbeitet, mehr Frauen für die Masterstudiengänge zu gewinnen und wenn ja, wie erfolgt die Umsetzung?

Eggert: Ähnlich wie in grundständigen Studiengängen, ist der Anteil weiblicher Studierender eher gering. Wobei das Verhältnis in der Weiterbildung etwas ausgeglichener ist. Je nach Studiengang aber sehr variierend: Integrierte Gerontologie > 50% Frauen, Logistikmanagement ~ 20%, die anderen zwischen diesen Werten.

Wie sehen die Abschlussstatistiken hinsichtlich Absolventinnen und Absolventen aus? Wie viel Prozent der Masterstudierenden erwerben tatsächlich ihren Masterabschluss?

Studiengänge für alle Geschlechter.
Quelle: Pixabay.com

Eggert: Den Abschluss erwerben nahezu alle Studierenden! – Aufgrund der Tatsache, dass die Studiengänge gebührenpflichtig sind, eine sehr intensive Betreuung stattfindet, und berufsbegleitend Studierende sich sehr genau überlegen, was sie leisten können, kommt es so gut wie nie zu Abbrüchen.

Wie wird das Qualitätsmanagement umgesetzt (Zufriedenheit der Studierenden mit den Studienbedingungen, Ausstattungs-Aspekte und Service-Angebote)?

Eggert: Als Teil einer systemakkreditierten Universität gelten sämtliche Maßnahmen der Qualitätssicherung auch für die weiterbildenden Studiengänge. Dabei sind die Rückmeldungen kontinuierlich sehr gut. Auch die Reviews der Akkreditierungsgremien bestätigen die gute Arbeit.

Wie sieht die Vernetzung zwischen der „Master: Online-Akademie“ und Firmen/Unternehmen zum einen im Allgemeinen und zum anderen als konkrete Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber der Masterstudierenden aus?

Eggert: Hier ist keine pauschale Antwort möglich, da je nach Studienfach sehr unterschiedliche Gegebenheiten (Selbständige, Firmenangehörige, WiedereinsteigerInnen, …) vorliegen. Immer mehr ist zu beobachten, dass Firmen die Weiterbildung zeitlich oder finanziell unterstützen. Darüber hinaus ist die Akademie in Kontakt mit Firmennetzwerken, dem Bildungswerk des Arbeitgeberverbands Südwestmetall und anderen.

Auch wenn das Studium berufsbegleitend angeboten wird, besteht sicherlich ein Interesse daran, Unternehmen dafür zu gewinnen, ihre Angestellten entsprechend zu fördern (finanziell, zeitlich etc.). Oder greift hier das universitäre Selbstverständnis der Universität als ein Ort der Forschung und Lehre ohne Berücksichtigung der anschließenden beruflichen Umsetzung?

Eggert: Die Weiterbildung erfolgt mit dem Fokus auf Bedürfnisse der Studierenden. Da diese im Berufsleben stehen, werden Inhalte entsprechend vermittelt und haben entsprechenden Bezug zur Praxis. Die Lehrenden schätzen zudem den Austausch mit der Praxis. Die letztendlich erlangten Kompetenzen entsprechen dann allerdings denen eines grundständigen Studiums, so dass der Master-Abschluss genauso zur Promotion berechtigt und entsprechende Kenntnisse und Fähigkeiten voraussetzt.

Wie sehen die Möglichkeiten für Studierende aus, die eine Promotion anstreben? Inwieweit unterstützt die „Master: Online-Akademie“ ihre Absolventinnen und Absolventen dabei, zu promovieren? Und wie viele Absolventinnen und Absolventen promovieren tatsächlich?

Master: Online Logistikmanagement
Quelle: uni-stuttgart.de

Eggert: Diese Daten liegen nicht vor – es dürften auch nicht allzu viele sein, die die wissenschaftliche Karriere anstreben. Wenn dieser Wunsch besteht, unterstützen wir soweit möglich. Allerdings setzt eine Promotion immer die Betreuung durch eine Professorin oder einen Professor eines Instituts voraus, den die Promotionswilligen meist bereits kennen bzw. gefunden haben.

Wie steht die „Master: Online-Akademie“ zur Einführung von (Online-/Präsenz-) Mentorinnen und Mentoren, die interessierte Studierende bis zur Entscheidung für einen Studiengang der „Master: Online-Akademie“ begleiten? Es kann durchaus hilfreich sein, Kontakte zu fortgeschrittenen Semestern aka Mentorinnen und Mentoren zu knüpfen, die ihrerseits ihre Erfahrungen weitergeben können und so dazu beitragen, dass Studierende ihr Studium tatsächlich beenden.

