Was für ein Stress!

Bild: complize / photocase.de

Prüfungen, Zeitdruck und finanzielle Probleme prägen häufig das Leben eines Studierenden. Die Anforderungen von außen scheinen hoch und die, die man sich selbst auferlegt noch größer. Das erzeugt Stress und das wiederum wirkt sich negativ auf unsere Gesundheit aus. Aber was können wir dagegen machen? Es gibt einfache Ideen, den Alltagsstress zu verringern, um weiterhin leistungsstark zu arbeiten.

Fünf Hausabeiten müssen Ende des Semester abgegeben haben, es warten sechs Klausuren auf dich und der Nebenjob sitzt Dir im Nacken. So sieht häufig ein typisches Studentenleben aus. Eine aktuelle Studie der AOK zeigt, dass 53% der Studierende sich viel zu gestresst fühlen. Der Druck wächst und mit ihm die Auswirkungen auf die Gesundheit: Die typischen Symptome eines hohen Stresslevels machen sich unter anderem durch folgende Faktoren bemerkbar: Schlafprobleme, oft wiederkehrernde Kopfschmerzen und Konzentrationsschwierigkeiten. Grund dafür ist eine dauerhaft zu hohe Ausschüttung des Stresshormons Cortisol.

Wie ihr euren Alltagsstress reduzieren könnt und 100% funktionsfähig arbeiten könnt, erfahrt ihr hier.

Tipps im Umgang mit Stress

Ernährung: Achte auf deine Ernährung. Du fragst dich, wie dich das entspannter machen soll? Lebensmittel sind der Treibstoff, der dich durch den Tag bringt. Versorge deinen Körper daher mit gesunden Nährstoffen und wichtigen Vitaminen. Meide übermäßigen Zucker und Fastfood, was sowieso allgemein für die Gesundheit schädlich ist. Wichtig sind stattdessen Nahrungsmittel mit viel Magnesium, denn eine ausreichende Versorgung mit diesem Nährstoff führt zu einem erholsamen und besseren Schlaf.

Sport: Yoga ist nur eine von vielen Sportarten, die den Stresslevel reduzieren. Regelmäßige Bewegung lenkt nicht nur vom Stress ab, sondern baut ihn auch aktiv ab. Aber Vorsicht: Indem du dich leistungsmässig beim Sport unter Druck setzt oder ohne Training einen 10 Km-Lauf absolvierst erzeugst du neuen Stress. Besser ist tägliche, maßvolle Bewegung. So kann auch schon eine halbe Stunde spazieren gehen dabei helfen, den Stress zu reduzieren.

Meditation statt Medikamente

Atmung: Ihr denkt jetzt bestimmt: ja, klar, ich atme doch immer… was soll mir das bringen? Aber gute beherrschte Atmungstechniken werden euch entspannen und euch ein besseres Gefühl geben. Um Alltagsaufgaben besser bewältigen zu können, sollte man sich schon morgens etwas Zeit zur Besinnung gönnen und einfach mal drei Minuten lang „bewusst“ atmen. Wer den Tag entspannt beginnt, kommt besser durch den Alltag. Ihr werdet sehen, es kommt euch anfangs vielleicht komisch vor, aber wenn ihr das regelmäßig macht, werdet ihr euch entspannter und gelassener fühlen.

Einfach einmal alles stehen und liegen lassen. Quelle: https://pixabay.com

Einfach einmal alles stehen und liegen lassen.
Quelle: https://pixabay.com

Multitasking: Sind viele Dinge in deinem Kopf, die noch erledigt werden müssen? Viele fangen dann an, alles gleichzeitig zu machen. Hier erzähle ich dir sicher nichts neues: Effektiver ist es, immer nur eine Aufgabe zu bearbeiten. Eins nach dem anderen: So kann man sich so immer zu 100% einer Aufgabe widmen, anstatt alle Aufgaben nur halb, dafür auf einmal zu erledigen.

Soziale Kontakte: Zeit mit Mitmenschen und die Arbeit mal stehen lassen, ist gerade in stressigen Phasen sehr wichtig. In dieser Zeit denkt ihr mal an etwas anderes, als an den Alltagsstress. Und der reale Kontakt mit anderen Menschen ist vor allem in einer Prüfungsphase, in der man viel Zeit allein zu Hause oder in der Bibliothek sitzt wichtig: Längst ist erwiesen, dass Einsamkeit dazu führt, dass der Körper immensen Stress erlebt.

Mit anderen Vergleichen macht unzufrieden

Druck-Limits: Lass Dich nicht unter Druck setzen. Vergleicht euch nicht mit anderen Kommilitonen, die vielleicht bessere Noten haben oder anscheinend ein besseres, perfektes Leben führen. Konzentriere Dich auf Dich. Du hast Deine eigenen Ziele. Vergleichen führt vor allem zu eines: Zu Stress.

Offline: Um mehr Ausgeglichenheit in dein Leben einzubauen, reicht es schon, mal eine Weile offline zu gehen. Denn auch wenn Smartphone und Co. praktische Helferlein sind – das Dauergepiepse kann ganz schön stressen. Erkläre daher bestimmt Zeiten zu handyfreien Phasen: Während der Mahlzeiten wäre es beispielsweise angebracht. Vielleicht kannst du sogar einen Tag komplett offline gehen – und die reale Welt wiederentdecken.

Entspannung mit Musik: Enspannug braucht jeder Mensch, mit oder ohne viel Stress. Mit der richtigen Musik lässt es sich leicht entspannen. Versucht mal statt eurer Lieblingsmusik, etwas anderes. Klassische Musik wirkt beruhigend und hilft in Ruhe mit einer Tasse Tee seine Batterien wieder aufzuladen. Also: Beethoven und Mozart warten auf euch.

Zu viel Stress gefährdet die Gesundheit! Foto: Flickr.com - nigelpepper

Zu viel Stress gefährdet die Gesundheit!
Foto: Flickr.com – nigelpepper

Kein Dope: Einige Studierende sind den Stress nicht mehr gewachsen und versuchen durch leistungsfördernde Medikamente an ihr Limit zu kommen. Solche Aufputschmittel gefährden nicht nur die Gesundheit, sondern machen auch abhängig – sorgen also damit für den nächsten Stress in eurem Leben. Anstatt sich für die Leistungststeigerung chemische Unterstützung zu holen, ist es sinnvoller, auf die Ernährung und den Schlaf zu achten. 8 Stunden Schlaf, gerade in stressigen Phasen des Leben sind sehr wichtig. Ohne einen ausgeruhten Schlaf kann der Körper nicht effektiv arbeiten.

Eine komplett stressfreie Zeit ist für die meisten Studierenden auch kaum realisierbar. Wenn ihr euch weniger unter Druck setzt und wisst, wie ihr am besten arbeiten könnt, schafft ihr es, weniger Stress aufzubauen und trotzdem gleichzeitig strukturierter sowie konzentrierter zu arbeiten.

 

Feven

studiert an der Uni Stuttgart.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*