Das „Grauen“ naht: die Prüfungsphase

Planung ist alles und Selbstorganisation mein zweiter Vorname. Ich bekomme Panik-Attacken, wenn mein heißgeliebter Planer nicht aufzufinden ist und ich bin Meisterin darin, mich selbst auszutricksen, um mich an meinen freien Tagen aus dem Bett zu locken anstatt ihn mit meinem besten Freund „Netflix“ zu verbringen. Mit anderen Worten: Ich bin die perfekte Ansprechpartnerin, wenn es ums Thema „der richtige Weg durch den Prüfungstress“ geht. Hier sind meine 6 Tipps, wie man trotz Lernstress einen Ausgleich findet und wie man erfolgreich durch die Prüfungsphase kommt:

1. Realistische Ziele 

Das Grauen naht? Nicht, wenn man vorbereitet ist. Bildnachweis: David-W- / photocase.de

Das Grauen naht? Nicht, wenn man vorbereitet ist.
Bildnachweis: David-W- / photocase.de

Wie oft war ich schon in der Bibliothek mit dem Vorhaben in den drei Stunden, die ich Zeit hatte, mein Essay fertig zu schreiben, die Hälfte der Präsentation zu erstellen und die Literaturrecherche komplett zu erledigen. Und jedes Mal war ich aufs Neue frustriert, dass ich (wenn’s gut lief) die Hälfte all dieser Dinge gebacken bekommen hatte. Dabei verliert man oft aus den Augen, dass man vielleicht nicht alles geschafft hat, was man sich vorgenommen hat, aber trotzdem drei Stunden effektiv gearbeitet hat. Deshalb finde ich es so wichtig sich, um erfolgreich zu arbeiten, realistische Ziele zu setzen. Man bekommt ein Gefühl dafür die Zeit einzuschätzen, die man für eine Aufgabe einplanen muss. Bevor man dieses Gefühl hat, ist es wahrscheinlich besser, erstmal tief zu stapeln. Außerdem sollte man sich seine Todo-Liste von vornherein nicht zu vollpacken. Um frustfrei zu Lernen sind Erfolgserlebnisse unglaublich wichtig. Die erreicht man nicht, wenn man es nie schafft seine unrealistische Liste abzuarbeiten.

2. Feste Termine

Montagabend treffe ich mich mit meiner besten Freundin, Mittwoch, Donnerstag und Freitag sind die Tage an denen ich in die Bibliothek gehe, um wirklich effektiv zu arbeiten und Dienstag, Donnerstag und Sonntag wird Sport gemacht.

Den Terminkalender stets im Blick.

Den Terminkalender stets im Blick.

Es ist wichtig gewisse Termine zu setzen, über die man, wenn sie erstmal zur Wochenroutine gehören, gar nicht mehr nachdenkt, sondern einfach hingeht. Andernfalls versinkt man im Unistress und vernachlässigt die Dinge, die einem gut tun. Aber auch das Lernen bedarf einer Routine. Um eine solche Routine zu entwickeln, sollte man (besonders was das Lernen auf Prüfungen angeht ) rechtzeitig anfangen. Eine Routine entwickelt man nicht, indem man zweimal in der Bibliothek saß.

3. Fang einfach an – am besten nicht zu spät

Natürlich schiebt man die Berge an Dingen, die man tun muss gerne vor sich her, aber man muss einfach anfangen.
Kommt der Stein erstmal ins Rollen geht der Rest von allein, auch wenn der erste Schritt Richtung Schreibtisch der schwerste ist. Diesen Schritt sollte man am Besten nicht erst zwei Wochen vor der ersten Prüfung machen, sondern rechtzeitig, um Nervenzusammenbrüche und schlaflose Nächte zu vermeiden.

4. Sich Zeit nehmen

Zwischen den ganzen Pflichten, die man hat muss auch Zeit für Freunde, Familie und das Hobby bleiben. Um nicht wie ein Hamster im Rad zu rennen, muss man sich auch mal Zeit nehmen, auch wenn es noch Dinge zu erledigen gäbe. Außerdem lässt es sich doch nach einem netten Vormittag in der Stadt mit der Freundin oder einem Treffen mit den Kumpels zum Fußballspielen doch viel besser lernen.

5. Motivation

Die Motivation ist das, was einen dazu bringt den inneren Schweinehund zu überwinden und die unangenehmen Dinge des Lebens anzugehen. Und sein wir doch mal ehrlich, die angenehmen Dinge lassen sich viel eher genießen, wenn man nicht den Gedanken, der noch unfertigen Hausarbeit im Nacken hat. Motivation kann sein, dass man an das tolle Gefühl denkt, das man hat, wenn man etwas geleistet hat oder das Wissen, dass der Berg der Dinge, die man zu tun hat nicht kleiner wird, wenn man sie immer aufschiebt.

Ganz ohne Nachbereitung geht es nicht. Copyright: Uni Stuttgart

Gemeinsam lernt es sich leichter

6. Hilfe

Da man sich dann doch oft allein gelassen fühlt, wenn es um die Prüfungsvorbereitung geht und das „richtige“ Lernen, möchte ich euch die Beratungsangebote der Zentralen Studienberatung ans Herz legen. Die von Herrn Laue angebotene Lernwerkstatt bietet Beratungsgespräche und Workshops rund um das Thema Erfolgreich Studieren an. Ich habe Herrn Laue bereits persönlich bei einem Vortrag zu stressfreiem Lernen kennengelernt und habe viel Hilfreiches mitnehmen können, das mir bis jetzt beim Lernen hilft. Aber auch bei allen anderen Fragen, die während eures Studiums aufkommen, steht Euch die Zentrale Studienberatung kompetent zur Seite.

Frohes Lernen und viel Erfolg!

Deborah

 

 

 

 

 

 

 

ich studiere Anglistik und Politik in meinem zweiten Semester auf Lehramt, liebe Zimteis, Seifenblasen, Lichterketten und hasse es, wenn Schnee nicht liegen bleibt und man schlecht mit Büchern umgeht.

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