Eggert: Diese Funktion (eher Beratung als Mentoring) erfüllen die Kolleginnen und Kollegen des jeweiligen Studiengangsmanagements. Sie kümmern sich um Interessierte ab dem Zeitpunkt der ersten Kontaktaufnahme und präsentieren den jeweiligen Studiengang auch bei Veranstaltungen, Messen, …

Das Nicht-Beenden kennen wir im Prinzip nicht. Dazu ist die fachliche und überfachliche Betreuung durch das Studiengangsmanagement zu intensiv. Sollte sich zeigen, dass jemand zeitlich oder inhaltlich überfordert wäre, wird in der Regel vereinbart, zunächst nur ein oder zwei Einzelmodule im Rahmen eines sog. Kontaktstudiums zu belegen und so zu sehen, ob ein berufsbegleitendes Studium der geeignete Weg ist.

Master: Online Bauphysik
Quelle: uni-stuttgart.de

Was möchten Sie persönlich Interessierten, Bewerberinnen und Bewerbern an der „Master: Online-Akademie“ mit auf den Weg geben?

Eggert: Dass lebenslanges Lernen kein Schlagwort ist, sondern gelebte Kultur. Sei es in Form eines ganzen Studiengangs oder auch in kleinen, speziell ausgewählten Maßnahmen. Die Kunst dabei ist, aus der Vielzahl der Angebote das Passende zu finden.

Folgende Master-Studiengänge werden derzeit angeboten:

Drei Fragen an Herrn Dr. Eggert: 

 

Weitere Informationen zur Master: Online-Akademie findet ihr hier. Und falls ihr euch persönlich beraten lasst wollt: Kontakt. Für eine direkte Bewerbung hilft euch dieser Link weiter.

Alles Gute für euer Studium!

Romy

Lass dich vom Radiofieber packen

Lass dich vom Radiofieber packen

 

Yannik

Gute Nachricht an alle Studierende: Die Semesterferien kommen näher. Endlich kannst du wochenlang einfach mal das tun, worauf du Lust hast. Wie wäre es zum Beispiel mit einer eigenen Radiosendung? In der Summer School von HORADS 88,6 erlebst du fünf Tage Radiojournalismus hautnah – Recherchieren, Texten und live Moderieren.

HORADS 88,6 ist das Campusradio für die Region Stuttgart. Von Juli bis Oktober finden wöchentlich Radio-Workshops statt, in denen du hinter die Kulissen eines Radiosenders gucken kannst. Wie entsteht eine Sendung? Wie führt man am besten ein Interview? Und was passiert eigentlich, wenn die Technik ausfällt? Diese Fragen stellte sich auch Pia (24). Sie studiert Geschichte im Master an der Universität Stuttgart und hat im Juli 2017 bei der Summer School mitgemacht: „Letzten Sommer hatte ich tatsächlich das erste mal keine Hausarbeiten über meine Semesterferien zu schreiben und somit zwei Monate Freizeit. An der Uni sah ich dann einen Aushang über die Summer School und hatte direkt Lust, Radio mal von der anderen Seite kennenzulernen.“ Pia ist nämlich Musikerin in einer Band und beantwortet eigentlich Interviewfragen, anstatt sie zu stellen. In der Summer School lernte sie zum Beispiel, was man beachten sollte, wenn man „on air“ spricht und wie man eine Radiosendung aufbaut.

Alter Hase oder Grünschnabel – jeder kann mitmachen

Während Pia ohne Radiovorkenntnisse in die Summer School gestartet ist, hatte Yannick (23) bei der Anmeldung bereits drei Semester beim Campusmagazin Hohenheim co-moderiert. „Das Tolle an HORADS ist ja, dass du komplett unerfahren dazu kommen kannst, ohne, dass dich jemand dafür verurteilt. Ich persönlich wollte für meine erste eigene Sendung noch mal alle grundlegenden Abläufe einer Sendung auffrischen“, erzählt der Kommunikationswissenschafts-Student. Yannicks Traum war es schon lange, zusammen mit seinem Kumpel Enos ein Film- und Serienmagazin zu moderieren. „Ich wurde sogar von dem Programmverantwortlichen bei HORADS angesprochen, ob die Sendung nicht was für mich wäre, aber zu dem Zeitpunkt war ich noch grün hinter den Ohren und traute es mir nicht zu.“

