Was ist das Deutschlandstipendium?

Das Deutschlandstipendium wird für ein Jahr gewährt, beginnend ab 1. April bis 31. März des darauffolgenden Jahres.

Das Deutschlandstipendium wird für ein Jahr gewährt, beginnend ab 1. April bis 31. März des darauffolgenden Jahres.

Erfolgreich zu studieren hängt von verschiedenen Faktoren ab. Neben den Studieninhalten, die es sich anzueignen gilt, müssen viele ihr Studium im Alleingang finanzieren. Nicht alle Studierenden sind BAföG-berechtigt oder haben den entsprechenden sozioökonomischen Hintergrund, weshalb sie oftmals keine andere Wahl haben, als neben ihrem Vollzeitstudium zu jobben. Doch es gibt auch andere Möglichkeiten, das Studium zu finanzieren: Mithilfe von Stipendien. Im heutigen Beitrag möchte ich euch ein paar Fakten rund um das Deutschlandstipendium vorstellen. 

2014 wurden bereits knapp 22.500 Studierende mit dem Deutschlandstipendium gefördert, das 2011 eingeführt wurde. In erster Linie handelt es sich um ein Leistungsstipendium, das den Besten zugutekommen soll, aber eben nicht ausschließlich. Auch andere Faktoren spielen bei der Stipendienvergabe eine Rolle.

Habt deshalb keine Scheu: Ihr müsst nicht zu den absoluten Überfliegern zählen, um euch für das Stipendium zu bewerben. Aber nichtsdestotrotz gibt es einige Voraussetzungen, die ihr erfüllen müsst.

Diese und einige zentrale Fragen zum Stipendium fasse ich im nächsten Abschnitt zusammen und beantworte sie für euch

Was ist das Deutschlandstipendium und wer bekommt es?

Bestimmt habt ihr auch schon gelegentlich gefragt, nach welchen Kriterien das Stipendium vergeben wird und ob ihr Chancen darauf habt. Hier ist die Antwort auf eure Frage:

Das Deutschlandstipendium fördert begabte und engagierte Studierende an staatlichen und staatlich anerkannten Hochschulen in Deutschland. Neben guten Noten zählen bei der Vergabe des Deutschlandstipendiums auch gesellschaftliches Engagement und besondere persönliche Leistungen – etwa die erfolgreiche Überwindung von Hürden in der eigenen Bildungsbiografie. (Quelle: http://www.deutschlandstipendium.de)

Unterstützung für kluge Köpfe - und Engagierte! Quelle: pixabay.com

Unterstützung für kluge Köpfe – und Engagierte! Quelle: pixabay.com

Auch wenn es auf den ersten Blick so scheint, als ob nur die Besten der Besten gefördert werden, wird neben der Leistung auch eure persönliche Situation bei der Vergabe des Stipendiums berücksichtigt. Das wiederum bedeutet, dass nicht ausschließlich die Besten eines Studiengangs gefördert werden, sondern auch jene, denen es gelungen ist, trotz widriger Umstände ein Studium aufzunehmen.

Darüber hinaus fließen „gesellschaftliches Engagement, die Bereitschaft Verantwortung zu übernehmen, ein besonderer persönlicher Werdegang oder besondere persönliche Umstände, besondere familiäre Herkunft, ein Migrationshintergrund“ in die Entscheidungsfindung ein. Somit bilden die Zensuren nicht das einzige Kriterium, nach dem das Stipendium vergeben wird.

Wie läuft das Auswahlverfahren ab? 

Eure Bewerbung könnt ihr unabhängig von eurer Semesterzahl einreichen. Frühestens allerdings dann, wenn ihr an der Universität Stuttgart immatrikuliert seid. Wenn das Stipendium bewilligt wird, werdet ihr ein Jahr lang gefördert. Nach Ablauf des Jahres müsst ihr euch erneut bewerben, um weiterhin gefördert zu werden.

Noten sind nicht alles. Quelle: pixabay.com

Noten sind nicht alles. Quelle: pixabay.com

Die Bewerberlisten werden nach Noten sortiert und anschließend zusammen mit euren Bewerbungsunterlagen an die jeweiligen Vergabekommissionen weitergereicht. Jede Fakultät verfügt über eine Vergabekommission, die exklusiv für die eingehenden Bewerbungen ihres Fachbereichs zuständig ist. Nach den oben genannten Kriterien, die zugleich auch die Basis für die Entscheidung über die Stipendienvergabe bilden, werden die Unterlagen im nächsten Schritt ausgewertet.

Welche Vorteile habt ihr durch das Stipendium?

