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Tischtennis-Trio der Uni Stuttgart holt Gold

Antonia Bernhard, Annika Müller und Miriam Kuhnle gewannen die Deutsche Hochschulmeisterschaft im Tischtennis. Aus eigener Initiative, neben dem Vollzeitstudium.

Wie gelingt die Verbindung von sportlicher Spitzenleistung und Studium? Antonia Bernhard und Annika Müller, beide Studentinnen der Universität Stuttgart, und aktive Leistungssportlerinnen im Tischtennis, geben Einblicke in ihren Alltag zwischen Training, Wettkämpfen und Hörsaal.

Herzlichen Glückwunsch! Als Team habt ihr gemeinsam mit Miriam Kuhnle den ersten Platz bei den Deutschen Hochschulmeisterschaften im Tischtennis gewonnen. Wie habt ihr euch als Team zusammengefunden?

Annika: Miri und ich haben bereits in den letzten beiden Jahren an den Deutschen Hochschulmeisterschaften teilgenommen. Für den Teamwettbewerb braucht man allerdings drei Spielerinnen. Zufällig habe ich Antonia im Sportinstitut getroffen. Wir studieren beide dort und kennen uns privat aus dem Tischtennissport. Auf Turnieren sind wir uns immer wieder begegnet, deshalb haben wir sie einfach gefragt, ob sie Lust hätte, dieses Jahr mit uns anzutreten.

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Der Start bei den Deutschen Hochschulmeisterschaften war also eine private Initiative?

Annika: Genau. Man muss das selbst in die Hand nehmen. Ich war anfangs ein paar Mal im Hochschulsport-Tischtennis, dort wurde auf die Deutschen Hochschulmeisterschaften hingewiesen, aber die wirklich guten Spielerinnen sind selten dort aktiv. Die Organisation läuft eher über private Kontakte.

Ihr trainiert somit außerhalb des Hochschulsports?

Annika: Ja, wir trainieren eigenständig und intensiver als im regulären Hochschulsport-Angebot. Die besten Spielerinnen haben oft eigene Trainingsmöglichkeiten.

Wie vereinbart ihr Sport und Studium?

Antonia: Ich versuche unter der Woche mehr für die Uni zu machen, weil ich am Wochenende oft auf Turnieren unterwegs bin, teilweise mit langen Anfahrtszeiten. Deshalb schaue ich, dass ich das immer unter der Woche gut geregelt bekomme.

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Profitiert ihr vom Studium für den Sport oder umgekehrt?

Annika: Ich studiere Bewegungswissenschaften, da lassen sich Trainingsplanung oder sportwissenschaftliche Grundlagen direkt anwenden. Aber generell geht es eher um Soft Skills: Disziplin, Ehrgeiz und Motivation - die lassen sich sowohl im Sport als auch im Studium nutzen.

Welche Tipps habt ihr für Studierende, die Leistungssport und Studium verbinden möchten?

Annika: Mit guter Selbstorganisation und Disziplin ist vieles möglich. Als Studentin ist man flexibler als im Berufsleben und kann seinen Tagesablauf selbst gestalten: sei es durch das Nachholen von Vorlesungen oder eine individuelle Zeitplanung. Und ich denke, zumindest hier am Institut für Sport- und Bewegungswissenschaft ist es so, dass die Dozenten es supporten, wenn man Leistungssport betreibt

Antonia: Ich hatte bisher noch keine Abstimmungen mit den Dozentinnen und Dozenten, weil es bisher auch so immer gut geklappt hat. Meist sind Turniere ja am Wochenende und das überschneidet sich eigentlich nicht mit Vorlesungszeiten. Und sonst kann ich mein Studium immer ganz gut mit dem Training vereinbaren.

Die Europäische Hochschulmeisterschaft in Portugal steht 2027 an. Plant ihr, daran teilzunehmen?

Antonia: Auf jeden Fall! Die Meisterschaft findet nächstes Jahr im Juli statt – mit uns. Solche internationalen Events sind selten, deshalb wäre das für uns ein absolutes Highlight.

Vielen Dank für das Interview und weiterhin viel Erfolg im Studium und im Sport!


 

Sandra

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