In der Summer School verfestigte Yannick sein bisher autodidaktisches Radiowissen durch Übungen und individuellem Feedback des Workshop-Leiters. „In meiner Gruppe waren einfach super nette Leute. Wir haben uns gegenseitig Tipps gegeben und sind unsere Moderationstexte gemeinsam durchgegangen“, sagt Yannick. Pro Woche können bis zu sechs Personen an dem Workshop teilnehmen. Jeden Tag steht ein anderes Programm auf dem Plan: Am ersten Tag bekommen die Teilnehmer eine Einführung in den Hörfunkjournalismus, der bei HORADS crossmedial aufgestellt ist. Außerdem lernen die Studierenden, wie man Audios ganz einfach schneiden kann. Ab dem zweiten Tag geht es dann für das „Summer School Magazin“ direkt ans Mikrofon.

Pia

„Also ich war schon sehr aufgeregt, als ich das erste Mal live im Radio gesprochen habe“, gibt Pia zu. „Aber ich glaube, das ist ganz normal. Man sollte sich einfach in dem Thema wohl fühlen, worüber man redet“. Für diese individuellen Wohlfühlthemen wird im „Summer School Magazin“ gesorgt: In verschiedenen Rubriken werden studentische Themen von den Radioschülern vorgestellt. Das Spektrum reicht vom Kinotipp bis zum politischen Ereignis. Nach jeder Moderation bekommen die Workshop-Teilnehmer ein Feedback, das sie am nächsten Tag direkt in die Tat umsetzen können. Der Aufbau und das Thema der letzten Freitagssendung ist den Studierenden schließlich ganz frei überlassen – jede Woche kommen völlig unterschiedliche Sendungen dabei raus.

Nicht nur träumen – machen!

„Nach den fünf Tagen waren wir ein eingeschworener Haufen!“, lacht Yannick. Und auch Pia findet, dass die Summer School eine tolle Möglichkeit ist, wenn man als Student Zeit und Lust hat, Radio auszuprobieren. Beide Studierenden hat das Radio-Fieber gepackt: Yannick hat seinen Traum von seiner eigenen Film- und Seriensendung in die Realität umgesetzt und auch Pia hat ihre Interessen Radio und Musik in einer eigenen Sendung bei HORADS verbunden.

Weitere Informationen über die Summer School findest du unter www.horads.de/summerschool. Dort kannst du dich für den Radio-Workshop anmelden, indem du dich in die Doodle-Liste (http://bit.ly/summerschool_2018) einträgst und eine Mail an hochschulradio@hdm-stuttgart.de sendest.

 

Merle Flachsbarth

Mit oder ohne?

Mit oder ohne?

Welchen messbaren Einfluss hat es auf meine Chancen auf dem Arbeitsmarkt, wenn ich auf dem Bewerbungsfoto ein Kopftuch trage? Gibt es Studienabschlüsse, mit denen kopftuchtragende Frauen mehr Chancen bei der Bewerbung habe als mit anderen? Wie können wir der Arbeitswelt zu mehr Offenheit bezüglich kopftuchtragender Frauen verhelfen?

Sara Sahin

Sara Sahin (links) mit Unterstützung von Bayan Khatib (rechts).

Solche und andere spannende Fragen warf Sara Sahin von der With-or-Without-Kampagne am Dienstag, den 17. April im Rahmen eines Gastvortrages bei der Islamwoche an der Universität Stuttgart auf. Die Islamwoche wurde zum 21. Mal von der Hochschulgruppe Muslimische Studierendenunion (MSU) an der Universität in Stuttgart veranstaltet. Für dieses Jahr organisierten sie auf dem Campus Vaihingen verschiedene Vorträge, die Berührungspunkte zwischen muslimischer und deutscher Kultur thematisierten. Zusätzlich konnten sich eine Reihe an thematisch verwandter Projekte und Kampagnen präsentieren.

Die Kollegen und Kolleginnen von morgen ansprechen

„Unser Ziel ist, den Dialog zwischen muslimischen und nicht-muslimischen Studierenden zu fördern.“, erklärte Ismail Khan, der neue Vorsitzende der MSU. „Unsere Generation will auf andere zugehen. Wir möchten den Dialog fördern und Aufklärung betreiben.“ Dies sei besonders wichtig, da im Hörsaal von heute die Kollegen und Kolleginnen von morgen säßen. So soll ihre Veranstaltung dabei helfen, bereits während der Studienzeit die Basis für ein angenehmes und entspanntes Verhältnis in der späteren gemeinsamen Arbeitswelt zu schaffen.

Stand RIA

Nach dem Vortrag konnte man sich beispielsweise über das RIA-Festival mit Thema der Religion und Idenität informieren.