Mit dem Stipendium durchs Studium. Quelle: pixabay.com

Mit dem Stipendium durchs Studium. Quelle: pixabay.com

Die Vorteile liegen klar auf der Hand.  Zum einen werdet ihr monatlich mit 300 Euro gefördert. Der Betrag setzt sich aus zwei Teilen zusammen: 150 Euro werden von privaten Förderinnen und Fördern (Unternehmungen, Stiftungen, Alumni und Privatpersonen) bereitgestellt und weitere 150 Euro werden vom Bund getragen. Das bedeutet aufs Jahr gerechnet eine Förderung von insgesamt 3600 Euro!

Doch das ist nur ein Aspekt. Neben der finanziellen Erleichterung könnt ihr natürlich auch Kontakt zu eurer Förderin bzw. eurem Förderer suchen, sofern diese bzw. dieser nicht anonym bleiben möchte. Unter Umständen knüpft ihr dabei Kontakte, die euch nicht nur während des Studiums, sondern auch darüber hinaus weiterhelfen – etwa dann, wenn auf der Suche nach eurem ersten richtigen Job seid. Eine Verpflichtung zur Kontaktaufnahme besteht übrigens nicht und es hat ebenso wenig negative Konsequenzen, wenn ihr anonym bleiben wollt.

Und schließlich ist ein Stipendium etwas, was sich sehr positiv im Lebenslauf niederschlägt (und euch ferner den Zugang zu weiteren Stipendien ermöglicht).

Welche Unterlagen benötigt ihr?

Neben dem Bewerbungsformular müsst ihr zum einen euren derzeitigen Leistungsstand nachweisen, zum anderen Nachweise über sonstige Tätigkeiten (wie ehrenamtliches Engagement, persönlicher Werdegang, Migrationshintergrund etc.) einreichen, die in der Entscheidung berücksichtigt werden sollen. Mit bloßen Behauptungen wird es also nichts werden.

Das Bewerbungsformular, das ihr benötigt, wird ab Mitte November hier angezeigt.

 

Wann könnt ihr das Stipendium das nächste Mal beantragen?

Termine im Blick behalten. Quelle: pixabay.com

Termine im Blick behalten. Quelle: pixabay.com

Wie bei vielen anderen Stipendien solltet ihr auch beim Deutschlandstipendium die Bewerbungsfrist im Auge zu behalten. Für den Förderungszeitraum 2017 müsst ihr euch noch in diesem Jahr bewerben.

Die nächste Ausschreibung für die Deutschlandstipendien (für den Förderungszeitraum ab 01.4.2017 bis 31.3.2018) ist vom 02.12.2016 bis 15.12.2016. Versäumt nicht die Gelegenheit, euch zu bewerben!

 

Was ist mit Studierenden, die BAföG erhalten?

Eine besondere Erleichterung für alle BAföG-Empfängerinnen und -empfänger ist der Umstand, dass das Deutschlandstipendium „einkommens- und BAföG-unabhängig“ ist, d. h. es erfolgt keine Anrechnung auf das BAföG.

Und wenn ihr bereits ein Stipendium erhaltet?

Pauschal lässt sich diese Frage nicht beantworten. Dazu muss man differenzieren, aus welcher Quelle das Stipendium stammt: Stipendien aus öffentlichen Mitteln (etwa DAAD oder Erasmus) können nicht gleichzeitig mit dem Deutschlandstipendium bezogen werden. Bei privaten Fördergeldern sieht es wiederum anders aus. Erkundigt euch deshalb im Zweifel vorab.

Wer ist eure Ansprechpartnerin an der Universität Stuttgart?

Eure Ansprechpartnerin ist Andrea Biallas (Dezernat III / Studium und Promotion). Sie hilft euch gerne weiter, wenn Unklarheiten bestehen oder ihr weitere Fragen habt. Ihr könnt sie sowohl telefonisch als auch per E-Mail erreichen (Tel: 0711/685 82228, E-Mail).

Und hier kommt der Deutschland-Stipendiat Simon Hollnaicher selbst zu Wort:

Alles Gute für die Bewerbung!

Romy

PS: Ihr habt noch Fragen? Ausführliche Informationen und weitere FAQs zum Deutschlandstipendium findet ihr hier.

 

Ich bin Romy, 30 Jahre alt und studiere Psychologie, meine zweite große Leidenschaft neben der Literatur. Mein Erststudium habe ich aufgrund der Liebe zum geschriebenen Wort mit dem Master in "Literaturwissenschaft: Germanistik" abgeschlossen. Wenn euch ein Thema besonders interessiert, teilt es mir in den Kommentaren mit, dann greife ich es gerne in einem Artikel auf. Take care! „Das Leben ist wert, gelebt zu werden, sagt die Kunst, die schönste Verführerin; das Leben ist wert, erkannt zu werden, sagt die Wissenschaft.“ (F. Nietzsche)

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