Verantwortlich für den Ablauf der Islamwoche waren neben dem Vorstand der MSU auch mehr als dreißig Helfer und Helferinnen, die im Hintergrund der Veranstaltung planten und ausführten. Die diesjährigen Vortragenden wurden vorab von der Muslimischen Studierendenunion anhand einer Themenliste ausgewählt. Neben Sara Sahin sprachen Emre Akyel zum Thema des islamischen Finanzwesens, Ferid Heider zu islamischen Werten in der postmodernen Gesellschaft, sowie Reuf Jasarevic, der über den möglichen Einfluss der islamischen Lehre auf ein erfolgreiches Leben referierte. Das Tragen eines Kopftuchs in der Arbeitswelt wurde dieses Jahr zum ersten Mal im Rahmen eines Gastvortrages thematisiert.

„Es ist keine Opferrolle, in die man sich drängt.“

Sahin stellte Studien zu dem Anteil der kopftuchtragenden, muslimischen Frauen, ihrer Erwerbstätigkeit und der Akzeptanz des Kopftuchs in der deutschen Gesellschaft vor. Besonders eindrücklich gestaltete sich eine Studie, bei der Bewerbungsunterlagen mit fiktiven Personen, die identische akademischen Hintergründe, aber unterschiedliche Bewerbungsfotos (einmal mit, einmal ohne Kopftuch) und unterschiedlichen Namensangaben (einmal inländisch klingend, einmal ausländisch klingend) verschickt wurden. Dies führte zu Lasten der kopftuchtragenden fiktiven Persönlichkeiten und derer mit ausländisch klingenden Namen zu einer unterschiedlichen Quote bezüglich der positiven Rückmeldungen.

Diskursrunde

In der anschließenden Diskussionsrunde wird es konkret.

„Es ist also keine Opferrolle, in die man sich drängt.“, resümierte Sahin. Ein Kopftuch und ein ausländisch klingender Name könne noch immer den Bewerbungsprozess erschweren. Dies resultiere unter anderem daraus, dass gesellschaftlich noch keine vollständige Akzeptanz von kopftuchtragenden Frauen bestünde. Aber wie kann man diesem Phänomen angemessen begegnen? „Was fehlt, sind Lösungsansätze.“, so Sahin. Wichtig seien hierfür auch politische Handlungen, die auf Diskriminierung am Arbeitsplatz reagieren. „Schlupflöcher für Arbeitgeber im Gesetz müssen geschlossen werden.“

In der anschließenden Diskussionsrunde richten die Teilnehmenden den Blick auf die Zukunft. „Es gibt viele, die etwas verändern können.“, macht Sahin deutlich. „Wir müssen aktiver werden.“ Auch die Möglichkeit einer Blindbewerbung, das heißt einer Bewerbung ohne beigefügtes Foto, könne kurzfristig zum Erfolg führen. Zum Schluss möchte eine junge Frau noch wissen, ob es für sie unter Anbetracht ihrer späteren Bewerbungschancen überhaupt sinnvoll sei, ein rechtswissenschaftliches Studium zu beginnen. In der Zukunft wolle sie ein Kopftuch tragen und bei anderen Studiengängen wie Informatik sei das Problem der Diskriminierung bei der Arbeitssuche weit weniger stark ausgeprägt. „Du solltest dir jetzt keine Gedanken darüber machen, ob du später einen Job findest.“, antwortet Sahin. Zumindest sollte sie sich keine Gedanken darüber machen müssen.

 

Anna

Im Gleichgewicht: Tipps für eine gute Work-Life-Balance

Im Gleichgewicht: Tipps für eine gute Work-Life-Balance

Im Gleichgewicht.
Quelle: pixabay.com

Schaffe, schaffe, Häusle baue? Im Schwabenländle wird viel gearbeitet. Aber zu viel Arbeit kann unserer Gesundheit schaden. Wer ständig einen Stapel unerledigter Arbeit auftürmt, dreht im roten Bereich. Sich vornehmen, alles etwas gelassener anzugehen reicht häufig nicht.

Ein Tag hat 24h. Aber manchmal sind 24h nicht genug. Nicht nur Arbeitnehmer haben Probleme mit der Work life Balance. Auch Studierende können dabei in Stress geraten: Es ist nicht immer einfach, das Studium, die Arbeit und das Privatleben miteinander zu vereinbaren.  Sehr ehrgeizige Studierende leiden häufig zusätzlich unter Druck, überlasten sich unbewusst, vernachlässigen dabei ihre Gesundheit und können so psychisch erkranken.

Work-Life-Balance spielt eine immer wichtigere Rolle in unserem Leben. Die meisten Unternehmen haben das inzwischen erkannt und bieten flexible Arbeitszeiten, Home-Office oder Gesundheitsmanagement an. Das machen Sie nicht (nur) aus Nächstenliebe: Erwiesen ist, mit einem besseren Ausgleich ist auch eine höhere Leistungsfähigkeit möglich. Dasselbe gilt natürlich für Studis. In diesem Artikel findest Du die besten Tips gegen Stress, im nun folgenden möchte ich Dir kurz erklären, wie Du Studium, Arbeit und Privatleben in Einklang bringst:

Tipps für ein ausgewogenes Leben

  • Eine Grenze ziehen: Als erstes ist es am wichtigsten, die Grenze zwischen Studium, Nebenjob und Freizeit zu finden. Nach der Uni oder Arbeit abschalten und den Kopf freikriegen, ist besonderes während der Prüfungsphase wichtig. Wer dazu noch jobbt, sollte nach dem Feierabend keine Emails mehr checken. Wer oft zu viel arbeitet, sollte keinesfalls das Geniessen verlernen.
  • Urlaub: Wer arbeitet, muss Urlaub machen, um neue Energie zu tanken. Selbst kleine Kurztrips dienen als Erholung.
  • Bild: complize / photocase.de

    Workaholics: Lerne zu delegieren. In der WG oder mit dem Partner kann man sich abwechseln zu kochen und aufzuräumen. Wer immer alles selber machen will, aus Angst, andere könnten es verkehrt machen, schneidet sich nur ins eigene Fleisch.

  • „Nein-Sager“: Wer kennt es nicht, man ist mit seinen eigenen Sachen beschäftigt ist und soll gleichzeitig Freunden und Bekannten helfen. Wir wollen natürlich helfen, aber leider geht das nicht immer. Ihr solltet selbst erkennen, wann ihr hilfsbereit sein könnt und wann ein „Sorry, ich würde dir gerne helfen, aber ich kann nicht, weil ich viel um die Ohren habe.“Anfangs plagt vielleicht ein schlechtes Gewissen, aber letztendlich müsst ihr manchmal Prioritäten setzen.
  • Sport: Auch wenn es nach einem anstrengenden Tag schwer fällt: Bewegung hilft. Sport nach getaner Arbeit macht den Kopf frei, löst Verspannungen und schüttet Glückshormone aus. Man kann den Sport aber auch in den Alltag einbauen. Gerade in der Mittagspause hat, kann nach dem Essen ein Verdauungsspaziergang Wunder wirken.
  • Schlaf: Um so viel wie möglich in der Freizeit zu erleben, verzichten einige Studierende auf ihren Schlaf. Kann man mal machen, aber auf Dauer ist das sehr ungesund und zermürbt euer Nervenkostüm. Ausreichender Schlaf wappnet uns, für einen anstrengenden Tag. Zwischen 7 bis 9 h solltet ihr täglich schlafen.

    Have a break! Quelle: Unplash.

  • First things first: Egal, ob zu Hause, an der Uni oder in der Arbeit – erledige unangenehme Aufgaben am besten gleich. Je länger Du es aufschiebst, desto belastender setzt sich der Gedanke daran im Hinterkopf fest. Brings hinter Dich, dann bist Du wieder frei für anderes. Und:  Am Morgen ist man normalerweise noch um einiges konzentrierter, produktiver und auch schneller bei der Arbeit, als am späten Nachmittag. Hier gilt wie auch sonst, was du heute kannst besorgen, verschiebe nicht auf morgen.
  • Zeiteinteilung: Klar hast Du schon hundertmal gehört. Aber machst Du das auch? Ziel ist es, die Zeit optimal auszunutzen. Das heißt Organisation! Erstelle eine To-do-Liste und teile Deine Zeit entsprechend ein. So herrscht Klarheit und Du weißt stets was als nächstes ansteht. Arbeite die Liste Schritt für Schritt ab und bleib so gut wie möglich im für die Aufgabe eingeplanten Zeitrahmen.

Fazit

Zu viel Arbeit ohne Ausgleich kann zu einer Überforderung führen. Ein gesundes Gleichgewicht ist daher sehr wichtig. Ihr solltet euer Privatleben und Arbeitsleben miteinander kombinieren können. Im Endeffekt geht es darum, eine bessere Lebensqualität zu haben, ohne auf etwas verzichten zu müssen.

 

Feven